Von einem Tratsch zum Anderen

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Mittwoch 30.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 18  Wasser 13°

Unser Vorhaben nach Pula zu fahren, konnten wir in die Tat umsetzen. Zuerst gingen wir natürlich auf den Markt. Dort war heute sogar jemand von der „Kumparicka“. Das ist eine Ziegenfarm in Krnica, etwa 19 km von Pula entfernt. Dort kann man mit vorheriger Anmeldung einen Tag mit den Ziegen verbringen und auch zusehen wie die Milch verarbeitet wird. Wir haben erst mal nur Ziegenkäse gekauft, den hatten wir schon mal und der ist total lecker. Dann haben wir natürlich noch beim Blitva (Mangold) zugeschlagen.

So, Brot nicht vergessen, unser Proviant für Morgen. In der Bäckerei lacht Wolfgang so ein schönes Stückchen Pizza an, dem er nicht widerstehen konnte, das verzehrt er gleich an einem sonnigen Plätzchen.

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Unseren Einkauf bringen wir erst mal zum Auto und machen uns dann noch mal auf die Suche nach einem Geschäft für Schiffsbedarf aber nur an der Hafenpromenade. Ein Laden ist ausgeräumt, der Nächste sollte offen sein, zumindest nach dem Ladenschild mit Öffnungszeiten, tut er aber nicht. Gleich über die Straße ist die ACI-Marina die hat auch ein Geschäft. Gehen wir halt da mal hin und schauen uns in der Marina gleich mal ein bisschen um. Ein Liegeplatz hier, hat auch was für sich, man ist mitten in der Stadt und hat fast alles was das Herz begehrt. Lokale, Geschäfte, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. Auch diese seltsamen Fische die wir ab und zu bei uns in Veruda im Wasser sehen, schwimmen hier um die Boote. Nur sind die Fischschwärme hier viel größer und die Fische auch.

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Dann sind wir auch gleich bei dem Nautikladen. Der hat wie zu erwarten war, offen. Scheint auch ganz gut sortiert zu sein, nur Signalraketen sehen wir keine, die sind bestimmt in einem Schrank eingeschlossen. Wir warten erst mal, weil der Verkäufer telefoniert. Nema Problema, schauen wir uns halt noch ein bisschen um. Wir entdecken eine Holzgangway, aber ohne Preisschild, das hätte uns auch interessiert. Wir würden ja gerne mal fragen, nur der Verkäufer macht auch nach längerer Zeit keine Anstalt sich um uns zu kümmern. Nema Problema und wir gehen aus dem Geschäft. Um das runde Gebäude von der Marina sind wir schnell gelaufen und konnten uns einen kleinen Überblick über das Gelände verschaffen. Jetzt aber fahren wir wieder zurück zu unserem Schiff.

Vor dem Volaria ist die Straße gesperrt worden, denn die soll zur Einbahnstraße umstrukturiert werden. Jetzt wird der ganze Verkehr, der vor zum Kran oder zum Büro führt an unserem Ufer neben den Parkplätzen entlangführen. Nur zurück, Richtung Ausgang bleibt wie gehabt.

Auf unserem Steg ist inzwischen ganz schön was los. Bice und Markus sind auch noch vor  einer Stunde hier angekommen. Das ist jetzt aber richtig schade, dass wir Morgen nach hause fahren müssen, wo doch jetzt das „D-A-CH-Team“ wieder mal gemeinsam hier wäre. Na ja, wird schon mal wieder klappen, für einen Tratsch reicht es noch.

Konrad und Vincent fahren jetzt erst, eigentlich wollten sie schon vor ein paar Stunden weg sein.
Jetzt gehen wir Duschen und laden unser Auto wieder voll.

Gesäubert gehen wir mal beizeiten zum Essen. Den ersten Stopp machen wir bereits, nachdem wir unsere Gangway überquert haben. Es ergibt sich ein kleiner Plausch mit den neuen Nachbarn. Danach treffen wir noch Anne und Willi. Sie berichten von ihrem gestrigen Volaria Besuch. Auch ihre beiden Gerichte waren miserabel. Fischsuppe ohne Fisch, das Fischgericht versalzen und der Fisch selbst sulzig. Igitt, kann man da bloß sagen. Nach einer Beschwerde, hat ihnen der Besitzer ein neues gutes Essen versprochen. Beide sind aber erst mal bedient.

Dann halten wir noch mal bei Mario im Marinabüro an, sagen hallo und werden ebenfalls ein paar Verbesserungsvorschläge los. Er verspricht alles weiterzugeben. Nach einer freundlichen Verabschiedung, gehen wir weiter ins Skuza. Dort sitzt schon eine Segelcrew aus der Marina.
Als wir auf unser Essen warten kommen noch ein paar Crews. Ist schon etwas verblüffend, denn normalerweise nehmen die Segler meistens den kürzeren Weg um Essen zu gehen. Womöglich haben sie auch schon die „Spezialitäten“ vom neuen Koch im Volaria genießen dürfen.
Unser Essen hier,  ist erste Sahne, Wolfgang hat Brancin und mein Steak, ist ein Steak und was für eins, ein Gedicht. Während des Essens, kann ich vom Fenster aus noch mehr Leute auf`s Skuza zulaufen sehen. Jetzt müssen wir aber schon grinsen, denn das kann kein Zufall sein. Laufen dem Volaria bereits nach knapp vier Wochen Öffnungszeiten die Gäste davon?

Bevor wir uns auf den Rückweg machen, stehen wir noch eine ganze Weile am Meer und werden etwas sentimental.

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Relaxen in der Sonne

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Dienstag 29.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 16  Wasser 13°

Erst dachten wir das Wetter wird so wie gestern, alles grau in grau, wobei es gestern auch nur einmal kurz geregnet hat. Aber auf einmal waren alle Wolken wie weggeblasen und die Sonne strahlte. Da hat man doch gleich mehr Lust etwas zu tun. Das dachte sich auch Wolfgang und marschierte mit seinem Epoxydharz und allem was dazugehört nach vorne zum Bug. Er wollte noch die offenen Kanten, wo beide Bootshälften zusammengefügt wurden, mit dem Harz abdichten, da diese Stellen jetzt ungeschützt sind bis die neue Ankerrolle drauf gebaut wird. Hätte er wahrscheinlich nicht machen müssen, denn werksseitig war das wohl nicht vorgesehen. Wolfgang aber wollte es versiegeln, außerdem hatten wir das Epoxydharz eh noch an Bord und ewig lässt es sich auch nicht lagern.

Dann ruft er auf einmal durch die Kojenluke:“ Schnell, schau mal, die Nordland fährt weg“. Ich schnappe mir meine Kamera und haste an Deck. Mit lautem Signalhorn verlässt der prachtvolle Holzsegler seinen Platz am Steg.

Als er außer Sicht war, mache ich bei meinem Frühjahrsputz unter Deck weiter. Mit Lust und Laune räume ich meine Schaps aus und mache alles schön sauber.

Unser Highlight des Tages, das erste Mittagessen heuer oben an Deck, in der Sonne zu genießen. Wir sitzen noch sehr lange dort und halten auch gelegentlich einen Plausch mit einem Nachbarn. Unter anderem mit Willi und Anne, die sind vorhin aus Österreich angereist. Die waren erst ein paar mal beim Skifahren und jetzt bleiben sie einige Tage auf ihrem Schiff und bereiten sich auch auf die neue Saison vor.

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Gegenüber haben wir neue Nachbarn mit einem Motorboot bekommen. Nach dem Dialekt, kommen sie aus dem Schwabenländle. Zu einem Gespräch kam es noch nicht, denn auch sie haben noch viel zu tun. Der Skipper hat sich sogar dafür entschuldigt.

Wir haben sicher noch öfter die Gelegenheit.

Auch wir machen noch fleißig weiter, Wolfgang legt noch Buchsen in die Gästekabine um mal ein Gerät mit Strom versorgen zu können. Die Mannschaft räumt schon mal die nicht mehr benötigten Sachen für die Heimreise zusammen. Was weg ist, ist weg, dann haben wir Morgen noch genügend Zeit noch mal nach Pula auf den Markt zu fahren.

Was weg ist, ist weg, weg ist auch gleich der Brandy von Chrissi.

Živjeli

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Motoren-Check

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Ostermontag 28.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 15  Wasser 13°

Heute hüllt sich der Himmel in dunkelgrau und es soll noch richtig Regen geben.
Macht nichts, wir haben ja ein großes geschlossenes Vordach.

Aber erst mal laufen wir vor zum kleinen Grga-Market an Steg 17, vielleicht hat er ja heute auch offen. Tatsächlich, unser Kaffee für Morgen ist also gesichert. Die Verkäuferin langweilt sich etwas, denn viele Gäste sind zur Zeit nicht mehr in der Marina, also kauft auch kaum jemand ein.

Auf dem Rückweg, begutachten wir Anker von den Booten, die zur Zeit aufgebockt auf den Parkplätzen stehen. Wieder kommen uns bei unserem Projekt Ankerrolle weitere Änderungen in den Sinn.

Dann fällt uns noch ein, wir könnten mal nach dem neuen Pool schauen, heute sind mal keine Arbeiter da, so haben wir den besseren Überblick. Es hat sich seit dem letzten mal doch einiges getan, obwohl es sehr viel geregnet haben soll und deshalb oft nicht gearbeitet werden konnte. Das Endergebnis sehen wir erst beim nächsten mal.

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So, jetzt sind unsere Motoren fällig. Unser Johnson bekommt neues Motorenöl, das war auch sehr nötig, denn das alte Öl war pechschwarz als es in die leere Orangensaftflasche lief. Wann, oder ob es überhaupt schon mal gewechselt wurde, wissen wir nicht. Das alte Öl können wir hier in der Marina bequem in ein großes dafür vorgesehenes Altölfass entsorgen.
Die Gummihalter vom Motor, die Ober und Unterteil zusammenhalten, sind auch schon wieder spröde, obwohl sie noch gar nicht alt sind und der Motor die meiste Zeit abgedeckt ist.

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Neben dem assistieren bei der Motorwartung, habe ich natürlich wieder genügend Zeit, in der Gegend herum zu gucken. An der Betonwand vom Steg, hängen an der unteren Seite viele Muscheln. Die sind immer da, aber heute hängen da hellblaue, bläschenartige Gebilde. Ob das Muschelnachwuchs ist?

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Nun ist unser Volvo an der Reihe, der bekommt erst im Winter neues Öl, heute darf er nur Warmlaufen, damit mal wieder alle Teile mit Öl versorgt sind und sich keine Korrosion bildet. Wolfgang horcht, ob alles in Ordnung ist. Zum Glück hört er keine ungewöhnlichen Geräusche. Unser Motor schnurrt und ist gesund.

Jetzt noch mal das Thema Ankerhalterung. Wolfgang geht mit dem Model vor zum Bug, probiert und überdenkt das Ganze nochmal. Danach besprechen wir alle Möglichkeiten noch mal durch.

Während ihm mit Zeichnen und Überlegen, der Kopf raucht, schrubbe ich derweilen den Deckel von der kleinen Backskiste. Danach sieht er wieder fast strahlend weiß aus, das bemerkt sogar Konrad unser Nachbar an der Steuerbordseite. Der ist heute gegen Mittag mit dem Sohn eines Freundes gekommen. Da der Junge noch nie auf einem Boot war, darf er bis Mittwoch an der Wartung teilhaben und so ein bisschen das Bordleben kennenlernen.

Gegen Abend kommen noch unsere italienischen Nachbarn, von schräg gegenüber, mit vollgepackten Taschen an. Die werden sicherlich eine Weile hier bleiben.

Wir verziehen uns wieder unter Deck, damit ich das Abendessen richten kann, denn danach will Wolfgang noch Fotos von den Gasflammen an unserem Herd machen. Die braucht er noch für seine Gasprüfseite im Internet.

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Badenixen

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Ostersonntag 27.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 16  Wasser 13°

Wir sind heute später aufgestanden, denn jemand hat uns heute Nacht eine Stunde geklaut.

Unser Osterfrühstück haben wir aber trotzdem in vollen Zügen genossen. Genossen hat Wolfgang später auch die Sonne am Bug und hat dabei gleich seine Nassschleifarbeiten getätigt. Wieder so ein schöner Job, aber es hilft halt alles nichts.

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Am späten Nachmittag hat er es dann geschafft und wir können doch noch einen Osterspaziergang machen.

Unterwegs treffen wir noch Maria und Marco, die sitzen schon im Auto und wollen nach hause fahren. Marco hat nur seinen Wassertank gefüllt und seinen Bootsmotor warmlaufen lassen. Das soll man ja auch hin und wieder einmal tun. Dabei musste ich schnellstens bei uns auf dem Boot alles dicht machen, sonst wäre ich von den Abgasen wohl bald erstickt. Wolfgang meint bei unserem Motor stinkt es auch, vielleicht nicht ganz so arg, weil wir einen kleineren Motor haben.

Viele Menschen, meist Einheimische genießen das schöne Wetter und sind mit Kind, Hund und Inlinern unterwegs. 

Ich habe meinen Käpten und meinen Fotoapparat dabei.
An Steg eins liegen ein paar ältere Segelboote, die sehr viel Charme ausstrahlen, nur ein bisschen besser gepflegt müssten sie sein. Dazu braucht man aber Geld, sehr viel Zeit und Liebe.

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Überall erblüht die Natur und wir sind mitten drin.

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Mitten drin im Blütenstaub bin ich auch als ich mit meinen Händen entzückt die kleinen, weichen Zapfen von den Nadelbäumen anfassen muss.

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Das staubt ja furchtbar und ich hatte schon mit meinem Käpten geschimpft, weil ich glaubte der ganze Staub auf dem Schiff kommt von seiner Schleiferei. 

Sorry Kapitano, die Hälfte vom Dreck ist wahrscheinlich Blütenstaub. Da grinst er natürlich.

Weiter unten am Strand, liegt am Ufer eine rote Koralle, sieht jedenfalls so aus. Mitnehmen wollten wir sie nicht, denn es roch nicht besonders angenehm.

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Am Südufer von Pjescana Uvala setzen wir uns auf eine Bank. Während wir die tiefstehende Sonne und den Blick aufs Meer genießen, laufen zwei Mädchen im Bikini vorbei. Nur in Badetücher eingewickelt, steuern sie sehr eilig auf den Kiesstrand zu. Dort lassen sie ihre Badetücher fallen und gehen tatsächlich ins Meer baden. Bei nur 13° Wassertemperatur tauchen sie unter und paddeln ein bisschen herum, bevor sie zitternd wieder heraus kommen.

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Da sind natürlich alle stehen geblieben und haben geschaut, wir auch und es wurde uns gleich ein bisschen kälter. Dann schlugen sie ihre Badetücher um ihre kalten Körper und liefen tropfnass und Barfuß wieder an uns vorbei. So heiß war das Wetter heute ja auch nicht. Wir überlegen kurz, entschließen uns aber dann unsere Badesaison erst bei unserem nächsten Besuch im Juni zu eröffnen.

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Wir schauen noch ein bisschen auf ankommende Segelschiffe, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Dabei finde ich noch einen merkwürdig gewachsenen Stein am Ufer.

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Zuhause räumt Wolfgang seinen Naviplatz auf und entdeckt dabei unser Weihnachtsgeschenk, das wir von Nici bekommen haben. Die Leuchte wird natürlich gleich ausprobiert. Sie wird uns bestimmt noch oft gute Dienste leisten.

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Sretan Uskrs – Frohe Ostern

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Samstag 26.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 14  Wasser 12°

Wir wünschen Euch Allen und allen Menschen dieser Welt, ein frohes friedliches und gesegnetes Osterfest.

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Das Wetter passt, da möchte Wolfgang gleich mit dem Schleifen am Bug beginnen. Die feinen Risse im Gelcoat, sollen aufgefräst und verspachtelt werden, bevor die neue Edelstahlplatte beim nächsten Mal montiert wird.

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Da die meisten Risse von der Edelstahlplatte verdeckt werden, würde eigentlich auch ein einfaches Abdichten mit Sikaflex reichen. Doch Wolfgang möchte die Risse auf jeden Fall freilegen, um sicherzugehen, dass wirklich nur die äußere Gelcoatschicht gerissen ist und das darunterliegende GFK keine Brüche hat. Wolfgang pudert das halbe Oberdeck und sich selbst natürlich auch mit Schleifstaub ein.

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Mit Mehlstaub hantiere ich unter Deck, denn ich möchte einen Osterzopf backen.

Nach der Wartezeit ist mein Teig schön aufgegangen und kann jetzt in den Backofen.

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Der verstaubte Mann, der seinen Kopf zu mir in den Niedergang streckt, ist mit Fräsen jetzt auch fertig. Die gute Nachricht ist, dass die Risse nicht tiefer gehen und damit durch unser damals überlastendes Ankermanöver kein ernsthafter Schaden entstanden ist. Jetzt soll die Gelcoat-Spachtelmasse drauf, doch die, die wir an Bord haben, ist schon zu alt und nicht mehr zu gebrauchen. Deshalb macht Wolfgang sich gleich auf den Weg zu Wasi in den Bootsladen. Sollte der schon zu haben, empfehle ich Wolfgang in seinen Lieblingsbaumarkt zu fahren. In der rechten Ecke hinten im Baumarkt, eingeschlossen in einem Schrank, gibt es so was.

In der Zwischenzeit ist mein Ostergebäck fertig geworden und sieht recht lecker aus. Es hat nur ein Manko, der Boden ist wieder etwas angedunkelt, d.h. man erkennt deutlich, dass unsere Lebensmittel hauptsächlich aus Kohlenstoff bestehen. Die Hitze von meinen Gasbackofen ist einfach für die Brot oder Kuchenböden zu heiß. Da muss ich scheinbar noch öfter experimentieren, bis das mal klappt, aber ich gebe nicht auf.

Nach der Zeit zu urteilen, hatte Wasi nichts und Wolfgang fuhr nach Pula. Und tatsächlich, im Baumarkt gab´s das Gelcoat-Reparaturset und nicht mal teurer als bei SVB.

Jetzt zog er noch die erste Schicht Spachtelmasse auf. Bei mir bestellte er aber vorher noch Kaffee und natürlich wollte er auch gleich den noch warmen Osterzopf probieren. Aber das dachte ich mir schon, dass der nicht bis Morgen heil bleibt.

Den Boden vom Osterzopf haben wir einfach ein bisschen abgekratzt, dann schmeckte er noch richtig gut.

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Nach der Stärkung trägt Wolfgang noch mal Spachtelmasse auf. Als er fertig war, ließ ich ihn nicht mehr unter Deck, sondern schickte ihn erst zum Duschen, neuen Staub wollte ich nicht mehr in meinem Salon haben, nachdem ich schon sauber gemacht hatte.

Unterdessen sind unsere slowenischen Nachbarn Maria und Marco eingetroffen. Das Ehepaar aus Erding vom vordersten Platz mit ihrem Motorboot ist noch gestern Abend angekommen. Überhaupt sind jetzt doch etliche Eigner auch auf den anderen Stegen hier, um die Osterfeiertage zu nutzen und nach ihren Booten zu schauen.

So, jetzt kommt ein gesäuberter Käpten an Bord und wir können unser verschobenes Fischessen von gestern nachholen.

Im Skuza bietet uns der Kellner, ganz frische Filets vom großen Fisch, ähnlich wie Hai, in Weißweinsauce an. Wir studieren aber trotzdem erst mal noch die Speisekarte. Unsere Wahl fiel auf die Filets vom großen Fisch. Lassen wir uns mal Überraschen.

Zuerst verspeisen wir unseren gemischten Salat. Der schmeckte so gut, wie frisch geerntet und nicht wie mein letzter Woche gekauftes Wassergemüse.

Als danach unser Fisch gebracht wurde, begutachteten wir erst mal. Er war in Scheiben wir Medaillons angerichtet, sah auch Top aus, nur was war das für ein Fisch? Ähnlich wie ein Hai, sagte vorhin der Kellner. Der Fisch hatte fast keine Gräten, aber dafür Knorpel und ganz weißes Fleisch. Nur man hatte dauernd etwas von diesen Knorpelröhren im Mund. Von der Größe der Medaillons und der Farbe der Haut, sieht er aus wie ein kleiner Glatthai, den wir mal im Aquarium von Verudela gesehen haben. Na ja, besser wir essen den Hai, als er uns. Geschmacklich wirklich sehr gut, aber zum Essen für uns zu popelig. Den werden wir nicht noch mal bestellen. Wir wollen aber schon gelegentlich mal was neues probieren.

Jetzt sind wir erst mal pappsatt und sind froh, dass wir noch ein bisschen unter dem Sternenhimmel zurück zum Schiff laufen können.

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Änderungen an der Bugrolle

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Freitag 25.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 14  Wasser 12°

Karfreitag, damit nehmen es die Kroaten auch nicht so genau, zumindest nicht in der Marina. Da wird am Pool gearbeitet, der muss bis Mai fertig werden, dann werden Schiffe von Land zum Wasser befördert und überhaupt wird an allen Ecken und Enden gearbeitet.

Wenn das so ist, meint der Käpten, dann kann ich auch etwas machen.

Nach dauerndem Überlegen gestern, kamen wir zu dem Entschluss, dass die kleinen Umbauten an der neuen Ankerrolle doch etwas größer ausfallen werden. Wolfgang hat bemerkt, dass am Bug die Seiten nach unten neigen, das würde bedeuten, dass unsere Edelstahlplatte an der Außenkante zu viel Spiel hat und wir müssten sehr viel Sikaflex drunter kleben. Na das schaut ja dann doof aus. Also entschließt er sich für mehr Veränderungen. Dazu werden erneut Löcher gebohrt und die Rollen versetzt und am hinteren Ende wird die Platte verkleinert. Das Model muss dann auch immer wieder am Bug angeschraubt und der Anker drauf gelegt werden.

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Das war wieder mühsam und schwer. Zum Glück hat auch das Wetter mitgespielt. Fertig geworden sind wir auch wieder spät und der Käpten ist von so viel frischer Luft recht müde geworden. Deshalb fällt unser Fischessen im Skuza heute aus. Fisch gibt es zum Abendessen aber trotzdem, in Form von Bratheringen aus dem Glas mit Kartoffeln. Ist ja auch nicht zu verachten.

Gegen einundzwanzig Uhr entschließen wir uns noch einen Spaziergang am Strand zu machen. Jetzt sind wir schon über eine Woche hier und haben es noch kein einziges mal geschafft. Es ist ein wundervoller Abend.

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Geräteträger abgeschlossen

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Donnerstag 24.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 14  Wasser 12°

Die Nacht war wieder sehr erholsam und wir wurden von der Sonne geweckt.

Nach dem Frühstück hatten wir noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen.

Danach klemmte Wolfgang außen am Geräteträger noch die beiden Solarmodule an. Dann der große Augenblick, unter Deck sind jetzt die Augen auf die Solaranzeige gerichtet. Die Sonne scheint noch nicht mal mit voller Kraft und wir haben schon das doppelte an Leistung wie sonst. Jetzt sind wir mit Strom gut versorgt.  Super, das Projekt Geräteträger ist somit abgeschlossen, denn Solarmodule, Radar und WLAN-Antenne sind jetzt betriebsbereit.

Der Smutje hat sich derweilen in der Kombüse nützlich gemacht und der Mannschaft was Grünes gekocht, denn heute ist ja Gründonnerstag. Im ganzen Schiff roch es köstlich.
Die Koteletts waren butterweich und der Blitva mit Kartoffeln waren ein Gedicht. Da hat sich der Smutje mal wieder selbst übertroffen.

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Am Nachmittag ging es dann ans nächste Projekt. Unsere Ankerrolle, wurde vor längerer Zeit mal verbogen, als wir den Anker nicht aufholen konnten, weil er eingeklemmt war. Da war das Vertrauen nicht mehr so ganz da. Zum andern haben wir jetzt einen größeren Anker und der passte sowieso nicht so richtig in die Ankerrolle.

Wolfgang hat zuhause schon mal ein Model aus Sperrholz angefertigt und das wollen wir jetzt „Anprobieren“. Doch vorher muss er noch mit Flex die eine Seite von der alten Ankerhalterung abschneiden, denn sonnst bekommen wir das Teil nicht ab, ohne das Vorstag zu demontieren. Hoffentlich bleibt das Boot dabei heile. Es blieb und Wolfgang konnte die beiden Teile herunternehmen. Vorher hatte er natürlich erst den schweren Anker von der Rolle genommen.

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Jetzt kann das Model vorsichtig hingelegt und angeschraubt werden.

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Danach legt Wolfgang noch den schweren Anker ganz vorsichtig auf das angefertigte Holzmodel. Vorsichtshalber werden Anker und Model noch festgebunden, damit nichts ins Wasser rutschen kann.

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Es passt sehr gut, nur ein paar kleine Änderungen müssen noch vorgenommen werden. Dann kann die Ankerrolle, die aus 8mm starken Edelstahlblech gebaut werden soll, zuhause in Auftrag gegeben werden.

Wir räumen noch unsere Sachen auf, denn die Sonne ist auch schon verschwunden und dann wir es schnell dunkel und frisch.

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Schaukeln im Hafen

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Mittwoch 23.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 8 Wasser 12°

Stefano hat gestern noch gesagt, heute Nacht kommt Sturm und er kam.

In solchen Nächten schläft man nicht besonders, man döst eigentlich nur. Eigentlich eher Frau, weil Mann schon bald und lange geschlafen hat. Er hatte nur etwas mit den Nachwirkungen der unmenschlichen Körperhaltungen beim Kabelziehen zu kämpfen.

Laut Wetterbericht und auch nach unserem Windanzeiger hatten wir Böen von über 90 km/h. Von Windstärke 9 Bft auf 6 Bft sind wir jetzt um neun Uhr schon runter, dafür regnet es jetzt und alles ist grau in grau.

Der starke Wind bleibt uns den ganzen Tag erhalten, erst am späten Nachmittag lässt er ein wenig nach. Da gehen wir dann schnell mal einkaufen, danach verkriechen wir uns aber gleich wieder im Boot. Heute könnte man auch unfrisiert raus, denn der Wind hat sowieso seine eigenen Vorstellungen von „Hairstyling“ und die setzt er gnadenlos durch.

Deshalb schieben wir mal wieder eine ruhige Kugel, Wolfgang sitzt noch immer bei den Schalttafeln und ich habe endlich mal Zeit zum Lesen.

22:00 Uhr, der Wind scheint sich auf 4Bft eingependelt zu haben, da könnte es heute wieder ausreichend Schlaf geben.

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Voll verstrebt

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Dienstag 22.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 14°  Wasser 13°

Stefano kommt natürlich nicht um neun oder halb zehn, sondern erst nach halb elf, dafür braucht er auch länger als seine veranschlagten zwanzig Minuten. Eineinhalb Stunden haben Stefano und sein Mitarbeiter gebohrt, gesägt und geschraubt, bis die beiden Verstrebungen vom Geräteträger auf die Reling gebaut und montiert waren. Dabei kam auch der Plausch mit anderen Kollegen die an Nachbarbooten arbeiten nicht zu kurz. Und wie es bei Kroaten üblich ist, wenn man sich gut kennt, darf es auch ein bisschen lauter sein.

Als Wolfgang dann fragt was es denn kostet, wusste Stefano nicht so recht, was er sagen soll, denn das gehört eigentlich noch zum Geräteträger. Wolfgang bezahlt ihm aber das Material und gibt noch ein Trinkgeld. Von mir gab es für beide noch einen Osterhasen mit Schokoladenei. Darüber haben sie sich sehr gefreut und Stefano hat noch die Wurst gelobt, die wir ihm das letzte mal gegeben haben. Wieder jemand der unsere heimatlichen Wurstspezialitäten schätzt.

Da heute ein kräftiger Wind bläst, haben wir wieder keine Lust von Bord zu gehen. Da bringen wir lieber noch das Heckteil an unser Bimini und schließen unsere Kuchenbude.

Wir haben ja auch noch Kabel zu verlegen, das passt bei so einem Wetter.

Diesmal darf sich Wolfgang hinten in die Achterpik strecken um die Kabel, die vom Geräteträger kommen unter dem Gästebett weiter zum Naviplatz zu verlegen.

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Das Kabel zu unserem WLAN-Router ziehen wir auch gleich durch den Motorraum ins Bad.

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Natürlich bin ich wieder eine große Hilfe. Auch diese Arbeit dauert wieder länger und um halb neun als es Abendessen gibt, ist Wolfgang noch lange nicht fertig. Die richtig popelige Arbeit macht er danach am und unter dem Naviplatz.

Jetzt am Abend und in der Nacht soll der Wind noch deutlich zunehmen, wie haben jetzt schon Böen mit über 41 Knoten.

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WLAN frei

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Montag 21.03.2016
44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg
Marina Veruda   Luft 12,2°  Wasser 13°

Arbeitsteilung, Wolfgang geht Brot kaufen während ich das Frühstück mache. Normalerweise würden wir ja zusammen einen Morgenspaziergang machen und Einkaufen, aber heute muss ja wieder jemand am Boot bleiben. Die Handwerker haben sich ja für heute angesagt.
Wolfgang ging gleich noch im Marinabüro vorbei und lässt sich den Code fürs Internet geben. Wie man auf die Seite mit der Webcam kommt, zeigen sie ihm auch noch, denn auf der offiziellen Seite der Marina-Homepage funktioniert es noch nicht. Da schauen wir mal, ob wir mit dem nun kostenlosen WLAN- Zugang jetzt eine bessere Internetverbindung haben.

Der Segelmacher kam als erstes, um halb zehn und bringt das Seitenteil mit dem reparierten Reißverschluss. Das kostet 100 Kuna, obwohl ich der Meinung war, dass es noch auf Garantie hätte gehen müssen. Er wurde ja wirklich nicht oft benutzt. Mal sehen wie lange der hält. Die Reißverschlüsse die der Segelmacher in unsere Kuchenbude eingenäht hat, sind deutlich schlechter als die von unserem Bimini und das hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel.

Nun warten wir noch auf Stefano und fangen deshalb auch nichts großes an. In die Stadt wollten wir auch noch. Wolfgang widmet sich deshalb der kleinen Schalttafel, die er noch anbringen möchte, denn da kann er jederzeit aufhören.

Das neue Bild, das unsere kleine Isabella extra für unser Schiff gemalt hat, haben wir natürlich aufgehängt.

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Am frühen Nachmittag bin ich dafür, dass wir Stefano doch mal anrufen sollten, was Wolfgang dann auch tut. Stefano meint er hätte noch eine wichtige Arbeit für einen nervenden Kunden, aber er kommt am Nachmittag oder morgen früh um neun, oder halb zehn. Aber er ruft vorher an. Was soll man dagegen sagen?

Naja dann gehen wir halt in die Stadt, aber vorher noch ins Volaria, damit ich mir den Abwasch spare. Das Essen heute geht so, war früher aber auch besser gewesen, das sagen wir auch der Bedienung. Die meint nur, man kann ja Salz und Pfeffer nachwürzen. Auch eine Idee. Wir fragen sie auch noch nach Vili, Nives und den anderen Bedienungen. Außer einer Kollegin ist keiner mehr da. Nives ist krank und Vili arbeitet woanders, leider haben wir vergessen zu fragen, wo. Aber das machen wir noch. Das alles seit dem Besitzerwechsel. Der neue Chef soll aber in Ordnung sein. Mal sehen, das Lokal hat ja einen sehr guten Ruf geerbt.

Die  geplante Fahrt in die Stadt fällt jetzt buchstäblich ins Wasser, denn es regnet in Strömen. Wir beeilen uns um aufs Schiff zu kommen, damit wir unsere Seitenteile vom Verdeck anbauen können.

Stefano kommt natürlich heute auch nicht mehr, aber das haben wir uns schon gedacht. Nun kann Wolfgang in aller Ruhe die Schalttafel einbauen und alles mal wieder ein bisschen umklemmen.

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