Das Wetter wird besser, wir fahren heim

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Samstag 24.03.2018
44°50,61 N 013°50,57 E Log 2948,4 0sm
Marina Veruda Luft 11° Betr. Std. 477,0 Steg

Die Gefangenschaft in der Marina ist leider nicht zustande gekommen. Bereits heute Morgen war das Gitter schon wieder beiseite geschafft worden. Der Teer war inzwischen befahrbar.
Wir für unseren Teil, treten den Tag recht entspannt an. Ein bisschen Aufräumen, ein bisschen schauen und am Abend essen gehen. Davon aber nicht nur ein bisschen. Die Portionen waren so üppig, dass sogar wir als gute Esser, einen Teil zurückgehen lassen mussten. Zum Abschluss gab es noch einen šljivovica gratis in einem Whiskyglas. Na dann prost. Das Essen war auch sehr lecker. Das Volaria muss einen neuen Koch haben.

Um den ruhigen Tag ausklingen zu lassen, drehen wir in der Marina noch eine Runde und denken mit Wehmut an die morgige Heimreise.

 

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Straße geschlossen

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Freitag 23.03.2018
44°50,61 N 013°50,57 E Log 2948,4 0sm
Marina Veruda Luft 9° Betr. Std. 477,0 Steg

Nach dem arbeitsreichen Tag gestern, lassen wir es heute etwas ruhiger angehen.

Am Mittag statten wir Wasi nochmal einen Besuch ab, um uns für die abgerissene Schraube einen Ersatz zu besorgen. Er meint: „Nur eine?“ Wir: „Ja nur eine“.

Wenn wir nun schon mal hier sind, gehen wir doch gleich weiter nach Pješčana Uvala um noch die Zigaretten zu kaufen. Danach beeilen wir uns aber, nach hause zu kommen, denn der Wind bläst jetzt tagsüber noch mehr als die anderen Tage zuvor.

Jetzt wärmen wir uns erst mal auf, bevor wir wieder loslaufen zum Duschen. Das heißt Wolfgang geht zuerst und ich halte derweilen das Boot schön warm. Wenn wir gleichzeitig gehen, schalten wir immer sicherheitshalber unseren Heizer aus.
Als er „Saubär“ wiederkommt, meint er: „Wenn du willst , kannst du gleich hier duschen gehen, die sind jetzt wieder offen. Du musst dich aber beeilen, damit du noch vorbei kannst, denn dort wird gerade die Straße geteert.

Das Duschen ist ja richtig angenehm, aber das Haare föhnen anschließend nicht. Ständig schlägt die Tür mit einem lauten Knall mal auf und dann wieder zu. Außerdem zieht es hier wie „Hechtsuppe“.
Meine Tasche lag neben dem Waschbecken und mein Handtuch hing am Haken an der Wand. Anschließend waren sie weiß von Baustaub. Es wurde noch überhaupt nichts gereinigt und nebenan können die Leute schon ins Restaurant gehen. Hoffentlich muss da niemand aufs Klo.

Ich bin jetzt wieder so einigermaßen trocken und will zurück zum Boot. Es ist natürlich so gekommen, wie wir es vorausgesehen haben. Die Teerkolonne hat gerade frisch geteert. Da ich noch nicht fliegen kann, geh ich einfach nebenan, ohne mich umzusehen vorne ins Lokal rein und hinten wieder raus, lauf noch ein Stück den neuen Gehsteig entlang und entgehe so der Gefahr, kaputte Schuhe und heiße Teerfüße zu bekommen.

Da wir sonst nichts größeres mehr anfangen wollen, packen wir einen Teil unserer sieben Sachen zusammen und verstauen sie schon mal vorab im Auto.

Gegen Abend hat jemand den Wind abgeschaltet und da die Sonne noch anwesend war, ließen wir alles stehen und liegen und gingen noch einen Spaziergang vor zum Trockendock machen. So hätten wir uns die Tage der vergangenen Woche gewünscht.

Am Anfang unserer Einbahnstraße wurde ein Absperrgitter aufgestellt, mit einem gedruckten Schild auf dem stand, dass die Straße bis auf widerruf ab dem 23.3.2018 gesperrt ist.

Das könnte bedeuten, dass wir Gefangene in der Marina sind. Auch nicht schlecht, dann bleiben wir halt über Ostern hier im Zwangsurlaub. Die Wetteraussichten sind für die kommende Woche ohne Wind mit viel Sonne vorausgesagt worden.

Am Trockendock arbeiten viele Schiffseignern selbst an ihren Booten und bereiten sie für die kommende Saison vor. Des weiteren warten auch sehr viele gelegte neue und ältere Masten auf ihre Aufstellung.

Nachdem wir wieder an Bord sind, fällt Wolfgang ein, er könnte doch noch mal etwas mit seinem neuen, größeren Teleobjektiv experimentieren und verschwindet noch mal eine Weile vom Boot.

Das Resultat kann sich sehen lassen.

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Bordtoilette

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Donnerstag 22.03.2018
44°50,61 N 013°50,57 E Log 2948,4 0sm
Marina Veruda Luft 8° Betr. Std. 477,0 Steg


Irgendwie hatten wir heute keine Lust aufzustehen. Kein Wunder es ist kalt und wie auch die Tage zuvor bläst noch immer die Bora.
Zur Zeit will nicht mal einen Hund vor die Tür, aber uns bleibt nichts anderes übrig, wenn wir auf die Toilette müssen. Jetzt ist die von uns gegenüber auch noch „wegen arbeiten gesperrt“ und wir dürfen zur nächsten laufen. Bei dem Wind könnten wir auch fast fliegen.
Wieder an Bord schmeckt der heiße Kaffee jetzt besonders gut.

Nach dem Frühstück brauchen wir nicht lange zu überlegen was wir heute machen werden, denn es steht der Toiletten Aus- und Einbau noch an.

Wolfgang montiert also erst mal unser Klo ab. Dann werden die Wasserschläuche begutachtet. Der Schlauch vom Wasserzulauf genügt unseren Ansprüchen nicht mehr so sehr, also bleibt uns nichts anderes übrig als uns warm anzuziehen und einen Spaziergang zu Wasi zu machen. Der hat in seinem Laden aber keinen Schlauch mit 19 mm Durchmesser sondern nur mit 20 mm. Er meint aber, der passt und es gibt keinen anderen. Also gut, dann nehmen wir halt den.

Wir bezahlen und kämpfen bei strahlendem Sonnenschein wieder gegen den Wind an.

Zu hause baut Wolfgang gleich den Schlauch ein und ich befreie die Schlauchschellen, die Beilagscheiben und die Schrauben vom Rost.
Als Wolfgang anschließend den Abwasserschlauch montieren will, meint er:“ da geht aber nicht mehr sehr viel durch, da sind genauso dicke Ablagerungen dran, wie damals in unserem Abwassertank“.

Den wollten wir dann natürlich auch austauschen, doch wo gehen wir jetzt hin? Wasi hat seinen Laden schon geschlossen. Der Baumarkt in Pula könnte so einen haben. Also fahren wir los.
Der Baumarkt hat so viele verschiedene Schläuche nur unseren nicht und dabei waren wir so sicher, ihn hier zu bekommen. Wohin jetzt? Vielleicht hat ja Peem der Handwerkermarkt so einen. Dort erwartet uns das gleiche wie im Baumarkt, alles mögliche an Schläuchen aber das Richtige ist wieder nicht dabei.

Es wird immer später und wir haben noch immer keinen Schlauch. Wir überlegen fieberhaft, dann fällt mir ein, vielleicht hat ja der kleine Laden in dem Andraŝ von unserer kleinen Werft immer einkauft so einen Schlauch. Wolfgang meint das könnte sein, hoffentlich hat der Laden noch offen. Wo war jetzt der kleine Laden? Nach unserer Erinnerung hatten wir ihn dann doch gleich gefunden. Und, er hatte noch offen und einen geeigneten Schlauch hatte er auch. Er hatte jetzt zwar nicht die gehobene Qualität wie unsere Alter, ist aber auch für Abwasser und natürlich auch günstiger.
Jetzt müssen wir aber schauen dass wir in die Gänge kommen. Es wird schon wieder spät und unsere Toilette steht noch immer im Salon.

Für den Ausbau des Abwasserschlauches muss Wolfgang wieder die halbe Backskiste ausräumen. Danach arbeiten wir wieder Hand in Hand. Wolfgang schiebt den Schlauch in der Backskiste vor zum Badezimmer und ich ziehe den alten Schlauch dann heraus.

Auf einmal meint er.“ Deine Vögel zwitschern da außen, die sind dir bestimmt gefolgt, weil sie Futter wollen“. Ich geh nach oben und sehe nach. Auf den gegenüberliegenden Yachten von unserem Steg ist ein ganzer Schwarm Vögel gelandet, könnten Seeschwalben sein. Man kann es nicht genau erkennen, weil es bereits dunkel wird. Die Vögelchen sitzen am Steuer, auf der Gangway, der Reling, oder wo sie halt Platz und vor allem Schutz vor dem Wind finden. Manche sind sogar unter die Persenning geschlüpft.
Könnten Ankömmlinge aus dem Süden sein.

So, wir konzentrieren uns wieder auf unser Projekt. Das mit den Schläuchen ist jetzt erledigt, jetzt räumen wir die Backskiste wieder ein und Wolfgang befestigt das WC. Die alten Löcher passten exakt für unser neues Klo. Ein Dank an die Fa. Jabsco, die ihre Toiletten baugleich herstellt, auch nach Jahren noch.

Die letzte der vier Schrauben reißt natürlich ab, also Klo wieder abschrauben, mit der Zange den Schraubenstumpf entfernen und dann das Ganze nochmal.

Nachdem nun alles montiert ist, putze ich noch das Bad und denke, was ist denn jetzt noch, wo kommt denn das Wasser her? Am Fuß der Toilette sickert Wasser durch. Wolfgang sieht nach und behebt das Dilemma mit einer etwas größeren Schlauchschelle am Wasserschlauch.

Alt                                                                          Neu

Später weiht er das gute Stück dann ein und meint:“Die größere Kloschüssel ist doch viel bequemer“, und freut sich.

In der Nacht könnte es so richtig kalt werden. Der Himmel ist heute wolkenlos und voller Sterne.
Die Bora bläst immer noch kräftig, wie auch die anderen Nächte zuvor.

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Der Schmutz-Herd

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Mittwoch 21.03.2018
44°50,61 N 013°50,57 E Log 2948,4 0sm
Marina Veruda Luft 8° Betr. Std. 477,0 Steg

Also, die Bora hatte in der Nacht bis zu Windstärke 9 und raubte mir dadurch den Schlaf. Den Käpten beeindrucke sie nur wenig. Er war im Gegensatz zu mir heute morgen gut ausgeschlafen.
Er mahlte heute auch wieder bereitwillig unseren Kaffee. Den Mahlgrad hat er noch um zwei Stufen verändert und schon schmeckt unser Kaffee ganz anders als gestern. Viel besser.
Gut gefrühstückt werden sicher auch die Arbeiter haben, die in der Nähe unseres Steges dick eingepackt, bei kaltem Wind die Straße teeren müssen. Vorerst kommt aber nur eine dünne Schicht grober Teer drauf. Das sollte es für heute gewesen sein.

Wir sind im warmen unter Deck und widmen uns unserem Herd und seinem Gasanschluss. Dazu baut Wolfgang zuerst den Herd aus und stellt in auf den Tisch, damit ich ihn schön putzen kann. Keine schöne Arbeit.
Nicht dass er schmutzig vom Kochen wäre, naja, hinter dem Herd ist schon mal was heruntergelaufen wo man nicht so einfach hinkommt, aber die dringlichsten Teile sind die, die nicht aus Edelstahl bestehen und der Korrosion durch die salzige Seeluft ausgesetzt sind. Ich rücke dem Ganzen mit Chrompaste und Bootsreiniger zu Leibe. Ein paar Fingernägel werden auch noch geopfert, aber hinterher hat es sich allemal gelohnt. Wie neu sieht der Herd zwar nicht aus, aber fast, er kann sich durchaus wieder sehen lassen.

Wolfgang schließt derweil den neuen Gasschlauch an. Da der Alte inzwischen 6 Jahre alt ist und getauscht werden muss.
Dann baut er den sauberen Herd wieder ein und geht nach oben an Deck um eine Dichtheitsprüfung vorzunehmen.
Mist, der Druck fällt ab. Jetzt heißt es prüfen, wo die undichte Stelle ist.
Dazu wird mal in der Backskiste an der Leitung gedreht, dann in der Pantry und außen am Gaskasten. Dazwischen wieder eine Dichtheitsprüfung gemacht und noch eine und noch eine.
Das gibt es nicht, wo steckt nur diese dumme undichte Stelle? Der Druckverlust ist zwar nur sehr gering, aber wir wollen, dass es ganz genau passt.
Bis wir dann dahinter kommen, dass es an unserer Kommunikation gelegen hat.
Ich sollte immer mit dem Schraubenschlüssel im Gaskasten an dem Schlauchstück dagegen halten, während er in der Backskiste den Anschluss festzieht. Nur die Richtung, hatten wir nicht so ganz geklärt. Jetzt nachdem die Drehrichtung zum Festhalten der Mutter geklärt war, wurde auch unsere Anlage dicht. Ist doch schön wenn man miteinander spricht.

Wieder ist eine Arbeit getan und ein Tag vorbei. Heute hatten wir sogar Sonnenschein und der Wind hatte zeitweise nachgelassen. Betonung auf hatte, denn er baut sich bereits schon wieder kräftig auf.

 

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Handgemahlen

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Dienstag 20.03.2018
44°50,61 N 013°50,57 E Log 2948,4 0sm
Marina Veruda Luft 7° Betr. Std. 477,0 Steg

Die Sonne mag uns noch immer nicht, sie hat sich hinter einem Himmel voller Wolken versteckt. Was uns aber nicht daran hindert, ins Marinabüro zu gehen um Geld loszuwerden.
Hier auf dem Gelände ist noch sehr viel zu tun. Eigentlich sollten die Arbeiten Anfang März beendet sein. Die neuen Leitungen sind zwar verlegt, aber die gesamte Straße muss noch geteert werden. An allen Ecken wird gearbeitet und überall stehen Autos und Maschinen dafür bereit.


Eine kleine Neuerung gibt es auch. Wirkt fast ein bisschen wie ein Spielplatz, ist aber anscheinend ein Platz der Begegnung. Auf den Metallgerüsten fehlt noch das Holz für die Sitzgelegenheiten.

In der Rezeption vermissen wir jetzt Mario, der ist seit Dezember in seinem wohlverdienten Ruhestand. Dafür ist jetzt eine neue, sehr junge Kollegin vor Ort, die noch viel lernen muss, sagt ein anderer Kollege mit freundlich lächelndem Gesicht. Wir haben es auch nicht so eilig und die junge Frau kann sich ganz genau erklären lassen, wie man unser Anliegen verwaltet.
Da wir unseren Liegeplatz wieder für ein Jahr bezahlen, bekommen wir 5% Treue-Rabatt.

Wieder zurück auf dem Schiff, gibt es gleich Frühstück. Doch zuerst werden wir unsere neue Comandante Kaffeemühle C40 MK3 Nitro Blade/ American Cherry erstmals in Betrieb nehmen.

Dazu opfert sich sogar der Käpten.

Vergnüglich dreht er an der Kurbel, bis sich alle Bohnen verkrümelt haben.

Es duftet herrlich nach frisch gemahlenem Kaffee. Jetzt noch Wasser aufgießen, kurz warten und dann genießen.
Irgendwie schmeckt der Kaffee aber etwas dünn.
Na klar, wir haben ja auch zu viel Milch drin und zum anderen sollten wir vielleicht den Mahlgrad doch noch etwas feiner einstellen. Ich glaube da müssen wir noch ein bisschen probieren. Ansonsten aber eine tolle Sache.

So, nach dem Frühstück geht es weiter mit dem Gaskasteneinbau.

Dummerweise war eine Leiste außen vom Kasten gerissen, die repariert Wolfgang gleich mit Gelcoat. Das muss noch ein paar Mal wiederholt werden.
Danach sitzt Wolfgang meistens in der großen Backskiste, denn dort wird die Gasleitung angeschlossen und der zum Einbau gelöste Abgasschlauch muss auch wieder befestigt werden. Das ist schon ein Gefummel in dem engen Raum. Wobei die Kiste ja relativ groß ist. Dabei wird auch gleich noch eine lockere Schraube vom Autopilot festgezogen.

Später dann, als die Flaschen im Kasten positioniert waren, muss die Anlage noch auf ihre Dichtheit geprüft werden. Anfangs wichen die Zeiger vom Prüfgerät etwas ab, aber durch Nachziehen des Anschlussstückes und nochmaligem Prüfen war alles dicht.

Morgen bekommt dann der Herd noch einen neuen Gasschlauch.

Jetzt nur noch aufräumen und unter Deck gehen.

Den ganzen Tag über war es relativ windstill, doch jetzt kommt die Bora wieder kräftig zurück, soll sich in der Nacht noch mehr aufbauen und auch den morgigen Tag noch anhalten.

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Erst mal ausgepackt

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Montag 19.03.2018
44°50,61 N 013°50,57 E Log 2948,4 0sm
Marina Veruda Luft 7° Betr. Std. 477,0 Steg

In der Nacht blies die Bora noch stärker und das hielt auch am Morgen noch an, aber die Sonne war da.
Wir nutzten die trockene Gelegenheit und holten unsere Sachen aus dem Auto, die erst mal in der Gästekabine zwischengelagert wurden. Danach gibt es ein ausgedehntes Frühstück.
Wie erwartet fängt es wieder an zu regnen, aber das macht uns jetzt nichts aus, denn wir haben ja an Bord genug zu tun, z.B. unsere Sachen zu verstauen.

Heute muss ich aber schon gut schlichten, um für den ganzen Proviant Platz zu finden.

Nein, wir haben keine Weltreise vor, das meiste haben wir schon mal vorab für den Sommer mitgebracht, wenn die Kinder wieder mit segeln gehen. Dann brauchen wir den Platz im Auto fürs Gepäck.
Nach einer Weile hat sich für jedes Vorratsglas ein Plätzchen gefunden. Alles wurde wieder fein säuberlich im Buch notiert, damit wir auch später noch wissen in welcher Ecke welches Glas zu finden ist.
Wolfgang ist inzwischen oben an Deck und baut den alten Gaskasten aus. Der ist nämlich nur für eine Flasche ausgelegt, aber wir haben zwei davon. Deshalb lagert die eine Gasflasche in einer Backskiste, was aber eigentlich nicht zulässig ist, weil sie nicht ausreichend belüftet wird.

Deswegen hat Wolfgang zuhause einen Gasflaschenschrank für zwei Flaschen konstruiert und dann nach Zeichnung angefertigt. Mal sehen ob er passt?

 

Leider noch nicht so ganz. Es muss noch ein Stückchen von der Einbauwand abgesägt werden. Einpassen, es reicht noch nicht. Immer wieder wird vorsichtig gesägt und probiert, bis es endlich passt.
Mittlerweile ist es dunkel geworden und kalt. Für heute räumen wir die Sachen erst mal weg und machen Morgen weiter, denn im Schein der Taschenlampe lässt sich nicht besonders gut arbeiten.

Unter Deck müssen wir auch erst wieder einheizen, denn da war den ganzen halben Tag der Niedergang offen, weil wir ständig irgend etwas von unten holen mussten.

Am Nachmittag hatte der Wind mit uns Mitleid und zog sich zurück, aber jetzt am Abend kommt er wieder.

Meinen alten Elektrokocher haben wir auch wieder repariert mitgebracht. Da wurde letztes Jahr mit einem großen Knall von der größeren Platte der Metallring gesprengt.
Wir hatten uns ja in der Zwischenzeit einen neuen Kocher gekauft. Der war aber lange nicht so gut wie der Alte. Also hat Wolfgang eine neue Platte gekauft und eingebaut. Jetzt habe ich unser gutes altes Stück wieder, was mich sehr freut. Die neue Platte hatte am Anfang etwas gequalmt, bis sie eingebrannt war. Aber jetzt ist alles gut.

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Kurze Anfahrt

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Sonntag 18.03.2018
44°50,61 N 013°50,57 E Log 2948,4 0sm
Marina Veruda Luft 6° Betr. Std. 477,0 Steg

Da wir beruflich in Berchtesgaden waren, haben wir natürlich gleich die Gelegenheit genutzt und sind weiter nach Kroatien gefahren, so haben wir uns die halbe Wegstrecke gespart. Das Wetter allerdings war bei unserer Ankunft nicht gerade berauschend. Viel Wind und viel Regen. Wir holen nur das nötigste aus dem Auto und verkriechen uns schnellstens unter Deck. Dort schalten wir gleich unsere Heizer ein, denn auch hier ist es sehr frisch.
In unserer Abwesenheit hatte es sogar mal 1,8° Minus unter Deck. So kalt war es noch nie, seid wir unser Schiff haben. Gut, dass wir vorgesorgt hatten.

 

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Die fliegende Schüssel

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Montag 13.11.2017
44°50,61 N   013°50,57 E     Log 2948,4   0sm
Marina Veruda    Luft ° 7,5   Betr. Std. 477,0   Steg

Wie sich doch alles so schnell ändern kann. Tagsüber war gestern noch schönstes Wetter und am Abend kam Wind. Der nahm bis zum Morgen kräftig zu und lies uns in der Nacht immer mal aufhorchen. Am Morgen baute er sich noch mehr auf.
Daher beschloss Wolfgang, eine Leine an unser stark schlackerndes Vorstag zu binden und diese am Mast zu befestigen. Sicherheitshalber startete er sein Unterfangen von der Luke unserer Koje aus.
Auch ein Kontrollgang der Marina-Angestellten ergab, dass sie bei der Xarifa die Muringleinen straffen mussten. Sonst stößt sie womöglich noch mit der kleinen Sirocco zusammen. Um wieder auf den Steg zu gelangen, mussten sich die Marineries bei dem Wind ganz schön anstrengen.
Wir verließen unser Boot vorerst nicht, tranken lieber ausgiebig Kaffee und räumten schon mal einen Teil unserer Sachen zusammen, die wir wieder mit nach hause nehmen wollen.

Der Wind lässt nicht nach, im Gegenteil, wir haben jetzt Böen bis zu Stärke 10, einmal kurz sogar Windstärke 11 und Regen gab es noch gratis dazu. Das Barometer war von 1024 hPa auf 994 hPa gefallen.
Plötzlich hört Wolfgang ein Scheppern auf dem Steg und sieht gleich nach. Die Satellitenschüssel von unseren Österreichern wurde vom Wind aus der Halterung herausgerissen und auf den Steg geblasen. Ein ganz schön scharfkantiges Geschoss. Nicht daran zu denken, wenn die Schüssel gegen eines der Boote geschleudert worden wäre. Wolfgang hat sie sicherheitshalber mal in Verwahrung genommen.

F0065-001

So, jetzt müssten wir doch mal rüber an Land, kräftig Wind und Regen sind aber immer noch da und sollen auch die nächsten Tage nicht weichen.
Also in Warteposition vor der Gangway stehen und einen günstigen Moment abwarten, wo der Wind mal etwas weniger bläst und ganz schnell rüber laufen.
Hier in der Marina ist es verständlicherweise ziemlich menschenleer, auch ins Volaria verirrt sich außer uns nur noch ein deutsches, dick eingemummeltes Ehepaar.
An die Temperaturen von Deutschland kommen wir noch nicht ganz ran, wobei der starke Wind es deutlich kälter erscheinen lässt.
Die meiste Zeit verbringen wir heute unter Deck, da ist es wenigstens gemütlich. Für Morgen hoffen wir, dass wir eine einigermaßen gute Heimfahrt haben werden, denn auch in Slowenien soll es viel Wind geben und in Österreich da schneit es. Lassen wir uns mal überraschen.

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Herbstputz

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Sonntag 12.11.2017
44°50,61 N   013°50,57 E     Log 2948,4   0sm
Marina Veruda    Luft 17° Steg

Wir haben gar nicht gewusst, dass putzen so viel Spaß machen kann. Liegt vielleicht auch daran, dass wir Nachrichten aus Deutschland gehört haben. Bei uns zuhause hat es gerade mal 3°. In Bayreuth hat es sogar geschneit und bei uns sind es stolze 17° und Sonnenschein, da muss man sich ja freuen.
Wolfgang im schönsten Sonnenschein.

F0064-002

Gegenüber auf unserem Steg, sind die Schiffe auch alle winterfest verpackt.

F0064-001

So haben wir also gut gelaunt unseren zweiten Wassertank gesäubert, den Boiler wieder leer gepustet und noch ein paar Holzteile mit Teaköl eingelassen. Zu guter letzt gab es wieder Cappuccino und Kuchen.

F0064-003

Unser Enkelkind ist auch wieder wohlauf und heute aus dem Krankenhaus entlassen worden. Alles gut, was will man mehr.

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Kanisterwasser

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Samstag 11.11.2017
44°50,61 N   013°50,57 E     Log 2948,4   0sm
Marina Veruda    Luft 16° Steg

Gestern Abend hat Wolfgang noch die Buchsen mit dem Kabel verbunden, das er schon vor längerer Zeit hinter die Schapps durchgeschoben hatte. Jetzt können wir ohne Kabelsalat auch weiter hinten im Salon alles Aufladen, was mit 12V zu laden geht.


Heute morgen war es anfänglich etwas bewölkt. Für uns nicht weiter schlimm, denn wir wollen heute morgen mal wieder den Boiler leerpusten. Anschließend die zweite Flasche Chlor in den hinteren Tank kippen und den Boiler wieder füllen, damit auch er keimfrei wird. Das Ganze lassen wir bis Morgen einwirken.
Jetzt leben wir die nächsten paar Tage mit Wasser aus dem Kanister, wie jedes Jahr.
Unseren Motor lassen wir auch ein Stückchen laufen, so dass er mal wieder durchgeölt wird und sich kein Kondenswasser bildet. Zu guter Letzt bekommt er noch ein gereinigtes Sieb, eine zusätzliche Schlauchschelle und gesäuberte Anschlussstutzen für den Seewasserfilter.
Nach getaner Arbeit, machen wir uns am Nachmittag auf, nach Verudela. Dort treibt es uns, wie auch viele Einheimische natürlich an den Strand. Bei dem sonnigen Wetter ein muss.
Nach unserem herrlichen Spaziergang, genießen wir auch heute noch einen Cappuccino an Deck und schauen unseren Franko zu, wie er gut gelaunt und mit Liebe seine gefangenen Fische schuppt und für die Küche vorbereitet.
Dann wird es auch schon wieder dunkel und etwas kühl, deshalb verkriechen wir uns in den gemütlichen Bauch von unserer Samoa.

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