Schöner September

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Freitag 01.10.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 22°  W 21°      Betr. Std. 439,5

Heute am letzten Tag müssen wir erst noch das Chlor aus den Wassertanks lassen. Dann wischt Wolfgang sie noch aus und wir müssen sagen, es ist super wenn alles fast klinisch rein ist. So gut wie keine Beläge, auch aus dem Warmwasserboiler kommen keine Ablagerungen mehr heraus. So sauber waren die Tanks wahrscheinlich noch nie. Ein gutes Gefühl, denn wir kochen ja auch mit dem Wasser. Danach mache ich noch Herbstputz unter Deck, dann sind wir fast fertig. Einen vorerst letzten Spaziergang machen wir noch mal zum Trockendock.

Beim durchlaufen entdecken wir die Onze von unseren Schweizern. Möglicherweise waren sie hier als wir noch draußen waren, um sie auch an Land zu stellen. Schade, wir hätten sie gerne getroffen. Ansonsten stehen noch ein paar Boote mehr zum Verkauf an.
Aber wir brauchen ja keins, wir haben ja unsere gemütliche Samoa.
Zurück am Schiff trinken wir bei herrlichsten Sonnenschein noch ein Bier und relaxen in der Sonne.

Als wir ins Volaria zum essen gehen, sind unsere drei slowenischen Nachbarn auch hier eingetroffen.
Dort sehen wir den Wetterbericht für die nächsten Tage. Es soll Yugo mit ordentlichen Böen geben, dazu Regen und eventuell Gewitter.
Da hatten wir richtig Glück mit unserem Wetter. Es war ein wunderschöner September und ganz ohne Stress und Hektik, doch leider ist alles mal wieder viel zu schnell vergangen. Wir werden unsere Samoa über den Winter bestimmt vermissen.

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Neue Nachbarn

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Freitag 30.09.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 22°  W 21°      Betr. Std. 439,5

Morgens ist jetzt alles klatsch nass oben an Deck und es ist fast Mittag bis es wieder trocken ist. Uns macht das erst mal nichts aus, denn wir haben unter Deck zu tun. Chlor in die beiden Tanks kippen und dann das Wasser aus dem Warmwasserboiler blasen, wie jedes Jahr.
Anschließend fahren wir nach Medulin zum „ Fachgeschäft“ für Johnson Motoren. Wolfgang braucht noch ein paar Ersatzteile für unseren Außenborder, darunter einen kleinen O-Ring. Dort angekommen, wir wissen jetzt ja wo der Laden ist, dürfen wir feststellen, dass der gut deutsch sprechende Verkäufer nicht mal die einfachsten Ersatzteile auf Lager hat. Er kann alles bestellen, aber es dauert eine Woche, bis die Teile hier sind, wie beim letzten Mal. Wir sollen es doch mal in Veruda versuchen, die haben einen großen Service.
Dieser Service ist schräg gegenüber von unserem Steg und wir glauben ja dass sie nichts haben, weil sie ja auch keine Johnson Außenborder führen, aber Wolfgang versucht trotzdem mal sei Glück. Wie schon vermutet, kein Glück. Also bestellen wir zuhause im Internet. Jetzt muss der Johnson halt erst mal warten.

Zwölf Uhr ist jetzt auch durch und wir können von Christina unsere Wäsche abholen.
Danach werden die Winter- und Springleinen angebracht und neue Nachbarn kennengelernt. Uli und Sonja sind deutsche aus dem schwäbischen Raum. Sie sind schon seit zwanzig Jahren hier. Ihr kleines Motorboot, war bei ihrer Ankunft einfach weg und an unseren Steg verlegt worden. An Steg 11 liegen jetzt zwei große Schiffe, dafür mussten die kleinen halt weichen. Jedenfalls haben wir uns lange und ausgiebig miteinander unterhalten. Demnächst wird ihr Schiffchen über den Winter an Land gestellt wie unserem Willi seine Segelyacht, die ist heute morgen ans Trockendock gestellt worden.

Bei unserer Brotzeit haben wir uns überlegt wie wir hier weiter verfahren wollen, denn ab Sonntag soll es regnen. Da wir mit unseren Arbeiten ziemlich durch sind, könnten wir schon am Sonntag nach hause fahren. Hoffentlich fahren dann nicht alle Franken gleichzeitig los, die hier in der Marina sind. Überhaupt haben wir das ganze Jahr über nicht so viele Deutsche hier gesehen wie im Moment.
Alle putzen und motten ein. Auch an den beiden Kränen wird seit dem frühen morgen ein Schiff nach dem anderen herausgehoben, wie am Fließband.

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Das Wochenende und das schöne Wetter bieten sich dafür an.
Zwischendrin fährt mal ein Schwimmsteg als Transporter vorbei.

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Wir fahren nicht, sondern spazieren los und wollen noch ein Eis kaufen.
Unterwegs entdecke ich ein Schiff für Hochseesportangeln.

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Da muss man sich aber gut orientieren um bei den vielen Rutenhaltern nicht den Überblick zu verlieren.
Ja und zu unserem Eis kam unverhofft vorher noch ein Steak und eine Pizza dazu.
Durch den verlängerten Aufenthalt im Škuža, fröstelten wir ein bisschen auf dem Nachhauseweg.

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Zurück in Veruda

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Donnerstag 29.09.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2595,2      3 sm Steg
Marina Veruda  Luft 22°  W 21°      Betr. Std. 439,5


So langsam wird es frisch, auch das Wasser, es hat heute morgen nur noch 20°. Wir wollen die Saison mit einem letzten Bad im Meer beenden. Es fühlte sich angenehmer an als zuerst geglaubt, darum durfte es auch ein bisschen länger sein. Als wir aus dem Wasser kamen, hatte sich die Wassertemperatur auf 20,4° erhöht. So erhitzt waren wir doch gar nicht.
Beim Frühstück ertönt plötzlich Fluglärm, über unseren Köpfen flogen fünf Flugzeuge in Formation.

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Wir packen unsere Sachen zusammen und fahren aus der Bucht und überlassen sie jetzt den Einheimischen.

Nach kurzer Zeit waren wir wieder in der Marina Veruda. Dort gaben wir schnell unsere Bordwäsche zu Christina zum waschen. Da haben wir Glück gehabt, denn Morgen hat sie für dieses Jahr den letzten Tag geöffnet.
Anschließend war Boot schrubben angesagt. Log säubern und viele andere Kleinigkeiten.
Am Nachmittag als am Boot wieder alles trocken war, haben wir unsere Genua vom Vorstag genommen, sie grob am Schiff zusammengelegt, dann auf die Straße geschleppt,  dort ordentlich zusammengefaltet, in den dafür vorgesehenen Segelsack gesteckt und verräumt. Man war das eine Aktion.
Weitere Sachen verstauen und dann duschen gehen. Schnell war auch dieser Tag wieder vorbei.

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Das umstürzende Fischerboot

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Mittwoch 28.09.2016
44°49,18 N  013°52,00  E     Log 2592,3    5 sm   Ankern  4,5m Schlamm
Festland, Bucht Banjole     Luft 22°  W 20°      Betr. Std. 438,6 

Gestern Abend kam dann noch so ein kleiner Fischer direkt auf uns zu, als wollte er uns rammen. Ich schrie:“ Wolfgang, wir haben gleich eine Kollision, schnell komm rauf“. Er kam und sagte nur,: Das hat er letztens auch gemacht, wir haben nur noch kein Ankerlicht, ich schalt es ein“. Der Fischer drehte ab und machte das gleiche Spielchen mit einer der beiden anderen Segelyachten, die auch noch kein Licht an hatten.
Später bitte ich den Käpten, meine Schüssel mit den organischen Stoffen, sprich Salatabfall ins Meer zu entleeren. Was macht er, er wirft die Schüssel hinterher. Jetzt hatten wir ein durcheinander. Leuchte holen und Schüssel beim treiben beobachten, gleichzeitig unseren neu erworbenen Kescher aus der Backskiste kramen, zusammenstecken, den Motor laufen lassen und etwas rückwärts fahren, soweit es die Ankerkette erlaubt. Die Schüssel ist in greifbarer Nähe, leider ist der Käpten mit dem Kescher noch nicht so geübt, die Schüssel ist wieder weg getrieben und es waren nur Zwiebelschalen im Netz. Ein erneuter Versuch, in der Dunkelheit gar nicht so einfach. Wo ist jetzt die Schüssel, ok. gesichtet, Boot etwas rückwärts fahren, Kescher tief ins Wasser tauchen und Schüssel aufnehmen. Diesmal hat es geklappt.

Man haben wir hinterher gelacht. Das Spezialgebiet vom Käpten ist anscheinend Sachen über Bord zu werfen. Bis jetzt konnten wir ja immer alles wieder auffischen.

Heute morgen konnten wir dann den Schaden an dem maroden Gebäude gut sehen.

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Direkt über der links stehenden Säule ist ein großer Teil vom Sturz, bis über die Mitte hinaus einfach runter gefallen. Auch heute scheint es keinen zu interessieren.

Zu interessieren scheint die Wasserqualität, vermutlich sind es Biologen die gerade eine Probe davon nehmen. Ihr Boot, mit der Aufschrift „Meeresschule“ steht am Anfang der Bucht.

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Das Meer funkelt im Sonnenschein, als wären hier tausende von Sternen aber es ist etwas kühler geworden.

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Wir brechen im strahlenden Sonnenschein auf und setzen noch in der Bucht unsere Segel, das hatten wir auch noch nicht gemacht. Außerhalb der Bucht ging ganz schön die Post ab. Mit fünf bis sieben Knoten Fahrt, in voller Schräglage zischen wir dahin. Nach nur einer Stunde sind wir in der Bucht Banjole. Hier ist es wie ausgestorben, keine Touristen mehr hier. Das Hotel und die Läden drum herum haben bereits geschlossen. Es wird Herbst.

In der kleinen Werft von Andraš gibt es noch immer viel zu tun. Nebenan am Steg wird gerade ein Boot in Schlepptau genommen und auf die andere Seite zur Mole gezogen, wo sonst immer die Fischerboote liegen.

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Dort wartet bereits ein Autokran um es aus dem Wasser zu heben und auf den danebenstehenden Trailer zu stellen.

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Wolfgang zerlegt inzwischen mal wieder unseren Johnson.

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Der Schalthebel war fest. Um an die Schaltwelle ran zukommen musste Wolfgang den Kraftkopf vom Schaft trennen.

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Ich wusste gar nicht, dass unser Johnson einen Kraftkopf hat.

Plötzlich ein fürchterliches Gerumpel. Am Ufer ist ein kleines Fischerboot vom Slip gerutscht.

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Ein Mann krümmt sich, hoffentlich hat er sich nicht zu sehr verletzt. Mit vereinten Kräften schaffen es ein paar Männer in kurzer Zeit, das Böötchen wieder auf den Slipwagen zu wuchten.

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Als es dämmerig wird fahren die Fischer raus aufs Meer und wir gehen noch mal eine Runde schwimmen.

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Einstürzende Altbauten

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Dienstag 27.09.2016
44°51,56 N  013°49,12 E     Log 2587,3  17,98 sm   Ankern  9m Sand
Festland, Bucht Stoja   Luft 24°  W 20,8°      Betr. Std. 438,2 

Heute morgen, als ich um 5.30 Uhr aufgewacht bin, gefiel mir das Wetter überhaupt nicht. Der Himmel voller Wolken und Wind, da bin ich gleich noch mal in meine Koje. Um 8:00 Uhr sah es nicht besser aus, kalt war es aber nicht. Unser Frühstück nahmen wir im Cockpit ein und ließen die Bucht auf uns wirken. Am Ufer sahen wir nur ein paar Jogger, die anderen Hotelgäste ließen auch noch auf sich warten. Auch auf dem Meer weit und breit kein Schiff zu sehen, außer zwei großen Fischerbooten, die brachten ihren Fang nach hause. Dann kam ein kleines Schlauchboot in die Bucht gefahren an dem hing vorne am Bug unter Wasser ein Taucher dran. So fuhren sie quer durch die Bucht, als suchten sie etwas am Meeresgrund. Nach einer Runde verließen sie wieder die Bucht. Seltsam, seltsam.
Der Kassierer für die Boje wollte gestern und auch heute morgen kein Geld mehr von uns.
Wir warteten noch eine Weile und machten uns dann Startklar. Vom Wetterbericht her, sprach nichts dagegen.
Erst wollten wir wieder in die nahegelegene Bucht Sv. Pavao, aber bei dem Wind so glaubten wir, segeln wir gleich weiter nach Stoja.
Diesmal fuhren wir an dem südlichen Teil von Sv. Andrija vorbei. Hier steht ein leeres idyllisch gelegenes Haus, früher war es mal ein Restaurant.

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Wir haben bereits Segel gesetzt und können jetzt von der anderen Seite auf die rote Insel schauen (Woher der Name stammt, wissen wir nicht).

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Kurze Zeit kommen wir gut voran, dann war auf einmal der Wind weg. Geduldig schaukeln wir so zwei Stunden in der Gegend herum um nicht wirklich vorwärts zukommen. All die anderen Schiffe denen wir jetzt begegnen, haben den Motor an. Der Käpten meint wenn in einer halben Stunde noch immer kein Wind da ist, dann motoren wir doch nach Sv.Pavao. Das wollten dir dann auch tun und haben schon gewendet, als ich sehe, dass weiter draußen am Meer die Schiffe fast alle Segel gesetzt haben und auch vorwärts kommen. Wir wenden erneut und steuern kerzengerade Richtung Westen und bekommen auch gute Fahrt. Nach einer Weile fährt mit einem Affenzahn ein voll besetztes Tauchboot an uns vorüber.

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Plötzlich sehe ich weiter weg von uns einen Delfin. Es dauert nicht lange und ich erspähe noch einen auf der anderen Seite. Zwischendrin grüßt uns ein allein segelnder „alter Schwede“.

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Dann taucht noch ein einzelner Delfin auf. Was für eine Freude.

Jetzt sind wir schon sehr weit westlich der Brijuni Inseln gesegelt. Da muss man nämlich viel Abstand einhalten, wegen des Naturschutzgebietes. Nun aber machen wir eine Wende um unserem eigentlichen Ziel näher zu kommen. Verdammt, in diese Richtung haben wir fast keine Geschwindigkeit mehr. Wolfgang meint, mit Schmetterling könnte es klappen, dass wir wieder Fahrt ins Boot bekommen.

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Das haben wir dann auch gemacht.

Nun tauchen erneut zwei Delfine auf, diesmal ganz dicht an unserem Boot, dann ein paar Minuten später nochmal in der Nähe unseres Hecks. Von dem Entdecken der Delfine bis zum holen des Fotoapparates vergeht jedes mal zu viel Zeit, so dass wir nie fotografieren können, immer sind sie dann schon wieder abgetaucht.
Aber ein glücklicher Zufall ist es schon, sieben Delfinen an einem Tag zu begegnen.
Kurz vor unserem Ziel überholt uns ein Frachter, der nach Pula will.

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Entgegengesetzt kommt gerade ein anderer Frachter aus dem Hafen von Pula.

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Nach sechs Stunden segeln erreichen wir die Bucht Stoja. Auf der westlichen Seite des Campingplatzes stehen sehr schöne Häuschen für die Feriengäste bereit.

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Zwei Segler ankern bereits hier und wir gesellen uns dazu.

Auch diesmal hat sich unser Anker gut eingegraben.

Weil gerade niemand in der Nähe ist, gehe ich schnell ins Wasser um mich zu waschen, als hinter mir plötzlich mit lautem Knall ein Teil von einem Gebäude einfällt. Es scheint niemandem zu stören und keiner schaut mal nach ob unter dem Geröll ein Mensch oder ein Hund verschüttet liegt. Ja es kommt noch nicht mal jemand, um sich das mal anzusehen. Bei uns wären da aber ziemlich schnell diverse Behörden zur Stelle.
Andere Länder, andere Sitten.
Als es dunkel wurde kamen einzelne Fischer in ihren kleinen Booten und warfen ihre Netze zwischen unseren Yachten in der Bucht aus.

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Nichts Aufregendes

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Montag 26.09.2016
45°03,44 N  013°37,38 E     Log 2569,3  0 sm     Boje
Sv. Andrija  ( Crveni Otok) Luft 23°  W 23,7°      Betr. Std. 437,7 

Gestern Abend waren sie wieder da, diese Lichter auf dem offenen Meer. Dieses mal waren wir länger wach, deshalb sahen wir die Signallichter als die Schiffe näher kamen. Es sind also fischende Trawler die mit Licht die Fische anlocken.
Nur dass es so viele und es sind ja meist große Fischerboote sind, ist schon sehr verblüffend.

Weil es hier so schön ist, bleiben wir noch einen Tag länger.
Ein kleiner Fischer von außerhalb.

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Das Wasser ist heute sogar noch wärmer, deshalb lasse ich mich hinreisen und mache eine Schnorcheltour. Diesmal habe ich aber die Unterwasserkamera dabei und aufgeladen. Ich treffe viele Fischschwärme mit kleinen und ganz schön großen Fischen. Halte natürlich alles auf Bild fest. Direkt am Boot schweben mir dicht unter der Wasseroberfläche, zwei weiße durchsichtige, sich verformende Gebilde entgegen. Wenn die Sonne drauf scheint, scheint es so als hätten sie silberne Streifen. Wenn man sie an stupst verformen sie sich kurz. Was ist das? Es sieht aber nicht aus wie eine Qualle. Auch hier habe ich einige Bilder gemacht.
Später am Boot kam die große Enttäuschung, das Sonnenlicht hat für die meisten Bilder nicht ausgereicht und der Wellengang schien sein übriges dazu beigetragen zu haben. Das ärgert mich schon sehr.
Die durchsichtige Erscheinung

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Ein paar Fische.

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Am Nachmittag will dann der Käpten die Wassertiefe vor der Strandpromenade erkunden. Also begibt er sich ins Wasser und schwimmt rüber.
Das kleine dunkle aus dem Wasser ragende ist der Käpten.

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Die rechte Gestalt an der Werbetafel ebenso.

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Und hier schwimmt er wieder zurück.

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Heute ist in der Bucht noch weniger los als gestern, man merkt dass die Tourismussaison zu ende geht.
Am Abend noch ein Kurzbesuch von „Nemo“.

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Rote Insel (Hotelinsel)

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Sonntag 25.09.2016
45°03,44 N  013°37,38 E     Log 2569,3  10 sm    Ankern 5m Sand und Boje
Sv. Andrija  ( Crveni Otok) Luft 22,4°  W 22,9°      Betr. Std. 437,7 

Gestern als es schon stockdunkel war, platschte es ständig ganz dicht um unser Boot. Doch wir konnten niemanden und nichts ausmachen. Es hörte nicht auf, schnell holte Wolfgang die Tauchtaschenlampe mit der man weit und sehr gut sehen kann. Wir trauten unseren Augen nicht, es waren Fische. Sie schossen aus dem Wasser tauchten ab, schossen wieder aus dem Wasser, tauchten wieder ab und das ein paar mal, als würde man einen Stein flach auf´s Wasser werfen der immer wieder auf der Wasseroberfläche abprallt, bevor er versinkt. Als sie angeleuchtet wurden, hörte das Spielchen eine Weile auf, bevor sie wieder von neuem anfingen. Das war lustig die Fische so hüpfen zu sehen.
Das nächste Spektakel, waren viele helle Stellen am dunklen Horizont. Soweit wir blicken konnten, von steuerbord bis backbord und das war sehr weit, waren diese hellen Erscheinungen wie Perlen aufgereiht zu sehen. Erst dachten wir dass Boote in unsere Richtung fahren würden. Doch auch nach langer Zeit veränderte sich nichts an dieser Sicht. Dann schaute Wolfgang mal auf unser Radar. Überall wo diese hellen Stellen beziehungsweise Lichter sind, ortet er in weiter Ferne Schiffe. Die weitesten die er orten kann sind über 20 sm entfernt. Wahrscheinlich sind diese seltsamen Lichter große Fischerboote, die weit draußen ihre Netze ausbringen.

Wir genießen heute Morgen in aller Ruhe unser Frühstück im Cockpit und überlegen was wir denn heute so machen könnten. Plötzlich fängt es an, auf dem Wasser sehr laut zu rascheln. Es sieht aus, als ob das Wasser sprudelt, doch bei genauem Hinsehen sind es Fischschwärme die alle gleichzeitig aus dem Wasser springen. Anscheinend haben die Fische gestern Abend nur geübt, um bei diesem Mannschaftssport fit zu sein.
Vielleicht ist ja hier das Wasser nicht gut, wenn die Fisch schon an die Luft wollen, deshalb meint Wolfgang, wir könnten doch noch ein Stücken weiter nördlich zur Insel Sv.Andrija fahren. Das machen wir auch.
Unterwegs treffen wir vor einer kleinen Insel ein scheinbar herrenloses Boot. Unsere wachsamen Augen suchen das Meer rund um das Boot ab. Plötzlich sehen wir auf beiden Seiten des Bootes, aber ziemlich weit davon entfernt immer einmal schwarze Köpfe auftauchen. Es sind zwei Taucher im schwarzen Neoprenanzug. Soweit ohne Tauchboje vom Schiff entfernt zu tauchen kann ganz schön gefährlich werden.

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Hier segelt die Angie an uns vorbei, ein sehr gut mit Energie ausgestattetes Schiff.

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Nach leichtem Wind und ein paar mal kreuzen, fahren wir an dem kleinen Inselchen Sv. Ivan mit dem daneben stehenden Leuchtturm vorbei.

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Jetzt ist es nicht mehr weit nach Sv Andrija.

Als wir dort ankommen erwartet uns eine schöne Bucht, nicht sehr groß und schon ziemlich belegt. Es sind sogar drei Bojen vorhanden. Langsam fährt Wolfgang zwischen den ankernden und an Bojen hängenden Schiffen durch, um die Lage zu checken. Für uns zu wenig Abstand zwischen den Schiffen, deshalb ankern wir ein bisschen weiter vorne. Ist auch nicht schlecht, rund um uns schön Platz.

Teilweise ist hier Felsengrund, doch ich habe den Anker gut geworfen und eine sandige Stelle getroffen. Er hat sich auch wieder gut eingegraben.

Es ist wirklich schön hier und das Wasser hat fast 23°, wie im Hochsommer.

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Sv. Andrija ist mit einem Verbindungsdamm mit der kleinen namenlosen FKK Insel verbunden. Auf der Insel stehen zwei Hotels und alles was zu einem erholsamen Badeurlaub gewünscht wird. Alles sehr schön hergerichtet, sogar einen Feuerlöscher zur Sicherheit hat man an einen Rundweg aufgestellt.

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Am Nachmittag schippert dann ein Mann im Schlauchboot von einem Schiff zum anderen. Wir vermuten schon was kommt. Wir müssen Ankergebühr bezahlen, zwar nicht besonders viel 5,5 Kuna pro Meter, die Schiffe die an der Boje liegen, müssen 8 Kuna pro Meter bezahlen. Wir dürfen aber für den Ankerpreis an die Boje nebenan, denn er will jetzt das kleine Schiff wegschicken, damit wir hin können. Er meint, die sind sowieso aus Rovinj und bleiben eh nicht über Nacht. Das tut uns jetzt von Herzen leid, denn wir haben ja gut geankert.
So die Boje ist jetzt frei, was sollen wir tun. Wir warten eine Weile ob vielleicht eins von den dicht vorbeifahrenden Schiffen sie haben will. Fehlanzeige, also machen wir uns doch bereit und verlegen an die Boje.
Als es Abend wird verlassen fast alle Schiffe die Bucht, außer uns und einem Slowenischen Segler, der hat sich getraut im nur zwei Meter tiefen Wasser an einer kleinen Mole festzumachen. Plötzlich ist viel Platz.

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Auch auf der anderen Seite vom Damm ist alles leer geworden.

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Vorbei an Brijuni

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Samstag 24.09.2016
45°01,30 N  013°42,47 E     Log 2559,5  15,7 sm    Ankern 5m Sand
Festland, Bucht Sv. Pavao Luft 24°  W 22°      Betr. Std. 437,2 

Bevor wir losfahren noch ein paar Bilder von Stoja.

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Dieses Gebäude hat auch schon bessere Tage gesehen. Ob das früher mal ein Badeort war und die vielen kleinen Kabinen zum Umziehen gedacht waren?

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Wolfgang hat vom Wasser aus, mal wieder ein aktuelles Foto von unserer Samoa gemacht.

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Heute soll es noch ein Stückchen weiter in den Norden gehen.
Ganz schön viel los heute auf dem Wasser.

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Nach Pula kommen wir zu den Brijuni-Inseln. Der größte Teil ist Naturschutzgebiet und darf nur von Ausflugsbooten befahren werden. Die beiden Anlege, beziehungsweise Ankermöglichkeiten in Briujni und der Bucht Mikula auf Mali Bijun erscheinen uns preislich nicht ganz angemessen, deshalb belassen wir es dabei und segeln nur vorbei. Aus der Entfernung sieht alles sehr gepflegt aus.

Beim Segeln geht es heute ziemlich zügig voran, nur der Wind weiß nicht so recht was er will, dauernd wechselt er seine Richtung. Was für mich viel Arbeit bedeutet. Wenden, wenden und nochmal wenden.

Letztendlich kommen wir bei Wind in der heute morgen ausgewählten Bucht an. Diese ist sehr schön, aber leider ist unendlich viel Wasser als Badebereich abgeteilt worden und für unseren Geschmack bei dem Wind und Welle nicht der optimale Ankerplatz. Deshalb wird kurz entschlossen eine Bucht weitergefahren. Sv. Pavao ist eine sehr großzügige Bucht und wir finden trotz des Windes eine gute Ankermöglichkeit. Auch hier ist so ziemlich das ganze Areal Campingplatz, sieht aber recht gemütlich aus.

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Auf nur 5m Wassertiefe vergräbt sich unser Anker im Sand, was der Käpten später kontrolliert hat.
Wassertemperatur 21,7°. Die 0,3° die wir gestern mehr hatten merke ich sehr deutlich und belasse meinen Badespaß mit einmal um das Boot schwimmen.

Gegen Abend lässt der Wind merklich nach.

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Delfine in der Bucht

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Freitag 23.09.2016
44°51,58 N  013°49,11 E     Log 2543,8  4,2 sm    Ankern 10m Sand
Festland, Bucht Stoja Luft 23°  W 22°      Betr. Std. 436,4   

Unser Vorhaben, südlicher in eine Bucht und dann weiter über den Kvarner, haben wir verworfen. Denn die Nächte werden jetzt doch schon merklich kühler und wir haben schon ein paar mal unser Heizöfelchen angemacht. Mit Landstrom überhaupt kein Problem, aber draußen auf dem Wasser müssen wir mit dem Strom haushalten.

Aber rausfahren wollten wir trotzdem noch mal, denn das Wetter ist herrlich. Deshalb haben wir uns entschlossen, nicht sehr weit, eigentlich nur um die Ecke in die Bucht Stoja zu fahren, in der wir noch nie gewesen waren, weil sie zu nahe an unserem Hafen ist.
Da wollen wir für eine Nacht bleiben und testen wie wir mit dem Klima zurechtkommen und gegen die eventuell zu erwartenden starken Böen sollten wir auch geschützt sein.
Sollte es so kalt sein, dass wir die ganze Nacht kuscheln müssten um schlafen zu können, werden wir für die restlichen Tage immer nur Tagesausflüge machen und am Abend zu unserem Steg zurückkehren. Da gibt es dann wieder Heizung.
Stress machen wir uns keinen, deshalb fahren wir noch mal zum einkaufen.

Dann ergänzen wir noch unseren Wasservorrat. Das möchte ich immer so haben, das beruhigt meine Nerven und dann kann es losgehen.

Da die Bucht recht schnell erreicht wäre, segeln wir einfach vorab ein Stückchen weiter, wäre ja auch zu schade zu bald anzukommen bei diesem traumhaften Wetter.

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So könnten wir bis ans Ende der Welt segeln.
Am frühen Nachmittag steuern wir dann doch die Bucht an.
Es ist eine riesige Badebucht. Auf der westlichen Seite erstreckt sich gut hinter Bäumen versteckt ein Campingplatz. Auf der östlichen Seite, ist eine Straße und viele kleine Häuser und kleine „Schrebergärten“ die zu Pula gehören. An der gesamten Länge hat man die Möglichkeit über Treppen ans Ufer zu gelangen und sich ein Plätzchen zum Sonnenbaden zu suchen. Und im südöstlichen Bereich sind Hotels angesiedelt.
Jetzt, ende September sind nicht mehr viele Touristen hier, aber viele Einheimische nutzen nach der Arbeit noch mal die Gelegenheit für ein kurzes Bad im Meer. Auch viele ältere Menschen nutzen noch das schöne Wetter am Strand.
Wolfgang geht natürlich gleich Anker suchen. Ob ich ins Wasser gehe weiß ich noch nicht. 22° sind doch schon ein bisschen frisch. Der Fußwassertest hat mich dann doch überzeugt baden zu gehen. Bin ich froh dass ich rein bin, denn das Wasser ist überragend.
Nun kommt das kulinarische, Wolfgang schürt den Grill an.

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Danach einfach nur im Cockpit sitzen und die Seele baumeln lassen. Die Menschen scheinen hier mehr Zeit zu haben als zuhause. Ältere sitzen auf Bänken und unterhalten sich und die Jungen sprechen auch noch normal miteinander, also quasi analog. Das sind alles keine Touristen sondern Einheimische.
Es gibt einfach rund um uns herum viel zu sehen.
Was für ein schöner gelungener Tag.

Die Krönung kam aber erst noch als ich mir mit dem Fernglas das Ufer ansah. Die Sonne war schon fast versunken, da war es, als würde dicht unter der Wasseroberfläche irgend etwas geschoben. Dann plötzlich tauchten zwei Delfine auf. Sie waren nicht weit von unserm Boot entfernt. So weit hinten in einer Bucht sind sie wohl eher selten zu finden.
Bis wir unseren Fotoapparat zur Hand hatten, waren die Glücksbringer schon wieder auf den Weg zum offen Meer.

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Gefreut haben wir uns trotzdem.

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Durchblick

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Donnerstag 22.09.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2539,6  3,9 sm     Steg
Marina Veruda  Luft 23°  W 22,5°      Betr. Std. 435,4   

Jetzt sind wir schon fast eine Woche hier und unserem Josef seine ANKA liegt immer noch am Steg vor uns. Kurz nach 8:00 Uhr sehe ich das erste mal dass Leute vom Service kommen. Sie springen, um nicht zu sagen trampeln auf das Boot, starten den Motor und geben kräftig Gas. Dann läuft er eine Weile. Was die Leute vom Service weiter machen wissen wir nicht, nur soviel dass sie nach etwa einer Stunde wieder weg waren. Bleibt nur zu hoffen dass sie endlich den Fehler gefunden haben.

Bei uns macht sich Wolfgang gleich nach dem Frühstück auf zum Service und besorgt einen Impeller. Ohne ihn können wir morgen nicht losfahren. Nachdem er ihn eingebaut hat, wird der Motor kurz zum Test gestartet, alles bestens, der schnurrt wie ein Kätzchen.
Dann darf Wolfgang in meiner Pantry ein rundes Loch eckig feilen für meine Ölflasche.
Wir haben vier schmale Fächer für Weinflaschen, die keiner braucht, aber meine eckige Ölflasche passt nirgends rein.
Ich bin ja auch nicht untätig und reinige einstweilen den Loggeber vom Schiff. Bis dann alles wieder gesäubert ist dauert es auch wieder ein Weilchen.

Mittlerweile ist es Nachmittag und wie versprochen kommt unser Segelmacher und hat alles dabei. Die Vorsegelpersenning hat er nachgenächt und gleich auch noch ein paar Streifen aufgenäht, wo der Stoff von der Leine durchgescheuert war. Er meint wir sollen sie vorsichtig behandeln, denn das Material ist schon sehr zerschlissen und wird wohl nicht mehr allzulange halten.
Unser Spayhood ist top geworden, mit den neuen Scheiben, dem neuen Reißverschluss und den erneuerten Klettbändern.

Nachdem der Segelmacher weg ist, machen wir uns gleich dran, die alte Plane wieder zu entfernen und unser Sprayhood aufzubauen. Jetzt haben wir wieder den vollen Durchblick. Genial diese Aussicht nach vorne.

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Nach dem Abendessen spazieren wir mal wieder vor zum Trockendock um zu sehen ob es war interessantes zu sehen gibt.
Da stehen viele Schiffe zum Verkauf an, die kleine Isabella aber nicht.

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