{"id":187,"date":"2013-07-10T23:57:54","date_gmt":"2013-07-10T21:57:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=187"},"modified":"2015-03-06T12:53:02","modified_gmt":"2015-03-06T10:53:02","slug":"heimathafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=187","title":{"rendered":"Heimathafen"},"content":{"rendered":"<p>Mittwoch\u00a0 10. Juli 2013<\/p>\n<p>Marina Veruda\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Luft 32\u00b0 &#8211; Wasser 23\u00b0 &#8211; sehr sonnig<br \/>\n44\u00b0 50,61 N\u00a0 013\u00b0 50,57 E\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 16,7 sm\u00a0 Log 1547,6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ab 14,10 \u2013 An 17,10<\/p>\n<p>In der \u201eKaribik\u201c lag seit gestern au\u00dfer uns nur noch das kleine Segelboot aus den 50er Jahren \u00fcber Nacht vor Anker. Alle anderen Boote hatten gestern Abend\u00a0 das \u201eParadies\u201c verlassen.<\/p>\n<p>Anscheinend waren sie nur zum baden da, oder hatten Angst vorm drohenden Gewitter. Doch es gab kein Gewitter, die schwarzen Wolken wurden durch den b\u00f6igen Wind weggeblasen und wir hatten wieder einen sternhagelvollen Nachthimmel.<\/p>\n<p>In der \u201eKaribik\u201c trinkt man zwar meist Getr\u00e4nke mit Rum, da mussten wir leider etwas improvisieren, denn wir hatten nur Whisky. Der war aber auch nicht schlecht.<\/p>\n<p>Als ich erwache, hatte der K\u00e4pten schon sein Morgenbad in der \u201egro\u00dfen Badewanne\u201c\u00a0 hinter sich gebracht.<\/p>\n<p>Nun ruft er mal schnell den Segelmacher an und erkl\u00e4rt ihm unsere Situation. Wir sollen Bescheid geben wenn wir wieder in der Marina sind. Das ist ein Wort.<\/p>\n<p>Es dauert nicht lange und die ersten Boote liegen schon im t\u00fcrkisen Wasser vor Anker.<\/p>\n<p>Bei uns wird umgeplant. Wir machen uns zwar keinen Stress, aber wir werden noch heute nach Veruda fahren. Aber erst werden wir\u00a0noch mal den Kopf unter Wasser stecken. Leider k\u00f6nnen wir nicht filmen, die Batterien der Unterwasserkamera waren zwar frisch aufgeladen, aber es ging trotzdem\u00a0 nicht. Na dann muss es halt ohne Filmkamera gehen. Aber ohne noch mal einen Schnorchelgang gemacht zu haben m\u00f6chte ich dann doch nicht wegfahren. Es ist einfach zu sch\u00f6n. Auch heute habe ich wieder ein paar Fischschw\u00e4rme als kurze Begleitung. Leider wird am Meeresgrund vor der\u00a0 Strandkneipe durch die vielen Anker doch etliches kaputt gemacht. Schade.<\/p>\n<p>Nach meiner wundersch\u00f6nen Tour, klaren wir unsere Samoa auf und nehmen Abschied von der Badebucht. Wir werden bestimmt mal wiederkommen, es ist ja nicht weit.<\/p>\n<p>Nach dem Start probiert der K\u00e4pten aus, wie der Motor mit dem neuen Propeller l\u00e4uft. Dann setzen wir das Gro\u00dfsegel und die Genua, dieses mal aber mal wieder vollst\u00e4ndig. Wir fahren sch\u00f6nen Halbwindkurs. So viele Segler wie heute hatten wir noch an keinem Tag gesehen. Manchmal glaubten wir schon, dass wir die einzigen sind\u00a0in dieser Ecke .<\/p>\n<p>Als wir in die N\u00e4he unseres Leuchtturms kommen, fahren wir hart am Wind, aber sehr hart. Eine ganze Weile noch segeln wir am Turm vorbei, Richtung Italien. Na ja nur Richtung. Weit genug drau\u00dfen kommt dann eine Wende, Richtung Veruda. Auch heute machen wir gute Fahrt zwischen 5-8 Knoten. Kurz vor der Hafeneinfahrt bergen wir dann unsere Segel und Motoren bis in die Marina. Der K\u00e4pten f\u00e4hrt uns erstklassig vor unseren Steg. Beim Leinen festmachen, kann ich leider nicht auf den Steg springen, sondern muss hinauf krabbeln. Wir haben n\u00e4mlich Niedrigwasser. Aber auch hier klappt alles prima. Nun nehmen wir noch unsere Genua ab, tragen sie vor auf die Stra\u00dfe und legen das riesige Tuch ordentlich zusammen. Jetzt verstauen wir es erst mal im Kofferraum unseres Autos. Dann ruft Wolfgang nochmal beim Segelmacher an. Der kommt noch vorbei, denn er ist gerade hier in der Marina. Mit einem halben Hitzeschlag und hochroten K\u00f6pfen setzen wir uns ins Cockpit unseres Schiffes und trinken erst mal was k\u00fchles. Lange m\u00fcssen wir auf den Segelmacher gar nicht warten. Wolfgang zeigt ihm alles. Er meint wir k\u00f6nnen das Segel gerne wieder anschlagen und unsere drei Tage noch ausnutzen. Das Segel selbst ist nicht kaputt sondern nur der UV-Schutz. Dann k\u00f6nnen wir es am Samstag bringen und er repariert es bis zum n\u00e4chsten Mal. Denn er h\u00e4tte am Wochenende viel mit kaputten Segeln von Charterg\u00e4sten zu tun. Doch Wolfgang l\u00e4sst sich nicht darauf ein, sondern gibt ihm obendrein noch die Abdeckung von unserem Steuerstand mit. Wir werden sehen ob es bis Samstag Abend klappt. Es w\u00e4re uns schon am liebsten, wenn wir das Boot in einsatzbereitem Zustand zur\u00fccklassen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Jetzt aber freuen wir uns beide auf eine k\u00fchle Dusche und ein Essen im Volaria.<\/p>\n<p>Worauf wir uns nicht freuen sind sie plagenden Stechfliegen. Zwei Tage hatten wir Ruhe vor den Viechern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch\u00a0 10. Juli 2013 Marina Veruda\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Luft 32\u00b0 &#8211; Wasser 23\u00b0 &#8211; sehr sonnig 44\u00b0 50,61 N\u00a0 013\u00b0 50,57 E\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 16,7 sm\u00a0 Log 1547,6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ab 14,10 \u2013 An 17,10 In der \u201eKaribik\u201c lag seit gestern au\u00dfer uns nur noch das kleine Segelboot aus den 50er Jahren \u00fcber Nacht vor Anker. 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