{"id":3744,"date":"2019-07-08T22:48:10","date_gmt":"2019-07-08T20:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=3744"},"modified":"2019-07-09T19:03:22","modified_gmt":"2019-07-09T17:03:22","slug":"die-luft-ist-raus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=3744","title":{"rendered":"Die Luft ist raus"},"content":{"rendered":"<p>Montag 08.07.2019<br \/>\n44\u00b0 50,61 N 013\u00b0 50,58 E Log 3182,5 0 sm<br \/>\nW 27,8\u00b0 L 30\u00b0 Betr. Std. 514,1 Steg<br \/>\nMarina Veruda Steg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute Morgen ruft Wolfgang als erstes den Segelmacher an. Denn an unseren Verdeckteilen, sind ein Rei\u00dfverschluss und einige N\u00e4hte verschlissen, das sollte repariert werden, bevor da mal der Wind einen Angriffspunkt findet und alles aufrei\u00dft. Das hatten wir mal bei Sturm auf unserem kleinen Motorboot mitgemacht. Deshalb wollen wir, wenn es m\u00f6glich ist, jetzt lieber gleich alles wieder in Ordnung gebracht haben.<br \/>\nIn zwei Stunden will der Segelmacher bei uns am Boot vorbeikommen.<br \/>\nWir sind derweilen unter Deck. Wolfgang schraubt den Deckel vom Wantenp\u00fctting an Steuerbord ab, denn da ist Wasser auf unser Maskottchen gelaufen. Pl\u00f6tzlich ert\u00f6nt ein lautstarkes Pfeifen an Bord. Erst glauben wir, dass sich unser Gaswarner eingeschaltet hat. Der war es zum Gl\u00fcck aber nicht, doch wo kommt das pfeifen her. Vielleicht von einem anderen Boot. Wir eilen an Deck und finden auch gleich das \u00dcbel. Das Pfeifen kommt von unserem Vorschiff. Dort hat Wolfgang unser aufgeblasenes Paddelboard festgebunden, von ihm ist eine Naht aufgeplatzt, an der die Luft unter lautstarken Pfeifen entweicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/IMG_7238.jpg\" data-rel=\"lightbox-gallery-WsIaSKby\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img class=\"alignnone size-medium wp-image-3745\" src=\"https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/IMG_7238-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/IMG_7238-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/IMG_7238-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/IMG_7238-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/IMG_7238.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>So ein Mist. Das Board ist noch nicht alt und wurde wenig benutzt und strapaziert haben wir es auch nicht. Wolfgang schreibt gleich den H\u00e4ndler an, ob das Bord noch in der Gew\u00e4hrleistung ist, oder was wir jetzt tun k\u00f6nnen oder sollen. Kann er es professionell reparieren oder wird es mit unserem Reparaturset funktionieren?<br \/>\nM\u00fcssen wir es mit nach Hause nehmen und einschicken, oder geht es vor Ort beim H\u00e4ndler? Fragen \u00fcber Fragen.<br \/>\nIn drei Wochen kommen wir mit unseren Kindern. Da sollte es wieder in Ordnung sein. Dummerweise braucht das zusammengelegte Board auch sehr viel Platz im Kofferraum von unserem Auto, den wir aber f\u00fcr unser Gep\u00e4ck ben\u00f6tigen w\u00fcrden.<br \/>\nInzwischen kommt wie versprochen, p\u00fcnktlich der Segelmacher. Wir erkl\u00e4ren ihm unser Anliegen. Heute hat er keine Zeit mehr daf\u00fcr. Au\u00dferdem ist es besser wenn es noch drauf bleibt, weil heute wieder mit Bora und Gewitter zu rechnen ist. Er will aber gleich morgen Fr\u00fch zwischen 8:00 und 9:00 Uhr kommen und es abholen. Wir sollen es morgen Fr\u00fch schon mal abmachen.<br \/>\nNun \u00fcberlegen wir, was wir als n\u00e4chstes tun werden. Da noch einiges gekauft werden muss, machen wir uns gleich auf den Weg. Unser sch\u00f6ner Parkplatz findet auch gleich einen Abnehmer.<br \/>\nZun\u00e4chst fahren wir zur \u00d6lm\u00fchle um Oliven\u00f6l zu kaufen. Am Anfang des Zufahrtsweges ist eine gro\u00dfe Baustelle und das sch\u00f6ne neue Verkaufsh\u00e4uschen das hier stand, wurde neben der Pressanlage aufgestellt.<br \/>\nDie nette Verk\u00e4uferin will uns diesmal unsere mitgebrachten, sauberen, dunklen Glasflaschen nicht abf\u00fcllen. Sie h\u00e4tten im Moment keine gro\u00dfen Tanks mit \u00d6l.<br \/>\nEs bleibt uns nichts anderes \u00fcbrig, als die vorr\u00e4tigen Plastikflaschen zu nehmen. Das h\u00e4tten wir gekl\u00e4rt, doch welches \u00d6l war es wieder?<br \/>\nDas mit der reinen Olivensorte \u201eBu\u017ea\u201c. Oder das mit gemischten Oliven. Wir d\u00fcrfen verkosten. Nun haben wir die Qual der Wahl. Beide Sorten sind gut. Wir entscheiden uns f\u00fcr das etwas mildere Bu\u017ea. Das kostet jetzt 120 Kuna. 20 Kuna mehr als im letzten Jahr.<br \/>\nDas sind umgerechnet 17 \u20ac, f\u00fcr den Liter \u00d6l.<br \/>\nDanach geht es weiter nach Banjole zur Werft. Leider finden wir keinen mehr vor, auch Andra\u015d nicht. Die waren heute wohl schneller fertig mit den Booten.<br \/>\nAuf einmal kommt der Vater von Andra\u015d die Treppe des Lokals herunter. Ihm erkl\u00e4ren wir kurz unser Anliegen und zeigen im ein Foto von dem tiefen Kratzer, der hier auf der Werft mit der Poliermaschine entstanden sein muss. Er kann nat\u00fcrlich leider nichts machen und sagt uns nur, dass Andra\u015d heute wieder um 18:Uhr im Lokal, oder morgen Fr\u00fch wieder in der Werft ist. Er wird ihm sicher vorab schon mal berichten.<br \/>\nIn Banjole gehen wir noch in den Konzum um Zigaretten zu kaufen, leider bekommen wir nur eine Stange von der gew\u00fcnschten Sorte.<br \/>\nUnterwegs halten wir am Stra\u00dfenrand an einem Verkaufsstand an. Dort kaufen wir pr\u00e4chtige, riesige, sonnengereifte Tomaten und herrliche Zwetschgen. Wenn wir schon nach hause fahren w\u00fcrden, dann h\u00e4tte ich noch bei den \u00fcbergro\u00dfen, roten Zwiebeln zugeschlagen.<br \/>\nN\u00e4chster Stopp ist der Baumarkt in Pula. Hier besorgen wir uns Sikaflex und eine \u201ePistola\u201c dazu, um unser Boot vor dem Regen an dem P\u00fcttingbeschlag wieder dicht zu bringen.<br \/>\nEinen Verbindungsstecker f\u00fcr unsere Antenne haben sie hier aber leider nicht. In der selben Stra\u00dfe wie der Baumarkt ist aber ein gro\u00dfes Elektrogesch\u00e4ft. Vielleicht haben wir da mehr Gl\u00fcck. Beim durchsuchen der vielen Verkaufsst\u00e4nder werden wir tats\u00e4chlich f\u00fcndig, sogar mit genug Verl\u00e4ngerungskabel.<br \/>\nJetzt d\u00fcrften wir alles besorgt haben.<br \/>\nWie ein Wunder ist in der \u00fcberf\u00fcllten Marina direkt vor unserem Steg wieder ein Parkplatz f\u00fcr uns frei.<br \/>\nNoch immer ist es schw\u00fcl und hei\u00df. Es hilft aber nichts, wir m\u00fcssen uns ran halten und unsere undichte Stelle in Ordnung bringen. Nachdem Wolfgang das Sikaflex aufgetragen hat, sollte es noch genug Zeit haben zum Trocknen.<br \/>\nDa wir schon triefen vor lauter Hitze, hilft jetzt nur noch eins, der Pool. Das Wasser d\u00fcrfte sogar noch w\u00e4rmer sein als gestern.<br \/>\nVon S\u00fcdosten her verdunkelt sich wieder der Himmel. Nach und nach gehen die Badeg\u00e4ste, wir bleiben noch, aber immer wieder richtung Himmel schauend. Als es auch uns zu finster wird, machen wir uns auf den Weg zum Schiff.<br \/>\nUnerwartet verzogen sich die dunklen Wolken und die Sonne kam wieder hervor. Aber sehr lange hat es nicht gedauert und die Wolken waren wieder da, diesmal aber gleich mit einem heftigen Gewitter. Zum Gl\u00fcck hat der Segelmacher unser Verdeck heute noch hier gelassen.<br \/>\nW\u00e4hrend des Gewitters bereite ich das Abendessen und Wolfgang kann dank des neuen Verbindungssteckers die Antenne wieder anbringen.<br \/>\nDen restlichen Tag lassen wir wieder gem\u00fctlich im Cockpit ausklingen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag 08.07.2019 44\u00b0 50,61 N 013\u00b0 50,58 E Log 3182,5 0 sm W 27,8\u00b0 L 30\u00b0 Betr. Std. 514,1 Steg Marina Veruda Steg &nbsp; Heute Morgen ruft Wolfgang als erstes den Segelmacher an. 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