{"id":3865,"date":"2020-06-05T21:15:33","date_gmt":"2020-06-05T19:15:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=3865"},"modified":"2021-10-12T15:17:24","modified_gmt":"2021-10-12T13:17:24","slug":"grenzoeffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=3865","title":{"rendered":"Grenz\u00f6ffnung"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">Freitag 05.06.2020<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">44\u00b0 50,61 N 013\u00b0 50,58 E Log 3324,4 0sm <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">W 20\u00b0 L 20\u00b0 Betr. Std. 537,7 <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">Marina Veruda Steg<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">Einmal mussten wir Kroatien ausfallen lassen, weil sich dieser Corona Virus, der die Krankheit Covid 19 ausl\u00f6st, auf der ganzen Welt breit gemacht hat und dadurch in Europa wie fast \u00fcberall auf der Welt die Grenzen geschlossen wurden. Deutschland geh\u00f6rt gl\u00fccklicherweise zu den L\u00e4ndern, in denen die Auswirkungen der Pandemie bisher gut beherrschbar waren, was andere L\u00e4nder nicht behaupten konnten. Mit einer sehr hohen Zahl von Infizierten und Toten hat es Italien, England, Spanien und besonders die USA schwer getroffen. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">Etwa drei Monate hatten wir Ausgangsbeschr\u00e4nkungen, Absage von Gro\u00dfveranstaltungen und die Schlie\u00dfung von Schulen und Gastst\u00e4tten. Nur Menschen mit systemrelevanten Berufen konnten weiterarbeiten. Auch Einkaufen oder Arztbesuche waren nat\u00fcrlich nur mit Mund und Nasenschutz erlaubt.<br \/>\n<span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Viele, die eine N\u00e4hmaschine besa\u00dfen, haben diese Schutzmasken gen\u00e4ht und auch an andere Menschen verteilt, denn diese Schutzausr\u00fcstung war auf der ganzen Welt Mangelware. Nicht einmal Krankenh\u00e4user, \u00c4rzte und Pflegepersonal hatten ausreichend Schutzkleidung.<br \/>\nEs gab\u00a0Besuchsverbote f\u00fcr andere Haushalte, Krankenh\u00e4user und Pflegeheime.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Viele Menschen mussten Kurzarbeiten oder wurden ins \u201eHome Office\u201c verbannt. Die Sch\u00fcler mussten zuhause lernen und bekamen die Aufgaben per Internet oder wie unserer Enkeltochter Isabella, per E-Mail zugeschickt. Es war sehr viel, was die Kinder ohne Unterst\u00fctzung durch die Lehrer zu hause lernen mussten. Wir hatten das Gl\u00fcck, unsere Enkelin in dieser Zeit bei uns aufnehmen zu k\u00f6nnen, wo sie auch das Haus verlassen und sich an der frischen Luft aufhalten konnte, ohne auf viele Menschen zu treffen. Die paar Menschen, die sich bei uns am Ortsrand verirrten konnten sich gro\u00dfz\u00fcgig aus dem Weg gehen. Isabellas Mama die Arbeiten musste, war sehr erleichtert ihr Kind in \u201eSicherheit\u201c zu wissen.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">Nun war die Zahl der Infizierten bei uns, wie \u00fcberall in Europa stark gesunken, deshalb wurden die Einschr\u00e4nkungen stufenweise gelockert. Auch Grenz\u00f6ffnungen wurden nach und nach beschlossen, teils mit Auflagen. So konnten zum Beispiel Menschen die nachweislich eine Wohnung oder ein Boot mit Liegeplatz in Kroatien haben, einreisen. Das wollten wir nat\u00fcrlich nutzen. Die Marina schickte uns die ben\u00f6tigten Formulare per Mail zu. So konnten wir am 05. Juni 2020 um 10:00 Uhr mit Mundschutz und Desinfektionsmitteln im Gep\u00e4ck nach Kroatien aufbrechen. Kurzfristig hatten die \u00d6sterreicher sogar an diesem Tag ihre Grenze ohne Kontrolle wieder ge\u00f6ffnet. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">Ein Lichtblick f\u00fcr den Tourismus, doch viele Deutsche haben noch Bedenken und wollen doch lieber im eigenen Land Urlaub machen. Da wir ja mit dem Auto reisen, werden wir nur wenig und in ausreichendem Abstand, Kontakt zu Menschen haben.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">In Deutschland war so wenig Verkehr auf den Stra\u00dfen, wie schon seit Jahren nicht mehr. Selbst um M\u00fcnchen herum, wo wir immer Staus hatten, war es, ich sage mal \u201eleer\u201c. An den Autobahnrastpl\u00e4tzen war es auch \u201eleer\u201c und wir durften die sonst kostenpflichtigen Sanit\u00e4ranlagen gratis benutzen.<br \/>\nIn \u00d6sterreich merkte man gar nicht dass man die Grenze passiert hat und im \u00fcbrigen Land war es so ruhig wie in Deutschland. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">Am Karawankentunnel standen wir dann pl\u00f6tzlich. Vor unserer Nase die Schranke, die sich nicht \u00f6ffnete, weil die dahinter wartenden Autos im Stau standen. Wir dachten es gibt wieder Blockabfertigung. Dann ging es langsam wieder los. Wir zahlen und fahren durch die ge\u00f6ffnete Schranke langsam weiter. Kurz vor dem Tunnel, nur vier Autos vor uns, schaltet die Ampel wieder auf rot. So ein Pech. Komisch ist nur, dass auf der anderen Stra\u00dfenseite immer mal wieder ein Auto erscheint. Das kommt bei einer Blockabfertigung niemals vor, au\u00dfer es k\u00e4me ein Geisterfahrer. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">Als die Ampel wieder auf gr\u00fcn umschaltet, fahren noch immer vereinzelt Autos in die Gegenrichtung aus dem Tunnel. Von Slowenien kommend, zahlen die Autofahrer ihre Geb\u00fchr und fahren ohne Verz\u00f6gerung durch.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Auf unserer Seite aber wurde die Stra\u00dfe auf eine Spur verengt. Hier standen Grenzbeamte und schauten sich die langsam an ihnen vorbeifahrenden Autos und ihre Insassen an. Kontrolliert wurden wir nicht. Dann ging es recht z\u00fcgig weiter. Nach etwa 100 Kilometern kamen wir wieder in einen Stau. Auf den Warntafeln standen erst 4, dann 5, dann 9 und schlie\u00dflich waren es 20 Kilometer Stau. In langsamen Schritttempo kamen wir voran. In den Verkehrsmeldungen h\u00f6rten wir wiederholt etwas von A1, mehr verstanden wir leider nicht. Das konnte sich nur um einen Unfall handeln. Dann kamen auch schon von hinten mit lauten Sirenen die Polizeiautos vorbeigefahren. Es waren mindesten 10 oder mehr. Auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite kamen in kurzen Abst\u00e4nden Rettungswagen, das k\u00f6nnten so 8-10 gewesen sein. Nun ert\u00f6nt hinter uns erneut eine Sirene. Ein Abschleppwagen mit kleinem Radlader f\u00e4hrt an uns vor\u00fcber.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial;\">Nach etwa eineinhalb Stunden kommen wir an den Unfallort. Ein LKW durchbrach die Leitplanken, geriet auf die gegen\u00fcberliegende Stra\u00dfenseite und kippte um. Dabei rammte er einige Autos und verlor seine gesamte Ladung. Riesige S\u00e4cke und gro\u00dfe Kanister in Metallgittern wurden schon auf andere LKW verladen. Das war ein heftiger Unfall, da stehen wir schon lieber im Stau als im Krankenwagen abtransportiert zu werden.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial;\"> Nach nur 10 Kilometern ein erneuter Unfall auf der anderen Stra\u00dfenseite. Hier sind einige Pkw\u00b4s in das Stauende gekracht. Wir haben wieder freie Fahrt bis zur slowenischen Grenze. Hier stehen nur zwei kleine Reihen Autos. Aber das dauert. Bei jedem Auto werden die P\u00e4sse genauestens kontrolliert. Als wir endlich neben den Beamten stehen, werden unsere P\u00e4sse und auch das Formular von der Marina, sehr genau inspiziert. Nach langer Wartezeit\u00a0 konnten wir endlich unsere Reise fortsetzen und erreichten unser Ziel gegen 22:00 Uhr. Es ist angenehm warm und windstill. M\u00fcde verstauen wir noch unsere Sachen. Gegen 2:00 Uhr fallen wir ersch\u00f6pft in unsere Kojen. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag 05.06.2020 44\u00b0 50,61 N 013\u00b0 50,58 E Log 3324,4 0sm W 20\u00b0 L 20\u00b0 Betr. 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