{"id":737,"date":"2014-06-12T22:03:49","date_gmt":"2014-06-12T20:03:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=737"},"modified":"2015-12-23T13:08:15","modified_gmt":"2015-12-23T11:08:15","slug":"wind-wurde-nachgeliefert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=737","title":{"rendered":"Wind wurde nachgeliefert"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Donnerstag\u00a0 12. Juni 2014<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">44\u00b046,62N\u00a0\u00a0 013\u00b055,09E\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Log 1797,4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 5,5 sm<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Festland Bucht Portic\u00a0\u00a0 Luft 31\u00b0 Wasser 24\u00b0\u00a0\u00a0\u00a0 Ankern\u00a0 teilw.\u00a0 Sand\u00a0 7 m<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Unser Tag beginnt mit Fr\u00fchschwimmen zum Abk\u00fchlen.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Beim Fr\u00fchst\u00fcck beobachten wir die Ankunft der arbeitswilligen Insulaner wie sie von ihren kleinen Booten\u00a0die mitgebrachten\u00a0Lebensmittel an Land schleppen, um sp\u00e4ter ihre durstigen und hungrigen G\u00e4ste bewirten zu k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">So langsam trudeln auch die ersten Badeg\u00e4ste wieder ein.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Wolfgang poliert etwas am Boot und mich schickt er schnorcheln.<br \/>\nE<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">s ist ein bisschen\u00a0Strecke zum anderen Ufer. Ich muss mich sehr Anstrengen um gegen die Str\u00f6mung anzukommen. Nach etwa der H\u00e4lfte der Strecke wird das Wasser auf einmal sehr Flach. Das ist gut zu wissen, denn da kann man das Schiff leicht mal auf Grund setzen. Ich schnorchel etwas in der Gegend herum. Das Wasser ist wieder glasklar, zwischen dem felsigen Untergrund habe ich einen f\u00fcr mich neuen Fisch entdeckt. Ein kleines schlankes knallrotes Fischchen mit schwarzem Kopf. Muscheln gibt es hier keine. Mit etwas Gl\u00fcck habe ich doch noch eine gl\u00e4nzende Abalone entdeckt.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Es strengt unheimlich an st\u00e4ndig gegen die Wellen zu schwimmen, deshalb ziehe ich es vor, lieber zum Schiff zur\u00fcck zu kehren. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Am Schiff angelangt, lege ich meine Schnorchelsachen auf die Badeplattform. Als ich meine Grillzange vom Handgelenk nehmen m\u00f6chte, ist es auf einmal sehr leicht und ich sehe nur noch wie sie langsam vor meinen Augen auf den Grund absinkt. Ich rufe Wolfgang, der gleich kommt und sage\u201c ich habe meine Grillzange verloren\u201c. Sofort kommt er ins Wasser und fragt:&#8220; Wo liegt sie denn?&#8220;. Ich zeige mit dem Finger nach unten zu meinem wichtigen Utensil. Einmal tief Luft holen und er taucht nach unten und bringt mir das Teil wieder mit. Dar\u00fcber habe ich mich riesig gefreut.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Hinter dem Berg erscheinen aufget\u00fcrmte Wolken, das gef\u00e4llt mir nicht so sehr. Ich bitte um den Wetterbericht. Nicht wirklich viel Neues. Trotzdem m\u00f6chte ich ein St\u00fcckchen weiter in die Bucht Portic,\u00a0vor ihr liegen\u00a0zwei kleine Inseln.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"> Am fr\u00fchen Nachmittag gehen wir dann Anker auf. Sofort setzen wir unsere Segel und ab geht die Post. Soviel Wind hatten wir die letzten zwei Wochen nicht. Es machte Spa\u00df so zu unserem neuen Ankerplatz zu segeln. Als wir ankommen, m\u00fcssen wir feststellen, dass die Bucht ganz sch\u00f6n vollgestopft ist mit allen m\u00f6glichen Booten. Doch wir quetschen uns noch mit rein.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Wieder erst mal ein k\u00fchles Bad nehmen. Ab und an verl\u00e4sst mal ein kleines Boot die Bucht, daf\u00fcr kommt mal wieder ein Segelschiff.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Jetzt ist es Zeit f\u00fcrs Abendessen. Danach m\u00f6chte ich alles gleich sauber machen, denn irgendwie bin ich etwas unruhig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"> Der Wind nimmt zu. Der deutsche Segler an dem wir etwas nahe dran waren, verl\u00e4sst die Bucht. Ich bitte Wolfgang etwas mehr Kette zu stecken, weil es immer mehr bl\u00e4st. Ich\u00a0verkneife mir sogar mein abendliches Bad. Bin\u00a0mal kurz unter Deck um die Duschsachen wegzur\u00e4umen. Als ich wieder rauf komme sehe ich, wie<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"> eine gro\u00dfe Segelyacht immer n\u00e4her treibt.\u00a0Wolfgang schreit\u00a0 vom Vorschiff, \u201eschnell halte einen gro\u00dfen Fender dazwischen\u201c. Ganz knapp kommen wir an einer Kollision vorbei. Die sind gut, sitzen zu viert im Cockpit und keiner merkt, dass ihr Anker nicht h\u00e4lt. Jetzt kommt ein Crewmitglied mit einer \u201eGeschwindigkeit\u201c an und hat die Steuerung der Ankerwinsch in der Hand. Wir lassen\u00a0unsere \u00a0immer im Ankerkasten liegen, wenn\u00b4s mal brenzlig wird muss es ja schnell gehen.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">So langsam oder sagen wir jetzt lieber ziemlich schnell, lichtet sich nun das Ankerfeld. Jetzt sind nur noch Segler hier. Wolfgang bemerkt, dass auf unserer Backbordseite ein Segelschiff irgendwie abdriftet. Es scheint niemand an Bord zu sein.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Nun haben wir\u00a0 Windst\u00e4rke 5. S\u00e4mtliche Crews sitzen in ihren Cockpits und behalten ihr Umfeld im Auge. Manche holen ihr Dinghi noch schnell aufs Boot, oder lassen noch mehr Kette ins Wasser.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Jetzt kommt auch endlich die Crew vom f\u00fchrerlosen Schiff zur\u00fcck.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Die ganze Zeit haben wir \u00fcber zu wenig Wind geschimpft. Jetzt haben wir den Salat.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Wir hoffen dass unser Anker h\u00e4lt, denn der Wetterbericht meldet jetzt am sp\u00e4ten Abend, dass es stellenweise bis zu 40 Knoten Wind geben kann.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/F0066-001.jpg\" data-rel=\"lightbox-gallery-4opXRWeU\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img class=\"alignnone size-medium wp-image-738\" alt=\"F0066-001\" src=\"http:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/F0066-001-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/F0066-001-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/F0066-001.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"> Einige Segler verlassen trotz allem die Bucht, m\u00f6glicherweise wollen sie noch in eine Marina. Da fahren sie auch noch bestimmt eine gute Stunde und das Anlegen ist bestimmt auch kein Spa\u00df.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Wir bleiben auf jeden Fall hier und mit uns noch weitere sieben Schiffe, alles Segler.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Unser Schiff\u00a0haben wir\u00a0sturmsicher gemacht. Jetzt hei\u00dft es abwarten.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Nach 23\u00b0\u00b0 Uhr\u00a0also vier Stunden sp\u00e4ter\u00a0 l\u00e4sst der Wind nach. Mal sehen wie die Nacht wird. Wir schlafen mit einem wachen Auge.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag\u00a0 12. 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