{"id":827,"date":"2014-08-23T20:46:58","date_gmt":"2014-08-23T18:46:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=827"},"modified":"2015-12-30T14:37:38","modified_gmt":"2015-12-30T12:37:38","slug":"elke-an-der-leine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sy-samoa.de\/?p=827","title":{"rendered":"Elke an der Leine"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Samstag\u00a0 23. August 2014<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">44\u00b009,57N\u00a0\u00a0 014\u00b050,09E\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Log 1892,3\u00a0\u00a0\u00a0 10,5 sm<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Dugi Otok, Bucht Pantera\u00a0\u00a0 Luft 26\u00b0 Wasser 25,3\u00b0\u00a0\u00a0 Boje<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Heute soll es wieder ein St\u00fcck s\u00fcdw\u00e4rts gehen, doch vorher paddeln wir noch mal an Land und kaufen Brot und ein paar Kleinigkeiten.<br \/>\nBeim Aufr\u00e4umen sehe ich ein Kanu das direkt auf uns zusteuert. Ein freundlicher junger Mann fragt nach dem Wetterbericht.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Er und seine Begleiterin kommen aus M\u00fcnchen und erkundeten per Seekajak hier die Inselwelt. Jetzt aber sind sie auf dem R\u00fcckweg, nach Sukosan am Festland.<br \/>\nWas die beiden da vollbringen ist schon eine ganz tolle Leistung.\u00a0 <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Nun steuern wir so langsam durch die Prolaz Zapuntel, Richtung Westen. Der Himmel ist zwar bew\u00f6lkt aber das war er die letzten Tage auch immer mal. Nach der Durchfahrt bl\u00e4st der Wind recht ordentlich, deshalb fahren wir mit gerefften Vorsegel. Wir machen gute Fahrt, m\u00fcssen aber wegen der Windrichtung erst eine Weile nach Westen segeln.<br \/>\nPl\u00f6tzlich verdunkelt sich der Himmel von Norden her recht rasch.<br \/>\nNach geraumer Zeit sind wir nun weit genug raus gesegelt um zu wenden und um unseren eigentlichen Kurs aufnehmen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nHinter uns wird es immer dunkler und es blitzt gewaltig.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/F0081-001.jpg\" data-rel=\"lightbox-gallery-x1Phx8US\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img class=\"alignnone size-medium wp-image-828\" alt=\"F0081-001\" src=\"http:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/F0081-001-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/F0081-001-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.sy-samoa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/F0081-001.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ziemlich schnell planen wir um und wollen lieber nach Dugi Otok an die Boje, denn das Wetter holt uns sehr schnell ein. Es f\u00e4ngt bereits an zu regnen. Ich hole unsere Regenjacken, dummerweise nur die einfachen. Gleich darauf regnet es in str\u00f6men, deshalb bergen wir unsere Segel und fahren mit Motor weiter. Die Einfahrt von Dugi Otok ist gl\u00fccklicherweise nicht mehr sehr weit.<br \/>\nDort angekommen stellen wir uns die Frage,:&#8220; Wo sind die Bojen?&#8220;<br \/>\nVor lauter Regen k\u00f6nnen wir nichts erkennen. Nur ein Segler ist in der Bucht.<br \/>\nAls wir auf die Insel zusteuerten, konnte ich mit dem Fernglas Bojen sehen, also k\u00f6nnen sie nicht weit weg sein.<br \/>\nInzwischen sind wir Nass bis auf die Haut.<br \/>\nJetzt endlich sehen wir auch die Bojen. Von Wind und Wellen werden sie immer wieder unter Wasser gedr\u00fcckt, weshalb sie auch nur sehr schwer auszumachen sind.<br \/>\nMit meinem Fanghaken bem\u00fche ich mich aufs Vorschiff zu kommen. Als wir die erste Boje erreichen, bin ich noch nicht ganz startklar und Wolfgang steuert die n\u00e4chste an. Er versucht langsam an die Boje heranzukommen, doch durch die Wellen werden wir wieder abgetrieben. Beim dritten Versuch habe ich eine erwischt. Schnell eilt mir Wolfgang jetzt zu Hilfe um sie festzumachen.<br \/>\nEndlich geschafft.<br \/>\nJetzt erst mal raus aus den nassen Sachen und abtrocknen .<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Am benachbarten Renn-Segelboot steht jemand an Deck und nutzt die Gelegenheit sich bei dem str\u00f6hmenden Regen zu duschen und sich die Haare zu waschen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Als der Regen und der starke Wind kurz etwas nachlassen, geht Wolfgang mit nur einer Badehose bekleidet aufs Vorschiff und will die Fangleine mit Karabinerhaken gegen eine normale Festmacherleine austauschen. Doch die Zugkraft ist zu stark.<br \/>\nDeshalb gehe ich ins Wasser, um es von dort aus zu probieren.<br \/>\nDas Wasser ist\u00a0 im Gegensatz zu der kalten windigen Luft angenehm warm.<br \/>\nBlo\u00df komme ich mit Schwimmen nicht vorw\u00e4rts und werde nur abgetrieben. Deshalb zieht mich Wolfgang von Deck aus vor zum Bug wo die Boje ist, nat\u00fcrlich angeleint.<br \/>\nEs ist sehr kraftaufw\u00e4ndig gegen Wind und Welle anzugehen.<br \/>\nE<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">ine Leine haben wir jetzt fest. Nun noch die Zweite.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Durch die Wellen verwurschteln sich die beiden Leinen mit der Fangleine und ich werde samt Boje unter Wasser gedr\u00fcckt. Mich ereilt ein beklemmendes Gef\u00fchl.<br \/>\nWieder an der Wasseroberfl\u00e4che, kann ich endlich auch die zweite Leine durch den Ring ziehen und Wolfgang kann sie an Deck befestigen.<br \/>\nNach vollendeter Tat zieht mich Wolfgang mit der Fangleine zur\u00fcck zum Heck des Schiffes. Wir sind beide ganz sch\u00f6n au\u00dfer Puste. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Unter Deck ziehen wir erst mal was trockenes an und genie\u00dfen einen warmen Kakao, dazu gibt es Eierlik\u00f6rkuchen aus dem Glas. Drau\u00dfen ist das Wetter noch recht ungem\u00fctlich.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Nach vier Stunden ist erstmal alles vorbei. Die klatschnasse W\u00e4sche bekommen wir heute nicht mehr trocken.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Am Abend kommen die Kassierer und schocken uns erst mal mit ihren Bojenpreisen. 20 Kuna\/m. F\u00fcnf Kuna mehr als in Molat. Vielleicht ist das Bojenfeld auch deshalb so leer.\u00a0 Der Platz an sich ist ja nicht schlecht.<br \/>\nAm Abend ist es wieder windstill. In der D\u00e4mmerung kommen wie auch an den letzten drei Tagen, l\u00e4stige Blutsauger.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag\u00a0 23. August 2014 44\u00b009,57N\u00a0\u00a0 014\u00b050,09E\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Log 1892,3\u00a0\u00a0\u00a0 10,5 sm Dugi Otok, Bucht Pantera\u00a0\u00a0 Luft 26\u00b0 Wasser 25,3\u00b0\u00a0\u00a0 Boje Heute soll es wieder ein St\u00fcck s\u00fcdw\u00e4rts gehen, doch vorher paddeln wir noch mal an Land und kaufen Brot und ein paar Kleinigkeiten. Beim Aufr\u00e4umen sehe ich ein Kanu das direkt auf uns zusteuert. 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