Quatsch mit Eisbär

Download PDF
image_pdfimage_print

Mittwoch 03.10.2018
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3115,5 sm
W 19° L 20° Betr. Std. 503,0 Steg
Marina Veruda Steg

Heute haben wir mal nur Kleinkram gemacht, ansonsten war es schon fast Pflicht, den herrlichen Sonnenschein zu genießen.

Irgendwann haben wir dann bemerkt, dass unser Eisbär verschwunden ist und haben uns auf die Suche gemacht. Gefunden haben wir den kleinen Ausreißer dann bei dem Seelöwen, wo er quatsch gemacht hat. Er hat unsere Isabella vermisst und war auf der Suche nach ihr. Wir haben ihn nach hause gebracht und ihm gesagt dass Isabella ihn wieder besuchen wird.

An unserem Bimini löst sich der ältere Reißverschluss auf. Den sollten wir erneuern lassen, deshalb ruft Wolfgang gleich beim Segelmacher an. Der ist aber, eigentlich wie erwartet, heute nicht mehr zu sprechen.

Später treffen auch noch in der Dunkelheit viele Regattayachten in der Marina ein.

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Batterietest

Download PDF
image_pdfimage_print

Dienstag 02.10.2018
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3115,5 sm
W L 18° Betr. Std. 503,0 Steg
Marina Veruda Steg

Das Wetter ist mal so eingetroffen, wie es vorausgesagt wurde. Wolken und viel Wind. Das hielt uns aber trotzdem nicht ab, gemeinsam loszumarschieren und frisches Brot zu kaufen. Zu unserem erstaunen, hatte der Grga-Markt noch geöffnet. Wie schön für uns, da haben wir uns den weiteren Weg in den Ort gespart.
Wieder am Boot haben wir uns auf unser Frühstück sehr gefreut, nachdem wir so arg vom Wind durchgepustet wurden. Da hielt auch kein drei Wetter-Taft.
Später hat Wolfgang dann den Batterie Belastungstest gemacht. Dazu hat er mittels Inverter den Heizlüfter auf Batteriebetrieb laufen lassen und so mehrere Minuten lang einen Strom von 150 A entnommen. Auch für das Bugstrahlruder liefert die neue Batterie ausreichend Strom, hier sind es 430 A, allerdings betätigen wir es ja nur ein paar Sekunden lang. Danach wurden noch alle Batterieanschlusspole auf Erwärmung kontrolliert. Das Ergebnis war sehr erfreulich, denn es ist auch bei diesen hohen Belastungen keinerlei Erwärmung an den Verbindungen spürbar.
Die Laderegler für Landstrom, Solar und Schleppgenerator haben wir schon mit den Spannungswerten für die Lithiumbatterie programmiert. Jetzt wollen wir noch testen, wie die Lichtmaschine mit dem neuen Energiespeicher klar kommt. Dazu starten wir den Motor und lassen ihn mit etwas erhöhter Drehzahl laufen. Bei voller Batterie regelt die Lichtmaschine bei 14,1 V ab. Da die Batterie bis 14,4 V geladen werden kann, ist also alles im grünen Bereich. Dann wiederholen wir den Versuch mit etwas entladener Batterie, nun zeigt das Amperemeter einen Ladestrom von 50 A an. Das ist recht ordentlich, die Frage ist nur, ob die Lichtmaschine diese Leistung evtl. auch über mehrere Stunden bringen kann ohne zu überhitzen. Im Gegensatz zu den vorher verwendeten Bleibatterien nehmen die Lithiumzellen über sehr lange Zeit praktisch alles an Strom auf, was geliefert wird. Tatsächlich ist die Lichtmaschine nach ein paar Minuten schon so heiß, dass man sich daran verbrennen kann. Da unklar ist, was bei weiterer Erhitzung passiert, beschließt Wolfgang, einen Thermoschalter zu besorgen, der die Lichtmaschine herunterregelt, wenn sie zu heiß werden sollte.

Gegen Nachmittag ließ dann die Bora etwas nach und wir hatten schönsten Sonnenschein, den ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Da wir heute Morgen keine Zigaretten für Werner bekommen haben, wollen wir es jetzt mal in Pješčana Uvala versuchen. Unterwegs treffen wir auf Anne, Willis Frau. Sie kommt uns mit ihrem Rad entgegen, denn sie war gerade beim Katze füttern. Vor längerer Zeit hat sie begonnen, sich um eine abgemagerte, kranke Katze zu kümmern und wenn sie nicht da ist, hat sie einen Matrosen gebeten es für sie zu tun. So haben wir etwas miteinander geplaudert und dabei erfahren, dass unser kleiner Laden in Pješčana Uvala geschlossen hat. Dafür hat gleich daneben in dem neu gebauten Haus ein etwas größerer Markt eröffnet.

Nun fährt Anne wieder zu ihren Schiff an Land und wir machen uns auf den Weg zum Markt.

Dort angekommen sitzt die gleiche Frau, die auch den kleinen Laden geführt hat an der Kasse. In dem neuen Geschäft gibt es nur geringfügig mehr Auswahl als in dem kleinen Laden, die Waren sind nur weiter auseinandergezogen weil mehr Platz vorhanden ist.
Hier bekommen wir auch Werner`s Zigaretten.
Auf dem Nachhauseweg bemerken wir, dass die Olivenbäume noch nicht abgeerntet wurden. Na hoffentlich hat die Ölmühle noch Öl von der letzten Ernte.

Am Schiff setzt Wolfgang den zuhause reparierten Außenborder wieder zusammen, während ich das Abendessen mache. Das nehmen wir dann an Deck unter freiem Himmel im Sonnenschein ein.
Nur leider wird es jetzt zu schnell dunkel und auch kühler.
Unter Deck sucht Wolfgang noch im Internet nach einem geeigneten Regler für unsere Lichtmaschine.

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Neue Batterie

Download PDF
image_pdfimage_print

Montag 01.10.2018
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3115,5 sm
W L 18° Betr. Std. 503,0 Steg

Marina Veruda Steg

Gestern auf unserer Fahrt nach Kroatien dachten wir, dass auf den Straßen nicht sonderlich viel los sein würde, da ja Sonntag war und die ganzen LKW noch Fahrverbot hatten. Weit gefehlt, es war eine Karawane an Autos mit Urlaubsgepäck und Massen von Wohnmobilen unterwegs. Das führte dazu, dass wir in Deutschland ständig im Stau standen. Zwar meist vor Baustellen, aber da gab es jede Menge davon. Das war aber vorbei, als wir dann Österreich erreicht hatten.
Später vor der Slowenischen Grenze war nur auf der anderen Seite, also von Kroatien kommend ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Es waren überwiegend Slowenen und Italiener, die höchstwahrscheinlich von ihrem Wochendausflug zurück fuhren. Anhand der Kennzeichen war zu vermuten, dass es alle nicht mehr sehr weit nach hause hatten. Wir waren auch nach weiteren 80 km am Ziel. In lauschiger Nacht brachten wir wie immer, noch unser Gepäck aufs Schiff und verkrochen uns dann bald in unsere Kojen.

 

Am Morgen traf ich dann Willi der hatte es etwas eilig, denn seine Cara sollte bald herausgekrant werden. Zuvor aber war das kleine Motorboot, das von den Marinearbeitern abgeholt wurde, an der Reihe. Vorne am Parkplatz standen die Besitzer aus Erding, sie wollten auf die Insel Raab umsiedeln. Ob sie es jetzt tun werden, wissen wir nicht, wir haben nicht mehr mit ihnen gesprochen.

Wolfgang machte sich nach dem Frühstück gleich an die Arbeit seine ca. 50 Kilo schwere Batterie einzubauen. Dazu hatte er zuhause 20 einzelne Batteriezellen von je 60 Ah gekauft, davon werden jeweils vier in Reihe geschaltet um 12 V zu erreichen. Um die Batterien ordentlich verstauen zu können hat er auch noch eine passende Kiste gebaut in welche die einzelnen Zellen gestellt werden sollen. Er benötigte auch noch Aluschienen in verschieden Abmessungen zum Verbinden der einzelnen Zellen. Alles hat er passgenau zuhause zugeschnitten und testweise zusammengebaut.

Als erstes musste die Kiste mit dem Batteriemanagement und dem Hauptschalter unter der Sitzbank im Salon eingebaut werden, da konnte ich leider nicht helfen. Ich plauderte in der Zwischenzeit mit Willi, der noch mal zurückkam um die restlichen Sachen von seiner Cara zu holen, die noch am Steg lagen. Sie stand bereits auf dem Trockendock.

Später ging ich dann dem Käpten zur Hand, so ein Helferlein ist ja auch sehr wichtig für die vielen Kleinigkeiten.

Gegen Abend war dann die Tat vollbracht. Die Batterie saß in der Sitzbank, als wenn sie noch nirgends anders gewesen wäre. Ich bin sehr stolz auf meinen Käpten und er ist es sicher auch.

Für das durchwachsene Wetter hatten wir heute leider keine Zeit. Am späten Abend fing es auch noch kräftig an zu regnen. Aber es war ja so gemeldet und in der Nacht soll noch Wind mit stärkeren Böen auftreten.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Isabella und die Schwalbe

Download PDF
image_pdfimage_print

Montag 20.08.2018
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3115,5   0sm
L 31° Betr. Std. 503,0 Steg
Marina Veruda Steg

Nici und ich holen die saubere Wäsche von Christina.
Inzwischen hatte unser Käpten und das Kind wieder einmal ein Fotoshooting, diesmal mit Schwalbe. Sie hatten eine Schwalbenfamilie auf unserem Seezaun entdeckt. Als sie neugierig zum Vorschiff gingen, flogen natürlich alle Vögel weg, bis auf das Schwalbenkind. Das setzte sich vorne auf unsere Muringleine. Isabella näherte sich ganz leise und setzte sich mucksmäuschenstill zu dem Vogelkind aufs Vorschiff. Dort blieben beide eine lange Zeit sitzen.

Dann vermisste die kleine Schwalbe wohl seine Familie und flog davon.

Das werden wir morgen auch, aber bis dahin machen wir uns noch einen schönen Tag. Dazu gehört natürlich wieder der Pool und da gehen wir jetzt hin. Das heißt wir drei Damen, Opa muss mal wieder etwas für die Arbeit zu hause tun.

Jetzt unter der Woche ist am Pool nicht viel los und wir bekommen vier Liegestühle und einen Sonnenschirm. Diese Plätze sind sonst immer als erstes belegt. Wir besetzen sie mit unseren Badetüchern und gehen ins Wasser. Dort liegt ganz entspannt unsere italienische Nachbarin von der „Don Quichotte“ am Beckenrand im Wasser.
Jetzt fällt mir zum ersten Mal auf, dass wir nicht einmal ihren Namen kennen.
Ich grüße sie und sie fragt lächelnd „Samoa?“ Wir bejahen. Noch nie haben wir, außer dass wir uns grüßen miteinander gesprochen, wegen der unterschiedlichen Sprachen. Doch heute hat sie uns gleich in englisch angesprochen und uns wissen lassen, dass sie nur wenig englisch spricht und versteht, aber es lernen will. Genauso wie wir. Es kommt zu einer langen netten Unterhaltung. Auch so können wir unser Schulenglisch, das ja schon sehr viele Jahre her ist, etwas auffrischen. Nur Isabella hat natürlich noch kein Interesse und plantscht lieber im Wasser herum.
Endlich kommt auch unser Käpten.
Wir liegen bereits schon wieder auf unseren Liegestühlen, außer natürlich Isabella.

Heute genießen wir die Zeit am Pool recht ausgiebig, besonders unser Kind.
Dann blödelt sie etwas herum und ruft: „schaut mal, ich kann das Straßenschild berühren!“

Doch dann ist es urplötzlich Abend.
Jetzt sollten wir aber aufbrechen und zum Duschen gehen, schließlich wollen wir noch ins Škuža und dort sollten wir rechtzeitig eintreffen um einen Platz zu bekommen.

Unser Fisch schmeckt hervorragend, nur Isabella ist nicht so ganz zufrieden mit ihrem bestellten „Donald Duck“. Diese Kinderportion war schon sehr dürftig. Wir versprechen ihr dafür noch ein Eis.
Das genießen wir natürlich alle, am Strand mit Blick auf das Meer.

Da wir noch nicht genug schwitzen, betätigt sich Isabella auf dem Rückweg noch etwas sportlich.

Zu hause müssen wir unseren Wassertank noch auffüllen, bevor wir uns ins Cockpit setzen und darüber nachdenken, ob wir nicht doch noch bleiben sollen. Aber leider ruft die Arbeit.

Der Käpten und ich, möchten aber noch bemerken, dass wir in den letzten drei Wochen, außerordentlich interessierte und angenehme Gäste an Bord hatten.
Isabella könnte sogar meine Nachfolge als Wasserhüterin antreten. Sie hat den Käpten einmal beim Duschen an Bord erwischt, als er zu viel Wasser brauchte und sagte: “ Opa, mach das Wasser aus!“ Da kann ich nur sagen „braves Mädchen, gut aufgepasst“.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Immer wieder Pool

Download PDF
image_pdfimage_print

Sonntag 19.08.2018
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3115,5 3 sm
W L 31° Betr. Std. 503,0
Marina Veruda   Steg

Vor drei Tagen, das letzte mal Frühschwimmen für unsere Crew im Meer. Dann Frühstücken und Aufräumen. Wir entschieden uns doch noch mal ums Boot zu schwimmen. Isabella und Opa gingen schon mal ins Wasser, Nici hielt die Stellung und als ich den beiden folgen wollte, stoppte ich urplötzlich an der Badeleiter. Am Heck hüpfte eine etwa 15 cm im Durchmesser große Spiegeleiqualle im Wasser. Die vermieste mir den Badespaß. Ich rief sofort Wolfgang und Isabella, dass sie aus dem Wasser sollten. Immer die Qualle im Auge behaltend. Sie sind für uns Menschen nicht gefährlich, aber irgendwie hat man trotzdem ein unangenehmes Gefühl wenn sie auf einen zudriften. Nici kam auch gleich angelaufen und beobachtete auch mit. Bis die beiden am Heck sind, tauchten noch zwei Exemplare auf. Als sie weit genug weg waren huschten Wolfgang und Isabella schnell auf das Boot. Beim hinausfahren aus der Bucht, trieben noch ein paar Quallen am Schiff vorbei. Wir hatten schon vorher welche gesehen, aber die waren im offenen Meer. Wieder am Steg angelangt sahen wir, dass die meisten Bootsnachbarn unterwegs waren.
Wir säuberten nur schnell unser Paddelboard und das Dinghi, damit es in der Sonne trocknen konnte und gingen dann in den quallenfreien Pool. Spät am Abend erhellte im Süden von Veruda ein prächtiges Feuerwerk den Himmel.

Gestern Morgen hatte Wolfgang als allererstes die beiden Batterien ausgebaut. Bei der zweiten ist auch noch eine Zelle ausgefallen. Er brachte sie mit Isabella, nachdem Nici mitgeholfen hatte die schweren Batterien von Bord zu wuchten, zum Service.

Dort konnten wir sie entsorgen. Dann hieß es Boot schrubben, von außen und von innen. Die große Backskiste musste wieder ausgeräumt werden um unsere einstweilen im Auto gelagerten Fahrräder wieder verstauen zu können. Isabella gefiel die geräumige Backskiste, sie hätte gerne die letzten drei Tage darin gewohnt.

Das ging natürlich nicht, zum Trost gingen wir in den Pool.

Dort sagte das ausgeschlafene Kind zu Opa, dass ich Essen gehen wollte. Was aber leider nicht stimmte. Als wir sie zu Rede stellten, sagte sie lachend: “ Ich will aber Essen gehen und ihr zwei“, damit meinte sie Nici und mich, „seid nicht so schnell zu überzeugen, Opa aber kann ich um den Finger wickeln“. Nach längerer Diskussion gingen wir doch noch zum Essen, aber nur ins Volaria. Anschließend machten wir noch einen Spaziergang zum Trockendock.

Heute am Sonntag mussten noch Segelutensilien verstaut und angebracht werden. Danach hatten wir uns den kühlen Pool wieder verdient.
Am Abend wollten wir noch auf unseren gelungenen Törn anstoßen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Abschiedsgruß der Delfine

Download PDF
image_pdfimage_print

Donnerstag 16.08.2018
44° 49,15 N 18° 52,14 E Log 3112,6 31 sm Ankern 3m Schlamm
W 24,9° L 28° Betr. Std. 502,1
Festland Banjole Bucht Paltana

Wieder heißt es Schiff aufklaren, es geht heute weiter über die Kvarner Bucht. Wir fahren hinter den Inseln am offenen Meer entlang. Die Küste auf dieser Seite mit ihren Häusern gefällt mir besonders gut.

Das denkt sich wohl auch die Segelyacht „DIDA I“ und hielt im Meer einen Zwischenstopp zum Baden ein. Wir segeln mit leichtem Wind an ihnen vorbei: Gleich darauf nimmt auch „DIDA „ die Fahrt wieder auf. Unser Schiff wird jetzt immer schneller. Mittlerweile segeln wir mit 5 Knoten fahrt. Verfolgt von „DIDA“ .
Nach den Inseln im Kvarnerbereich werden wir noch schneller und erreichen fast unsere Spitzengeschwindigkeit. „DIDA“ ist immer noch hinter uns. Gleich darauf ist sie ganz nah dran. Nun überprüft unser Käpten die Segel, stellt sie etwas ein, überprüft noch mal und stellt wieder ein. Jetzt haben wir die Höchstgeschwindigkeit von 8 Knoten Fahrt erreicht. Segel gucken, einstellen, wird auch auf der „DIDA“ vom Käpten gemacht. Wir finden es belustigend wie die beiden Skipper sich anstrengen, das beste aus ihrem Schiff herauszuholen. Dann dauert es noch eine Weile und „DIDA“ zieht an uns vorbei. Das Schiff ist mit seinen 55 Fuß, deutlich größer als unsere Samoa. Wir können gar nicht vorne bleiben, aber es hat uns Freude bereitet, dass es solange gedauert hat bis wir überholt wurden.
Isabella ist es schlecht und müde ist sie auch. Als kurz darauf wieder Delfine am Schiff auftauchen, ist ihre Müdigkeit plötzlich verschwunden. Leider bleiben die Delfine aber nicht lange. Wir glauben, dass sie sich nur von uns verabschiedet haben. Unsere Fahrt geht mit Halbwind-Kurs weiter. Wir genießen eine wundervolle Überfahrt und rauschen im glitzerten Wasser nur so dahin.

Bis zum Leuchtturm können wir mit einem Kurs fahren, dann machen wir eine Wende und rauschen weiter bis zur Bucht Banjole.


Kurz vor der Bucht fahren wir an einem bekannten Schiff vorbei: „DIDA“ hat mal wieder beigedreht und ein Teil der Mannschaft badet im Meer.
In der Bucht ankern schon einige Schiffe. Wir setzten unseren Anker auf Anweisung vom Käpten ziemlich weit hinten bei nur 3 m Wassertiefe unter dem Kiel. Später sagt er, dass bereits am Anfang der Bucht nur 3 m Wassertiefe waren, diese zieht sich in die gesamte Bucht. So wenig Wasser war noch nie da, bisher hatten wir immer viereinhalb bis fünf Meter Wasser unter dem Kiel.
Etwas später schreit Isabella, „Oma, ein Schiff wird abgeschleppt, willst du das sehen“? Natürlich, will ich und komme an Deck. Ein Segler fährt ganz langsam an uns vorbei. Im Schlepptau hat er ein Motorboot. Dicht neben unserer Samoa lässt dann das Motorboot seinen Anker fallen die Schleppleine wird gelöst und der Segler fährt weiter.
Am Abend machen sich Opa und Isabella landfein. Sie schippern mit dem Dinghi an Land, dort ist in der Hotelanlage wieder Kinderanimation angesagt. Isabella gefällt es diesmal aber nicht so gut.

Das Foto in der Heringsdose wird auch diesmal wieder gemacht, aber mit Kopf einziehen. Isabella ist seit letztem Jahr etwas gewachsen.


Das sehen andere Familien und kommen sogleich an und wollen auch ihre Kinder eindosen. An Bord wurde dann noch mal von Isabella für die Damen der Schönheitssalon eröffnet.

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

„Du kommst hier nicht raus“

Download PDF
image_pdfimage_print

Mittwoch 15.08.2018
44° 44,27 N 014° 24,64 E Log 3081,6 4 sm Ankern 9m Sand
Insel Lošinj, Bucht Artaturi Luft 28,5° Wasser 26,6° Betr. Std. 500,6

 

Heute ist es noch total bewölkt. Nach dem Wetterbericht zu urteilen ist es hier bei Lošinj ruhiger als in Unije. Deshalb wollen wir vorwärts, in die Bucht Artaturi fahren.
In Kroatien läuten schon seit Gestern Abend die Glocken, auch heute Morgen schon. Sie haben hier einen Feiertag. Die sehr gläubigen Menschen gehen in die Kirche. Die Läden sind aber trotzdem offen und darum können wir unseren Brotvorrat auffrischen, frühstücken, an Bord alles verstauen und für die Weiterfahrt fertig machen.

Jetzt muss nur noch das Motorboot den Weg frei machen. Doch dort ist nur die Frau mit den beiden Kindern an Bord, ihr Mann kommt in 10 Minuten wie sie sagt. Ist O.K. Doch aus den 10 Minuten wird eine Stunde, wir werden ungeduldig. Dann kommt der Skipper mit einem bekannten Mann auf einem Motorroller angefahren. Statt wie wir geglaubt haben, dass sie ihr Boot nur etwas vorziehen um uns durchzulassen, bekommt der Rollerfahrer erst mal zwei lange Messer um am Koffer seines Fahrzeuges Schrauben fest zu ziehen. Scheinbar gibt es kein Werkzeug an Bord. Dann werden in aller Ruhe die Verdeckteile abgemacht und verstaut. Der größere von den kleinen Jungs half dabei. Jetzt geht die Frau auch noch einkaufen. In uns steigt so langsam Wut hoch. Als die Bordfrau dann endlich wiederkam, löste der Skipper die Leinen und fuhr los. Na toll, die Verdecke wegräumen hätte die Frau auch schon vorab machen können, sie aber zog es vor keinen Finger krumm zu machen. Sie kümmerte sich ja nicht mal um die Kinder als ihr Mann weg war. Sie entsorgte Müll während der kleinere Junge, noch mit Windel, außen am Boot tapsig zwischen Schiff und Kaimauer herumlief. Uns stockte bei dem Anblick beinahe der Atem. Der größere Bruder holte ihn dann weg von dort. Nun gut, letztendlich fahren wir etwa eineinhalb Stunden später los.
In Höhe der Marina ist eine Bootswerft, dort steht gerade ein großes Schiff auf dem Dock.

Weiter vorne fährt eine große sehr prachtvolle Motoryacht. Sie ankern auch in Artaturi wie wir.


Unser Anker hält auch heute wieder gut. Weil wir schon im Wasser sind machen wir gleich noch Wassergymnastik mit unserem Couch Isabella, der alles vormacht. Da machen sogar die Fische mit.

Digital Video Camera

Digital Video Camera

Bevor es dann an Bord zum Essen geht, tauchen Isabella und der Käpten noch ein paar mal an der Ankerkette entlang hinunter.
Später am Abend müssen wir noch zu Aale und Faden greifen. Der Faden von den Nähten, am Bimini und Sprayhood werden so langsam marode. Immer wieder mal reißt ein Stückchen, dann muss es aber gleich genäht werden, bevor der Wind rein bläst und noch mehr auf reist. Diesen Job übernehmen heute Isabella und Opa, das Dreamteam.

So, und jetzt noch unsere kleine Beute vom Candy – Shop.


D
a ja heute Feiertag ist, wird hier auch gefeiert, die Volksmusik ertönt weit in die Bucht.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Regen und Candy

Download PDF
image_pdfimage_print

Dienstag 14.08.2018
44° 31,70 N 014° 28,00 E Log 3077,6 0sm 365 Kuna
Insel Lošinj, Mali Lošinj Stadthafen Luft 23,8° Wasser 25,7° Betr. Std. 499,5

Gestern gegen Mitternacht erhellte sich der Himmel auf allen Seiten. Überall blitzte es. Doch dabei blieb es vorerst.
Heute Morgen gehen „die drei Damen vom Schiff“, zum Bäcker, machen dann Frühstück und gehen noch mal Duschen. In der Zwischenzeit hat sich der sonnige Himmel total mit Wolken zugezogen. Jetzt sollten wir uns etwas beeilen. Wenn wir noch hinauf in die Stadt wollen um Kaffee in Bohnenform zu kaufen. Den gab es früher auch überall, doch seid Kroatien in der EU ist gibt es fast nur gemahlenen Kaffee. Für uns aber schlecht, weil wir eine Kaffeemühle haben.
Der Himmel wird jetzt ganz dunkel und als wir aus dem Lidl kamen fing es bereits an zu regnen. Erst warteten wir etwas ab. Doch nach Betrachtung des Himmels dürfte es noch länger regnen. Also beschließen wir doch zum Schiff zu laufen. Jetzt geraten wir im strömenden Regen auch noch in ein heftiges Gewitter. Gerade am Boot angekommen ertönte ein furchtbarer Knall in unmittelbarer Nähe. Da könnte es irgendwo eingeschlagen haben. In Windeseile hängen wir unsere Verdecke ein, damit das Cockpit nicht auch noch überflutet wird. Draußen am Seezaun hängt unsere in der Dusche frisch gewaschene Wäsche. Sie war fast trocken als wir weg gegangen sind und jetzt hängt sie im strömenden Regen.
Wir sollten uns jetzt auch erst mal trocknen. Bis zum frühen Abend regnet es und ab und an gewittert es noch.
Heute gehen wir schon beizeiten zum Essen und auch gleich gegenüber. Da ist jetzt noch genügend Platz. Später wird es voll werden, weil die meisten Bootsfahrer im Regen auch nicht so weit laufen wollen.
Bei einer Unterhaltung zwischen dem Kellner und einem anderem Gast, hören wir wie der Kellner sagt, dass es heute das erste mal wieder, seit drei Monaten regnet.
Nach dem Essen gehen wir mit Regenschirmen bewaffnet noch mal auf Shoppingtour. In dem kleinen Laden von gestern wollen wir noch zwei Badetücher kaufen. Dort sind die Sachen die an der Hauswand ausgestellt hängen, mit Folien gegen den Regen geschützt. Wir holen den Verkäufer und sagen was wir haben möchten. Zwei gleiche Badetücher wovon nur eines hier draußen hängt. In seinem kleinen mit Kartons voller Waren, vollgestopften Laden, bringt er gleich ein zweites Exemplar. Isabella sieht sich inzwischen den Schmuckständer an und kann sich zwischen zwei Halsketten nur schlecht entscheiden. Letztendlich fällt die Wahl auf eine kleine Kette mit Delfin und Lederhalsband. Mama fragt nach was sie kosten soll. Da streichelt der ältere Händler Isabella über den Kopf und sagt: „Die schenk ich ihr“ Isabella strahlt, wir bedanken uns und verlassen das Lädchen in der Seitengasse. Spazieren gehen macht heute auch keinen rechten Spaß.
Das Motorboot steckt immer noch eingequetscht an unserer Yacht.

Wir bleiben erst mal auf dem Schiff und öffnen später alle Luken als es aufgehört hat zu regnen um die 76% Luftfeuchtigkeit etwas aus dem Schiff zu bringen. Das Hygrometer fällt aber nur um 2%. Zu fortgeschrittener Stunde möchte Isabella noch ein Eis. Wir haben es ihr versprochen, nur nicht gleich nach dem Essen. Jetzt ist genug Zeit verstrichen. Mal sehen, ob im Lokal gegenüber Platz ist. Der Kellner sieht uns und sagt: “Einen Moment, für vier Personen.“ Obwohl Wolfgang noch gar nicht da war. Er weiß dass der „Finanzminister“ noch fehlt. Zu zweit heben die Kellner einen Tisch über den Köpfen der anwesenden Gäste zu einem freien Platz, holen noch Stühle dazu und bitten uns Platz zu nehmen. Nun können wir das Eis bestellen. Es dauert nicht lange und der Kellner kommt mit einem Tablett und vier Eisbechern. Genüsslich verputzen wir unsere Köstlichkeit. Bezahlen möchte Isabella und der Oberkellner, der mit größter Wahrscheinlichkeit der Chef ist, sagt zu ihr, sie soll noch kurz warten. Dann übergibt er ihr charmant einen roten zusammengefalteten Cocktailsticker, als wenn es eine Blume wäre. Beim verabschieden gibt er uns allen die Hand.
Jetzt hätten wir beinahe vergessen in den kleinen Candy-Shop nebenan zu gehen. Ich nehme eine von den Tüten, die alle sehr groß ausfallen und wir versuchen von den vielen tollen Köstlichkeiten nur sehr wenig einzupacken. Die Süßigkeiten sind teilweise sehr schwer und man bekommt ganz schnell ein ordentliches Gewicht zusammen, das dann viel kostet. Wir sind aber standhaft geblieben. Wieder an Bord wollen wir noch etwas spielen, aber der Käpten ist spurlos verschwunden. Unbemerkt hat er seinen Fotoapparat genommen und diese tollen Aufnahmen gemacht.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

30 %

Download PDF
image_pdfimage_print

Montag 13.08.2018
44° 31,70 N 014° 28,00 E Log 3077,6  4,1sm  365 Kuna
Insel Lošinj, Mali Lošinj Stadthafen  Luft 28° Wasser 27,8° Betr. Std. 499,5

 

Es ist ein schöner Tag, trotzdem fahren wir heute morgen nach Mali Lošinj in den Stadthafen. Morgen soll es schlechtes Wetter geben. Dann ist im Stadthafen immer alles schnell belegt.
Vor der Abfahrt bemerken wir noch, dass unser Kühlschrank nicht mehr funktioniert. Eine kurze Überprüfung der Elektrik ergibt, dass die Batterien fast leer sind und wir zu wenig Spannung haben. Seltsam ist, dass nach der Strom-Verbrauchsanzeige eigentlich noch genügend Energie das sein müsste. Nachdem der Motor gestartet war, lief auch der Kühlschrank wieder.
Unterwegs fährt so ein halbes rot-leuchtendes U- Boot an uns vorbei. Oben ist der Steuerstand und Unterwasser hat es viele Bullaugen, von denen aus Touristen sich die hier lebenden Fische anschauen können. Diese werden vorher immer an einem bestimmten Platz zur selben Zeit angefüttert.

Gegen 11.00 Uhr sind wir bereits im Stadthafen und bekommen den vorerst letzten Platz gleich am Anfang von Steg 3. Jedes mal wenn ein Schiff den Steg verlässt kommt bereits das nächste um seinen Platz einzunehmen. Nachdem wir festgemacht haben, entsorgen wir erst mal unseren Müll und betrachten unsere nähere Umgebung. Wir haben kleine Läden, einen Bäcker, Duschräume die wir kostenpflichtig benutzen können und ein Lokal mit einer riesigen leckeren Eis-Theke. Alles in einer Minute zu Fuß von unserem Schiff aus zu erreichen.

Na, wo werden wir als erstes hingehen? Eis essen natürlich.

Als wir zurück kommen, piept im Boot der Gaswarner. In Verbindung mit dem Unterspannungsproblem vom Vormittag meint Wolfgang, dass es wahrscheinlich nichts mit der Gasanlage zu tun hat. Auch der von einer gasenden Batterie austretende Wasserstoff kann die Gaswarnung auslösen. Als die 12 V Anlage stillgelegt und die beiden Verbraucherbatterien getrennt sind, zeigt eine Spannungsmessung, dass eine davon defekt ist. Da wir die defekte Batterie aus Sicherheitsgründen nicht mehr laden dürfen, wird sie abgeklemmt und wir müssen ab jetzt etwas sparsamer mit dem Strom sein.
Danach gehen Opa und Isabella spazieren und suchen auch einen Briefkasten für Isabellas Karten. Als sie zurückkommen berichtet sie von einem Lokal auf der anderen Seite.“ Bei dem bekommen wir 30 %, jeder Erwachsene einen Schnaps und jedes Kind, eine Kugel Eis“. „Oma, da will ich hin.“ Doch bis es soweit ist, wollen oder besser gesagt sollten wir erst mal zum Duschen gehen. Frisch gesäubert, aber schon wieder nass vom Schwitzen, ziehen wir nun gemeinsam los. Tatsächlich versucht uns einer der Kellner mit seinen 30 % Versprechungen ins Lokal zu locken. Wir gehen aber erst mal weiter und genießen die schöne Gegend rund um den Stadthafen.

Dann führt uns der Weg wieder zu dem Lokal. Isabella schaut uns bittend mit großen Augen an. Inzwischen sind alle Sitzplätze belegt. Der Kellner organisiert in Windeseile einen gerade freiwerdenden Platz für uns. Hier sind ständig alle Plätze wieder belegt, während in den Lokalen links und rechts vom „Sidro“ so heißt unseres, gähnende Leere herrscht und die Bedienung sich die Beine in den Bauch steht. Unsere Kellner sind sehr fleißig und arbeiten Hand in Hand. Besonders beeindruckt hat uns, als wir sahen, dass sie Essen und Getränke zwischen zwei Häuserreihen weit hinten, dort ist ihr Lokal, abholen müssen. Die wissen auch was sie jeden Tag bis spät in die Nacht geleistet haben. Zwischen den beiden Häusern hat ein Händler seine Waren angeboten. Solche kleinen Geschäfte und Stände gibt es genügend hier, nur nirgends gab es Badetücher. Doch hier wurden wir fündig. Danach geht s weiter im übervollen Stadtkern. Wir zwängen uns durch die Touristen, landen dann endlich beim Markt, in dem wir Butter kaufen wollen, die es in den kleinen gemütlichen, urigen Läden nicht zu kaufen gibt.
Auf dem Rückweg am hinteren Teil des Stadthafens steht eine riesige Traube von Menschen und schaut auf einer Tribüne einer Gruppe Mädchen zu, die zu den Klängen von Broadwaymusik tanzten. Da bleiben natürlich auch wir stehen und schauen eine Weile zu. Spät am Abend ist es noch immer sehr warm wie in einem Backofen.
Wieder an unserem Schiff sind wir nicht so begeistert. Haben sie uns doch ein nicht so kleines Motorboot, so halb an Steuerbord bei uns rein gequetscht. Dabei müssen sie unsere Fender umgehängt, das Beiboot auf der anderen Seite unseres Schiffes festgemacht und unsere Muring gelockert haben. Wir bemerkten es, weil unsere Gangway in der Luft hing und wir das Boot erst heranziehen mussten um auf das Schiff zu gelangen. Wolfgang richtet als erstes die Fender, damit das eingeschobene Boot nicht an unserem scheuert. Zum Schluss sitzen wir wie auf dem Präsentierteller eng zwischen Booten und dem Gehsteig im Cockpit. Aber schön ist es trotzdem.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Der gerettete Krebs

Download PDF
image_pdfimage_print

Sonntag 12.08.2018
44° 34,27 N 014° 24,63E Log 3073,5 0sm Ankern Sand 10m
Insel Lošinj Bucht Artaturi Luft 28° Wasser 26,0° Betr. Std. 498,4

Heute Morgen kam hier das erste mal jemand vorbei der Brot verkaufen wollte. Wir haben noch genug, aber Apfelstrudel und Käse ließen wir uns nicht entgehen. Was für ein köstliches Frühstück.
Dann machen wir erstmal eine ganze Weile nichts. Später hatten wir alle riesigen Spaß mit dem Paddelboard. Ob alleine oder im Doppelpack.

Heute ist Isabella  laut ihrem Arbeitsplan mit kochen dran, den sie am Anfang unserer Reise zusammengestellt hat. Plötzlich ertönt draußen eine Sirene. Wir eilen an Deck um nachzusehen. Ein Polizeiboot hat ein kleines Motorboot gestoppt und es an ihm anlegen lassen. Warum sie von der Polizei angehalten wurden, wissen wir nicht. Sollte es wegen rasen in der Bucht gewesen sein, hoffe ich, dass sie eine ordentliche Strafe bekommen haben, denn überall sind Paddelboardfahrer, Schwimmer und Schnorchler unterwegs. Jetzt kann Isabella mit kochen fortfahren. Als Vorspeise gab es Reste der Schaschlik Pfanne von gestern. Als Hauptspeise Würstchen mit Stampf und als Nachtisch Kuchen im Glas mit Apfelmus. Genauer gesagt, Nuss- und Marmorkuchen mit Apfelmus. Was für ein vorzügliches Mahl.
Uns ist wieder sehr warm. Es ist so toll direkt vor der Haustüre Wasser zu haben, in das man nur springen muss. Nici und ich seilen uns ein bisschen ab. Isabella und Opa gehen Paddelboarden, spielen Schach oder 11er raus. Manchmal sind sie auch an Deck. Dann geht es immer Opa!!!! Opa!!!
Nici und ich gehen mal wieder auf Schnorcheltour, aber wie es zu erwarten war gibt es nichts aufregendes zu finden. Am Schluss finde ich noch eine dickwandige, runde Schnecke so eine hatten wir noch nicht gesehen. Sie ist den anderen Schneckenhäusern gegenüber sehr schwer. Es scheint aber niemand mehr drin zu wohnen. Vorsichtshalber legen wir sie aber oben an Deck und beobachten sie. Später meint Isabella: „Oma, die Muschel habe ich hierher gelegt, und jetzt ist sie da.

“ Nici und ich wollen es noch nicht so recht glauben. Sie ist sicherlich vom hin und herschwanken des Bootes etwas gerutscht. Jetzt setzen wir das Schneckenhaus auf eine Schaufel mit Meerwasser und warten wieder ab.
Unterdessen setzten wir uns alle aufs Vorschiff, genießen die Abendstimmung und trinken ein Bier dazu. Unser Kind natürlich nicht. Isabella rennt immer mal nach hinten um nach dem Schneckenhaus zu schauen. Dann ruft sie: „Oma, willst du ein Mörder sein?“ Es lebt tatsächlich noch ein Krebs in diesem Häuschen. Niemals haben wir Schneckenhäuschen oder Muscheln mitgenommen die bewohnt waren. Jedenfalls nicht mit Absicht. Das tun wir auch diesmal nicht, auch wenn es das erste Exemplar dieser Schnecke ist das wir gefunden haben. Isabella lässt den kleinen Krebs samt Häuschen sanft zurück ins Wasser gleiten.
Wir nehmen wieder unser Plätze im Cockpit ein. Heute schlagen wir unser Verdeck zurück um den schönen Sternenhimmel betrachten zu können. Hoffnungsvoll halten wir auch nach Sternschnuppen ausschau. Nici sieht auch heute die erste und darf sich etwas wünschen.

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar