Ruhe

Download PDF
image_pdfimage_print

Samstag 12.10.2019
44° 49,90 N 013° 51,43 E Log 3317,7 0 sm
W 19,6 ° L 20° Betr. Std. 536,9 Boje
Festland Bucht Soline

Die Nacht war ruhig und wir haben herrlich geschlafen. Zwei Segler haben auch in dieser Bucht übernachtet. Heute ist es etwas bewölkt, wir haben wenig Wind und die Stille hier ist Balsam für die Seele. Wir genießen es, uns in unserem Boot hin und her zu drehen, sodass die Landschaft an uns vorüber zieht.

Wolfgang nutzt die Ruhe um ein Paar Sachen auszumessen und denkt darüber nach, ob wir sie austauschen wollen, was die Teile kosten und wo man sie beziehen kann. Unsere Favoriten sind die Badeleiter, Solar und unser kleiner Schalter von einer Leuchte im Salon. Ich schreibe ein bisschen am Logbuch und das war es dann schon auch. Unsere Segelnachbarn haben die Plätze getauscht. Die einen sind weiter gefahren und drei Neue sind für die Nacht gekommen. Auch sie wollen die schönen Tage noch in der Sonne nutzen. Nur Leider ist so ein Tag wieder mal viel zu schnell vorbei.
Von solchen Sonnenuntergängen kann ich nie genug bekommen.

Hier noch eine Aufnahme in der blauen Stunde.

Am Ufer sitzen verstreut einige Angler und versuchen jetzt gegen Abend ihr Glück.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Gratisboje

Download PDF
image_pdfimage_print

Freitag 11.10.2019
44° 49,90 N 013° 51,43 E Log 3317,7 1,4 sm
W 19,6 ° L 20° Betr. Std. 536,9 Boje
Festland Bucht Soline Getankt 80 Liter

Bei 12° Außentemperatur frühstücken wir heute lieber unter Deck. Bevor wir uns zum Einkaufen fertig machen, bestaunen wir aber erst noch die Nordland, die bekam nämlich alle Segel gehisst, um die Tücher mit dem Wasserschlauch von Schmutz und Salz zu befreien.

In Pula ist es auch ruhiger geworden und Parkplätze waren jetzt in ausreichender Zahl vorhanden. Was sich wohl nie ändern wird ist die Arbeitsmoral im Hafenamt und genügend Wechselgeld ist auch nie vorhanden. Fast jedes mal muss aus dem eigenen Portemonnaie des Bediensteten gewechselt werden, oder es wird Kleingeld von woanders organisiert. Aber wie immer haben wir es geduldig hingenommen.
Beim neuen Lidl, der ja auch näher an der Marina liegt, sind sie etwas fortschrittlicher. Im Eingangsbereich stehen wie auch bei uns zuhause Automaten zum Flaschen abgeben. Mit unseren wenigen Flaschen testen wir die Anlage. Danach besorgen wir ein paar Lebensmittel und natürlich unser Grillgut.
Wieder im Hafen räumen wir schnell ein und legen dann ab. An der wieder eröffneten , feststehenden Tankstelle machen wir noch einen Tankstopp. Der schwimmende Ponton mit den Zapfsäulen, der vorher in Betrieb war, ist jetzt geschlossen. Eine Weile müssen wir uns aber noch gedulden, denn es kann auf der Außenseite immer nur ein Schiff betankt werden. Auf der Innenseite sagt der Tankwart ist es zu klein für unser Schiff. Bei den beiden Schiffen die noch vor uns dran sind, haben es die Skipper aber nicht sehr eilig. Es dauert. In der Zwischenzeit kreisen schon eine menge Charterschiffe in der Warteschlange. Wir haben es gerade noch ganz gut getroffen.

Wir hätten auch noch in den nächsten Tagen Tanken können, aber heute gibt es nur wenig Wind und so können wir diesen Punkt schon mal abhaken. Wir füllen etwa 80 Liter nach, jetzt ist unser Tank für die nächste Saison wieder voll. Nun drehen wir ab und machen den anderen Schiffen Platz.
Unser Ziel ist die gegenüberliegende Bucht Soline. Das ist zwar nicht weit, aber wir wollten einfach nur raus aus dem Hafen. Mal schauen wie lange das Wetter mitspielt. In der Bucht sind die vielen Bojen bis auf sechs, alle verschwunden. Ob der Betreiber sie nur über den Winter herausgenommen hat, oder ob das Bojenfeld abgebaut wurde, wissen wir nicht. Wir nehmen eine der verbliebenen Bojen und machen unser Schiff daran fest. Anschließend möchte der Käpten unbedingt ein Bad im 19,6° kalten oder warmen Wasser nehmen. Ich lasse mich nicht dazu überreden. Anfangs verzieht er sein Gesicht schon sehr, bis er im Wasser eingetaucht ist.

Dann schwimmt er einmal um das Boot, macht ein lächelndes Fotogesicht und kommt wieder heraus, dabei hat er sich an einem Draht von der Badeleiter leicht in den Finger geschnitten.

Am Ufer taucht auf einmal hinter den Bäumen der Mond auf, obwohl die Sonne noch am Himmel steht.

So langsam richtet Wolfgang jetzt den Grill her und wir kommen zum gemütlichen Teil des Tages. Das Essen schmeckt heute besonders gut, da wir wissen, dass es das letzte Bordgrillen für dieses Jahr sein wird.

Bis jetzt ist auch noch kein Bojenbetreiber zum Kassieren gekommen. Danach räumen wir zügig auf, da es bereits dunkel und kühler wird. Im Cockpit genießen wir dann in Decken eingewickelt den herrlichen Sonnenuntergang.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Relaxen im Restaurant

Download PDF
image_pdfimage_print

Donnerstag 10.10.2019
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3316,4 0sm
W 17,6 ° L 20° Betr. Std. 536,1
Marina Veruda Steg

Der Wind lässt gegen drei Uhr morgens nach. Wir schlafen aber noch schön weiter und stehen heute erst spät auf. Bei den Waschräumen treffe ich eine der Putzfrauen, die hier immer ihr Bestes geben. Wir begrüßen uns und fragen wie es denn so geht. Alles dobro. Nur als sie in kroatisch weiter spricht, muss ich leider passen. Dagegen hilft nur lernen. Aber vorerst gibt es Frühstück. Danach sitze ich gemütlich an Deck und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen, während Wolfgang, wie soll es sein, mal wieder Büroarbeit macht. Als er endlich fertig ist, spazieren wir bei 20° und Sonnenschein nach Pješčana Uvala zum Einkaufen. Dort begrenzen wir allerdings spontan unsere Einkaufsliste auf Brot, Eier und Zigaretten. Da wir kurzentschlossen morgen noch mal mit dem Boot rausfahren wollen, kam uns die Idee, das schöne Wetter auch noch mal zum Grillen zu nutzen und dafür kaufen wir morgen noch ein. Genauso kurzentschlossen haben wir das Abendessen vorverlegt. Heute bleibt an Bord die Küche kalt, stattdessen gehen wir ins Škuža zum Essen. Dass das Lokal hat noch geöffnet hat, haben wir auf dem Weg zum Einkaufen gesehen.

Auch hier sitzen wir im Sonnenschein und genießen leckeren Fisch mit Mangold und Bauernsalat. Diese Ruhe außerhalb der Saison im Lokal und die Zeit die der Kellner für die wenigen Gäste jetzt hat, erfreut auch unser Gemüt.
Auch der Strand ist ziemlich leer.

Die paar Menschengruppen die es teils mit Kindern hierher verschlagen hat, gehen aber auch tapfer ins Wasser.

Ich glaube wir würden nicht gehen, aber das testen wir morgen.

Im Tauchcenter ist auch keiner mehr da.

 In der Marina hat jetzt auch die Tankstelle an Land wieder geöffnet.

Als wir wieder am Boot angekommen sind machen wir uns gleich dran, die Persenninge abzumachen und die Schoten anzubringen. Die Flaggen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Jetzt ist ein bisschen Vorarbeit für Morgen erledigt und wir gehen unter Deck, denn wir sehen nichts mehr, es ist dunkel geworden.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Die verschobene Anreise

Download PDF
image_pdfimage_print

Mittwoch 09.10.2019

44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3316,4 0sm
W 17,6 ° L 20° Betr. Std. 536,1
Marina Veruda Steg

Nach mehrmaliger Verschiebung des Abreisetermins, schaffen wir es heute doch tatsächlich auch noch zwei Stunden später als gewöhnlich loszufahren. Bei der Abfahrt zuhause ist der Himmel grau in grau und nach einigen Kilometern fängt es an zu regnen. Bereits vor Nürnberg kommen wir in die ersten Baustellen. In ganz Deutschland regnet es in Strömen und wir geraten von einer Baustelle in die Nächste. Stundenlanges stop and go begleitet uns auch über die Grenzen, nur der Regen lässt in Kärnten so langsam nach. Die slowenische Grenze konnten wir erfreulicher weise ohne Verzögerung passieren. Erst in Kroatien wird die Autofahrt angenehmer. Nur ein paar kleine Baustellen, kein Regen und es wird deutlich wärmer. Nach elf Stunden kommen wir sehr müde am Boot an. Hier pfeift allerdings noch der Jugo, trotzdem laden wir noch unsere Sachen aus und verräumen sie. Froh darüber, gut angekommen zu sein, sitzen wir noch einige Zeit im Salon, bevor wir in unsere Koje gehen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Privater Pool

Download PDF
image_pdfimage_print

Donnerstag 11.07.2019
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3182,5 0 sm
W 25,7° L 24.4° Betr. Std. 514,1 Steg

Marina Veruda Steg

Heute haben wir wieder genug zu tun. Wolfgang fängt damit an unsere Wäsche zu Kristina zu bringen. Dann machen wir weiter, indem wir den kleinen Mustoladen besuchen und neue Segelhandschuhe für mich kaufen. Stolz bringe ich meine Errungenschaft auf unser Schiff.

Wieder plauschen wir mit unseren Nachbarn, als auf einmal Anne von der Cara auf dem Steg erscheint, gefolgt von ihrem Mann. Wie schön die beiden zu sehen. Wir hatten uns schon Sorgen gemacht, weil das Schiff unserer beiden leidenschaftlich segelnden Rentner noch immer mutterseelenalleine an seinem Steg steht. Anne hatte sich auf dem Schiff am Bein verletzt, was anfänglich harmlos aussah, dann aber eine längere Schonzeit forderte. Sie darf jetzt zwar noch immer kein Wasser an die Verletzung bringen, aber ansonsten geht es wieder gut, sagt sie.
Der Himmel ist wieder blau und der Wind ist auch erst mal weg. Da zieht es heute viele Boote aufs Meer.
Auch die kleine vollbeladene Sirocco macht sich auf dem Weg. Sie wollen heute über Nacht draußen bleiben. Also dann mal Tschüss, bis zum nächsten mal.

Die große Santa Maria im neuen Outfit, verfolgt das kleine Schiff bis zum Hafenausgang.

Unsere italienischen und slowenischen Nachbarn sind auch alle unterwegs.

Wir aber werden erst mal mit den Außenarbeiten, wie Persennig an Vorsegel hochziehen, beginnen. Jetzt möchte auch unser neuer Stegnachbar von Platz eins aufs Meer. Man oh man, hatte er doch erst vorgestern die Muring von den Slowenen in seinen Antrieb gebracht, so hat er auch heute bei Windstille, Schwierigkeiten beim Ablegen. Wenn er nicht aufpasst wickelt er seine eigene Muringleine um seinen Antrieb. Diese, das heißt beide Murings, hat er mit Fender und langen schwimmenden Leinen versehen. Das Boot treibt aber weg, in unsere Richtung. Da kriegt er gerade noch die Kurve und kann ohne Schaden zu verursachen weiterfahren.
Wir nutzen mal die Gelegenheit des fast leeren Steges und zeigen mal wie nahe Boot, Parkplatz und Restaurant beieinander liegen.

Wir räumen weiter auf. Dann blasen wir unseren neuen Kugelfender auf, der schon ein paar Jahre in der Backskiste liegt und binden ihn an´s Heck unseres Schiffes. Viele verschiedene Arbeiten füllen unseren Tag.
Gegen Abend kommt als erstes unser neuer Nachbar mit dem Motorboot zurück. Wieder ein Desaster, diesmal beim Anlegen.
Der arme Mann tut uns gänzlich leid, er müht sich so sehr ab, während die beiden älteren Jungs und die Frau, nicht wirklich Interesse am Bootfahren zu haben scheinen. Nett und freundlich sind sie aber alle.

Aufräumen ist bei uns jetzt abgehakt, wir gehen schwimmen in den Pool. Die wenigen Leute, die im Wasser sind, verschwinden auch noch, als wir kommen. Wir hoffen, dass sie nicht wegen uns geflüchtet sind, auf jeden Fall haben wir den großen Pool eine Zeitlang für uns alleine. Später kommen noch mal ein paar Kinder, aber erst, als wir zum Duschen gehen.

Am Abend platziert sich ein Rabenvogel direkt auf der Windfahne eines Nachbarseglers und lässt sich vom Wind hin und her drehen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Windiger Pool

Download PDF
image_pdfimage_print

Mittwoch 10.07.2019
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3182,5 0 sm
W 25,7° L 24.4° Betr. Std. 514,1 Steg

Marina Veruda Steg


Wieder mal viel Wind, darum verkriechen sich die meisten Bootfahrer den halben Tag erst mal an Bord ihrer Schiffe, genauso wie wir.
Dann möchte man aber doch mal raus ans Licht. Das Haare stylen kann man sich heute allerdings wieder schenken. Also schlendern wir ungekämmt los zum einkaufen. Ein Brot, ein bisschen Ziegenkäse und noch mal Zigaretten, das war´s dann schon.
Der Grga in der Marina hat seine Öffnungszeiten deutlich reduziert. Bereits um 16:00 Uhr machen die ihren Laden dicht. Da brauchen sie sich auch nicht zu wundern, wenn die Leute gleich woanders hingehen.
Ein Stockwerk tiefer im Marinabüro sollte die Mittagspause jetzt auch vorbei sein. Hier geben wir die unterschriebenen Unterlagen zurück, die uns die Marina nach Deutschland geschickt hat. Wenn wir mit den Datenschutzvereinbarungen einverstanden sind, erhalten wir regelmäßig eine E-Mail wie es unserem Boot geht, auch mit Fotos. Das neue, junge Mädchen im Büro war sehr nett. Unseren Mario, der ja in Rente ist, vermissen wir aber schon ein bisschen, mit ihm hielten wir oft einen kleinen Plausch.
Die alte verwahrloste Tankstelle neben dem Büro, wird wieder auf- und umgebaut. Die Arbeit ist auch schon weit fortgeschritten, so dass sie sicher bald in Betrieb geht.

Schön entwickelt hat sich inzwischen auch die kleine Oase.

Unterwegs reift in uns der Wunsch nach einer Pizza. Mittags sind im Volaria noch nicht viele Gäste, aber auffallende.
Eine junge, kleine, schlanke Frau erregt viel aufsehen mit ihrem hautengen, figurbetonten pinkfarbenen Minikleid. Mit ihrer übergroßen, viereckigen Brille die aussah wie die Frontscheibe eines Reisebusses und ihrer auf dem Stuhl zusammengesackten Haltung erschien sie aber eher wie eine Karikatur. Das Auffallen ist ihr aber gelungen.

Bei der Sirocco sind bereits die Gäste angekommen. Nun ist das kleine Boot ganz schön voll. Aber wie heißt es so schön: „Platz ist in der kleinsten Hütte“
Viel Platz haben wir heute im Pool. Bei dem kalten Wind, möchten nur ein paar Leute, meist Kinder in das lauwarme Nass. Wir, das heißt eher ich, gehören auch dazu. Nach ein paar Runden schwimmen geht’s dann doch lieber zum lauschigen Boot zurück
Abends essen wir dann unsere restliche Pizza, die wir uns einpacken haben lassen. Komisch, so ein Tag vergeht recht schnell, auch wenn man nicht viel macht. Aber schön ist es trotzdem.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Der superschnelle Segelmacher

Download PDF
image_pdfimage_print

Dienstag 09.07.2019
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3182,5 0 sm
W 27,8° L 29° Betr. Std. 514,1 Steg
Marina Veruda Steg

Noch gestern Abend haben wir unsere ganzen Reißverschlüsse auch vom Bimini angesehen und da besteht schon Bedarf, den ein oder anderen auch noch nachnähen zu lassen. Zuerst aber müssen wir das Sprayhood abmontieren, das Mittelteil und das Bimini machen wir danach auch gleich mit ab. Das ist eine sehr anstrengende Aktion und dauert an.
Überpünktlich, kurz vor 8:00 Uhr ist der Segelmacher zur Stelle und wir sind mit dem Bimini noch nicht ganz fertig. Dann übergeben wir ihm die drei Teile, mit der Bitte um Durchsicht und Reparatur. Er nimmt die Teile und verspricht sie heute Abend wieder vorbeizubringen.
Nun haben wir Ruhe und Zeit für unser Frühstück.
Danach nutzt Wolfgang die Gelegenheit der abgebauten Verdeckteile, um drumherum mal wieder alles gründlich sauberzumachen und ich schreibe mal wieder.
Unser Boot sieht so oben ohne, jetzt etwas gewöhnungsbedürftig aus.

Aber es ist ja hoffentlich wirklich nur bis heute Abend. Ohne Verdeck ist es in der Sonne kaum auszuhalten und wir verbringen einen Teil der Zeit lieber unter Deck.

Der Himmel ist bereits wieder mit dicken Wolken verhangen und sieht gefährlich nach Regen und Gewitter aus. Deshalb möchten wir vorab noch die Gelegenheit nutzen und in den Pool zu gehen. Gerade als wir mit unseren Badesachen das Boot verlassen wollen, steht plötzlich der Segelmacher vor unserem Schiff und bringt die ausgebesserten Abdeckungen wieder vorbei. Er meint, wir sollten doch mal über ein neues Sprayhood nachdenken. Das Alte ist doch schon sehr verschlissen und er hat es nicht imprägniert, weil es die vorherige Reinigung möglicherweise nicht überstanden hätte.
Erst gestern haben wir uns größere Gedanken darum gemacht und müssen ihm leider recht geben. Doch nach der kleinen Reparatur, sollte es heuer und nächstes Jahr schon noch halten. Mal sehen. Wir bezahlen dem Segelmacher 80 € und er verlässt uns wieder.

So bald hätten wir nicht mit ihm gerechnet. Es ist gerade mal 13:00 Uhr.
Jetzt ist Baden natürlich erst mal gestrichen.
Wichtig ist jetzt erst alles wieder aufzubauen und die Spannungen an den Verdecken wieder richtig einzustellen. Was für eine schweißtreibende Angelegenheit.

Nach Fertigstellung unserer Arbeit, kommen wir das erste mal mit den neuen Eignern der Sirocco, ins Gespräch. Das heißt eigentlich nur mit René, denn seine Frau Eveline und sein vierzehn jähriger Sohn haben sich unter Deck verkrümelt. Da unsere Plauderei etwas länger gedauert hat, fällt das ursprünglich geplante Baden aus, denn der Himmel öffnet jetzt seine Pforten und bringt auch Gewitter mit.
Jetzt werden wir für unser sofortiges Verdeck aufbauen durch ein trockenes Cockpit belohnt und dem Segelmacher sei Dank für seine schnelle Arbeit.
Gegen Abend lässt das Gewitter und der Regen erst mal nach, aber dem Himmel nach zu urteilen, nicht für sehr lange.
Gegessen haben wir schon an Bord, aber für ein Eis laufen wir noch mal nach Pješčana Uvala. Unterwegs treffen wir die Crew der Sirocco, die bereits wieder auf dem Rückweg ist.
Heute probieren wir mal von der neuen Bar das Eis, dazu setzen wir uns ans Meer.
Ich finde es schmeckt sehr lecker, Wolfgang hingegen meint, es schmeckt ihm etwas zu wässrig. Kommt vielleicht auch auf die Sorte an.
Noch nicht lange sitzend, fängt es an so leicht zu tröpfeln. Also begeben wir uns mal lieber auf den Rückweg. Gerade am Boot angekommen, wird es schon wieder richtig nass von oben.
Im Cockpit spielen wir heute mal Rummikub und wieder mal verliere ich, wie meistens.
Als wir später in unsere Koje gehen ist noch alles windstill, aber es soll heute Nacht Bora mit Böen bist zu 55 Knoten geben.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Die Luft ist raus

Download PDF
image_pdfimage_print

Montag 08.07.2019
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3182,5 0 sm
W 27,8° L 30° Betr. Std. 514,1 Steg
Marina Veruda Steg

 

Heute Morgen ruft Wolfgang als erstes den Segelmacher an. Denn an unseren Verdeckteilen, sind ein Reißverschluss und einige Nähte verschlissen, das sollte repariert werden, bevor da mal der Wind einen Angriffspunkt findet und alles aufreißt. Das hatten wir mal bei Sturm auf unserem kleinen Motorboot mitgemacht. Deshalb wollen wir, wenn es möglich ist, jetzt lieber gleich alles wieder in Ordnung gebracht haben.
In zwei Stunden will der Segelmacher bei uns am Boot vorbeikommen.
Wir sind derweilen unter Deck. Wolfgang schraubt den Deckel vom Wantenpütting an Steuerbord ab, denn da ist Wasser auf unser Maskottchen gelaufen. Plötzlich ertönt ein lautstarkes Pfeifen an Bord. Erst glauben wir, dass sich unser Gaswarner eingeschaltet hat. Der war es zum Glück aber nicht, doch wo kommt das pfeifen her. Vielleicht von einem anderen Boot. Wir eilen an Deck und finden auch gleich das Übel. Das Pfeifen kommt von unserem Vorschiff. Dort hat Wolfgang unser aufgeblasenes Paddelboard festgebunden, von ihm ist eine Naht aufgeplatzt, an der die Luft unter lautstarken Pfeifen entweicht.

So ein Mist. Das Board ist noch nicht alt und wurde wenig benutzt und strapaziert haben wir es auch nicht. Wolfgang schreibt gleich den Händler an, ob das Bord noch in der Gewährleistung ist, oder was wir jetzt tun können oder sollen. Kann er es professionell reparieren oder wird es mit unserem Reparaturset funktionieren?
Müssen wir es mit nach Hause nehmen und einschicken, oder geht es vor Ort beim Händler? Fragen über Fragen.
In drei Wochen kommen wir mit unseren Kindern. Da sollte es wieder in Ordnung sein. Dummerweise braucht das zusammengelegte Board auch sehr viel Platz im Kofferraum von unserem Auto, den wir aber für unser Gepäck benötigen würden.
Inzwischen kommt wie versprochen, pünktlich der Segelmacher. Wir erklären ihm unser Anliegen. Heute hat er keine Zeit mehr dafür. Außerdem ist es besser wenn es noch drauf bleibt, weil heute wieder mit Bora und Gewitter zu rechnen ist. Er will aber gleich morgen Früh zwischen 8:00 und 9:00 Uhr kommen und es abholen. Wir sollen es morgen Früh schon mal abmachen.
Nun überlegen wir, was wir als nächstes tun werden. Da noch einiges gekauft werden muss, machen wir uns gleich auf den Weg. Unser schöner Parkplatz findet auch gleich einen Abnehmer.
Zunächst fahren wir zur Ölmühle um Olivenöl zu kaufen. Am Anfang des Zufahrtsweges ist eine große Baustelle und das schöne neue Verkaufshäuschen das hier stand, wurde neben der Pressanlage aufgestellt.
Die nette Verkäuferin will uns diesmal unsere mitgebrachten, sauberen, dunklen Glasflaschen nicht abfüllen. Sie hätten im Moment keine großen Tanks mit Öl.
Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die vorrätigen Plastikflaschen zu nehmen. Das hätten wir geklärt, doch welches Öl war es wieder?
Das mit der reinen Olivensorte „Buža“. Oder das mit gemischten Oliven. Wir dürfen verkosten. Nun haben wir die Qual der Wahl. Beide Sorten sind gut. Wir entscheiden uns für das etwas mildere Buža. Das kostet jetzt 120 Kuna. 20 Kuna mehr als im letzten Jahr.
Das sind umgerechnet 17 €, für den Liter Öl.
Danach geht es weiter nach Banjole zur Werft. Leider finden wir keinen mehr vor, auch Andraŝ nicht. Die waren heute wohl schneller fertig mit den Booten.
Auf einmal kommt der Vater von Andraŝ die Treppe des Lokals herunter. Ihm erklären wir kurz unser Anliegen und zeigen im ein Foto von dem tiefen Kratzer, der hier auf der Werft mit der Poliermaschine entstanden sein muss. Er kann natürlich leider nichts machen und sagt uns nur, dass Andraŝ heute wieder um 18:Uhr im Lokal, oder morgen Früh wieder in der Werft ist. Er wird ihm sicher vorab schon mal berichten.
In Banjole gehen wir noch in den Konzum um Zigaretten zu kaufen, leider bekommen wir nur eine Stange von der gewünschten Sorte.
Unterwegs halten wir am Straßenrand an einem Verkaufsstand an. Dort kaufen wir prächtige, riesige, sonnengereifte Tomaten und herrliche Zwetschgen. Wenn wir schon nach hause fahren würden, dann hätte ich noch bei den übergroßen, roten Zwiebeln zugeschlagen.
Nächster Stopp ist der Baumarkt in Pula. Hier besorgen wir uns Sikaflex und eine „Pistola“ dazu, um unser Boot vor dem Regen an dem Püttingbeschlag wieder dicht zu bringen.
Einen Verbindungsstecker für unsere Antenne haben sie hier aber leider nicht. In der selben Straße wie der Baumarkt ist aber ein großes Elektrogeschäft. Vielleicht haben wir da mehr Glück. Beim durchsuchen der vielen Verkaufsständer werden wir tatsächlich fündig, sogar mit genug Verlängerungskabel.
Jetzt dürften wir alles besorgt haben.
Wie ein Wunder ist in der überfüllten Marina direkt vor unserem Steg wieder ein Parkplatz für uns frei.
Noch immer ist es schwül und heiß. Es hilft aber nichts, wir müssen uns ran halten und unsere undichte Stelle in Ordnung bringen. Nachdem Wolfgang das Sikaflex aufgetragen hat, sollte es noch genug Zeit haben zum Trocknen.
Da wir schon triefen vor lauter Hitze, hilft jetzt nur noch eins, der Pool. Das Wasser dürfte sogar noch wärmer sein als gestern.
Von Südosten her verdunkelt sich wieder der Himmel. Nach und nach gehen die Badegäste, wir bleiben noch, aber immer wieder richtung Himmel schauend. Als es auch uns zu finster wird, machen wir uns auf den Weg zum Schiff.
Unerwartet verzogen sich die dunklen Wolken und die Sonne kam wieder hervor. Aber sehr lange hat es nicht gedauert und die Wolken waren wieder da, diesmal aber gleich mit einem heftigen Gewitter. Zum Glück hat der Segelmacher unser Verdeck heute noch hier gelassen.
Während des Gewitters bereite ich das Abendessen und Wolfgang kann dank des neuen Verbindungssteckers die Antenne wieder anbringen.
Den restlichen Tag lassen wir wieder gemütlich im Cockpit ausklingen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Perfektes Timing

Download PDF
image_pdfimage_print

Sonntag 07.07.2019
44° 50,61 N 013° 50,58 E Log 3182,5 10,5 sm
W 27,8° L 30° Betr. Std. 514,1 Steg
Marina Veruda Steg

Heute schläft der Käpten mal wieder recht lange, ich hingegen sitze schon um 7:00 Uhr im Cockpit und genieße den ruhigen Morgen, schreibe an unserem Logbuch und bereite das Frühstück.
Es ist bereits am Morgen so schwül, dass man ins Wasser hüpfen und es gar nicht mehr verlassen möchte, ansonsten war am Ankerplatz alles gut. Wir standen jetzt wie vom Wetterbericht vorausgesagt mit unseren Booten in NW Richtung.
Von einem Boot weiter hinten in der Bucht trieb ein aufgeblasener Hai vom Wind beflügelt, an uns vorbei. Sein Jäger auf einem Paddelboard blieb ihm auf den Fersen und hatte ganz schön zu tun um das Tier wieder einzufangen und zurück zu bringen.

Der Wetterbericht verspricht für morgen Bora und mal wieder örtliche Gewitter. Dafür ist diese Bucht gänzlich ungeeignet.
Viele der Schiffe sind schon weitergefahren, nur Tagesgäste kommen wieder in Schaaren angefahren.
Darunter ein deutscher, mit seinem kleinen Motorboot, der meint, er müsse kurz vor unserem Schiff seinen Anker werfen und sich direkt vor unserem Bug auspendeln lassen. Genau wie gestern, wäre in angemessenen Abstand noch genügend Platz.

Wir nehmen jetzt noch ein Bad und klaren dann unser Schiff für die Weiterfahrt auf. Gegen 12:30 Uhr wollen wir Portić verlassen. Wie erwartet kommen wir beim Ankerheben, dem deutschen Motorboot immer näher und haben fast Kontakt. Die Teenagerin sieht es und ruft: “Papa, Papa“, der kommt auch gleich angelaufen. Mit Rückwärtsfahren und Bugstrahlruder klären wir die Situation. Außerhalb der Bucht erwartet uns kräftiger Wind und jede menge Welle. Wir stampfen mit unserer Samoa kräftig in die Wellen und machen dabei Fahrt bis zu 8 Knoten. Mit Am-Wind-Kurs brettern wir bis zu unserem Leuchtturm Porer, fallen dann etwas ab und können direkt bis zu unserer Hafeneinfahrt fahren. Am Steg erwartet uns schon ein Marinieri der uns beim Anlegen helfen will.
Die Gegensätze von Meer und Hafen können nicht unterschiedlicher sein. War auf dem Meer doch viel Wind und Welle, ist es hier am Steg windstill und das Wasser dadurch auch spiegelglatt. Nach nur zwei Stunden Fahrt in diesem auf und ab der Wellen, sind wir jetzt etwas müde. Deshalb haben wir keine Lust auf irgendwelche Aktivitäten, sondern schnappen uns nur unsere Badesachen und schlendern zum Pool. Das Wasser dort ist auch pitsch-warm, aber trotzdem erholsam. Danach gönnen wir unserem Boot eine kleine Dusche mit Süßwasser aus dem Schlauch.
Gegen Abend gehen dann auch wir duschen und machen uns landfein, wir wollen aber nur ins Volaria. Wegen der außerordentlichen Schwüle werden wir keinen Meter mehr laufen als wir müssen. Dort bestellt sich Wolfgang ein istrisches Schnitzel und ich einen Grillteller. Schnell haben wir erkannt dass das Essen schon lange nicht mehr so hervorragend geschmeckt hat.
Ich frage die Bedienung, ob sie wohl einen neuen Koch haben. Sie antwortet.: „Ja, das Lokal ist alles neu, Besitzer, Chef und Leute. Aber schon seit Mai.“
Vom Volaria aus sehen wir, dass der Himmel immer dunkler wird und schon einige Blitze am Horizont erscheinen. Wir bezahlen dann mal.
Unsere paar Meter zum Schiff haben wir schnell zurückgelegt und dort fangen wir gleich an unser Verdeck anzubringen. Mittlerweile sind wir von Blitzen eingekreist und plötzlich fangen vom Norden her, die Leinen an den Schiffen nach der Reihe an, gegen die Masten zu klappern. Als das Klappern bei uns angekommen ist, bricht so richtig das Gewitter aus und es gießt in Strömen.
Geschützt sitzen wir auf unserem schaukelnden Boot und schauen dem Gewitter vom Cockpit aus zu. Als es um 23:30 Uhr etwas ruhiger wird, verkriechen wir uns in unsere Koje.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Aufregung in der Bucht

Download PDF
image_pdfimage_print

Samstag 06.07.2019

44° 46,64 N 013° 55,06 E Log 3171,9  18,9 sm  Ankern 8 m
W 27° L 29° Betr. Std. 513,3
Festland Bucht Portić

 

Der NO Wind lässt noch etwas auf sich warten, darum haben wir es mit der Weiterfahrt nicht ganz so eilig. So nach und nach räumen die Boote von vorne her das Ankerfeld.
Nach einem gemütlichen Frühstück und anschließendem Baden, ist unsere Zeit für die Weiterfahrt auch gekommen.
Wir verabschieden uns noch vom Dickschiff nebenan, bevor wir Richtung Kvarner fahren. Noch immer ist es ziemlich Windstill und wir müssen erst mal motoren.


Kurz vor dem kleinen Leuchtturm Galijola, da sind wir schon etwa zwei Stunden unterwegs, setzen wir seit einer Woche das erste mal die Segel. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 4 Knoten Fahrt und wenig Welle, haben wir eine schöne Fahrt über den Kvarner. Unterwegs begegnen wir einem Trimaran

zwei großen Containerschiffen, die aber außerhalb unserer Reichweite waren und einem Delfinpärchen, die auch weiter entfernt an unserem Schiff vorbei kreuzen. Jede Menge Segler sind auch unterwegs, von denen jetzt auch einige die Segel gesetzt haben, was ja in der letzten Woche mangels Wind, kaum möglich war. Nach viereinhalb Stunden erreichen wir die volle Badebucht Portić.
Wir ergattern wie wir glauben noch einen guten Ankerplatz. Doch hier ändert sich ständig die Situation. Es ist ein ständiges kommen und gehen in der Bucht.
Am späten Nachmittag fährt ein Segler mit deutscher Crew in die Bucht und ankert an unserer Backbordseite, obwohl in der momentanen Lage noch genügen Platz in angemessener Entfernung gewesen wäre.
Wir sind gerade am Essen und uns gefällt die Lage nicht besonders. Wenn Wind kommt und wir alle anfangen uns zu drehen, wird es nicht lange dauern und wir werden aneinander geraten.
Die Crew bemerkt unser ständiges beobachten ihres Schiffes und unser Gerede. Jetzt geht der eine Mann der aussieht und spricht wie Heinz Erhard, vor an den Bug und starrt bei seinem Anker längere Zeit ins Wasser. Was er da zu sehen glaubt, können wir nicht erahnen. Dann besprechen die beiden männlichen Cremitglieder etwas und kommen Beide auf ihr Vorschiff. Jetzt spricht Wolfgang sie an und ist dabei außerordentlich freundlich und gibt ihnen zu verstehen, dass sie doch deutlich zu nahe an unserem Schiff sind und wir Probleme bekommen werden. Er gibt ihnen sogar einen Rat, wie sie ihren Anker erneut gefahrlos setzen können. Erneut stiert, ich sage jetzt mal Heinz, am Bug zu seinem Anker ins Wasser. Ob er ihm zuflüstert, dass sie hier wegfahren sollen?
Auf jeden Fall holen sie ihren Anker hoch, fahren erst mal in die Richtung die Wolfgang ihnen vorgeschlagen hat, ändern aber kurz vor dem Ankermanöver noch mal den Kurs, um dann doch wieder zu nahe an ein anderes Schiff zu geraten. Der nächste Segler ruft zu ihnen rüber. „Ihr kommt zu nahe an unser Schiff“. Dann korrigieren sie erneut, aber sie fahren viel zu schnell und reißen ihren Anker beim Rückwärtsfahren gleich wieder raus. Diese Mannschaft hat offensichtlich noch wenig Erfahrung, doch dann würde ich noch mehr Abstand zu anderen Schiffen wahren. Sie tun es nicht, denn jetzt gibt es erst mal professionellen Unterricht im Dinghifahren für die beiden Jungs, wobei der eine gleich zu seinem Vater sagt.: „Ich kann das schon“.
Nun gut, jetzt sind sie erst mal aus unserer Reichweite und wir beobachten das bunte Treiben rund um uns herum.


Aus der Entfernung kommt ein leuchtend rotes Gefährt auf uns zu. Macht Geräusche wie ein Jetski, sieht aber aus wie ein Quad mit hochgeklappten Rädern. Dieses schwimmende Etwas ist ein Quadski, wir haben bisher noch keines gesehen. Die beiden Fahrer machen eine Runde in der Bucht und führen so ihr Fahrzeug gleich mal bei der Allgemeinheit vor.

Nun gehen so langsam die Badegäste an Land und die mit kleinen Booten nach Hause und zurückbleiben die Nachtlieger.
Es ist Windstill, aber hinter den Hügeln beginnt es kräftig zu Blitzen. Langsam kommt Wind auf. Das Ankerfeld gerät in Bewegung. Mittlerweile ist es dunkel und der Wind kommt wegen des Gewitters aus einer ganz anderen Richtung. Das Gewitter blieb außerhalb unserer Reichweite, aber der Wind kam näher. Unsere deutschen Nachbarn machen sich wieder bemerkbar. Der Motor vom Schiff läuft und Heinz mit einer Stirnlampe ausgestattet hat den Anker wieder mal herausgeholt. Jetzt kämpfen sie mit den Wellen und rammen rückwärtsfahrend fast unser Boot. Rechtzeitig bemerkt aber Heinz, dass sein Skipper wieder mal deutlich zu schnell fährt. Anschließend rammen sie fast das hinter ihnen ankernde Boot. Ein Geschrei und hantieren. Es dauert eine ganze Weile bis Heinz und seine Mannschaft wieder am Anker hängen. Heinz blickt erneut lange Zeit in die Dunkelheit aufs Wasser zu seinem Anker.
Weiter hinten im Ankerfeld, verlässt noch schnell ein kleines Boot eines Einheimischen die Bucht. Diese wohnen möglicherweise in der Nähe und wollen dann doch lieber zu hause sein.
Ein anderer Segler verlässt auch seinen Platz und ankert erneut weiter vorne. Zum Schluss kommt noch ein Motorboot zu uns in die Bucht und braucht lange Zeit, bis er auch endlich einen passenden Platz gefunden hat.
Bei uns ist jetzt alles gut. Der Anker hält und wir haben um uns herum genügend Platz. Bis um halb Zwei in der Nacht, beobachten wir noch unser Umfeld, bevor auch wir ins Bett gehen. Das Barometer ist deutlich gesunken, der Wind hat wieder etwas abgenommen und ist jetzt gleichbleibend.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar