Endlich Frühling

Freitag  28. März 2014

44°50,61N 013°50,57E

Marina Veruda              Wasser 14°C    Luft  21°C

Gestern Abend haben wir dann noch das Spleißen geübt, natürlich mit Zuhilfenahme von Buch und Video. War ganz schön anstrengend mit dieser dicken Nadel durch das Tau zu stechen. Meine heißen und roten Finger waren die Mühe aber wert. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. War schließlich unser erster Spleiß.

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vorher ---- nachher vorher —- nachher

Heute Morgen lacht mir die Sonne durchs Kojenfenster ins Gesicht. Da steht man doch gerne auf. Windstill ist es auch. Darauf haben wir schon lange gewartet. Sonne, warm und Windstill, das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal. Super, dann starten wir mal durch.

Zuerst schlagen wir das Großsegel an.

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Aber jetzt müssen auch noch die Segellatten rein. Nicht so einfach, wenn man bedenkt dass die größte Latte nur etwas dicker als ein Bleistift aber 13 m lang ist.

Die Segellatte am Segel ansetzen, über den Seezaun hängen lassen und vom Heck her langsam nachschieben. Hat funktioniert. Jetzt noch mit dem Lattenfuchs die Sicherungsbänder einschieben. Fertig.

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Das gleiche machen wir mit den restlichen fünf, kleiner werdenden  Segellatten auch. Dann das Segel noch einrollen und fertig ist der erste Streich. Doch der zweite folgt sogleich. Die Genua sichern wir am Schothorn mit einer Leine. Dann das Segel in die Nut am Vorstag schieben und Stück für Stück hochziehen. Plötzlich erfasst eine Windböe unser Segel und schlägt es hin und her. Zum Glück haben wir es gesichert, damit es nicht über Bord gehen kann. Nach der Böe schnell weiter hochziehen. Als es endlich oben ist, bewegt sich das Aluprofil der Rollanlage auch leicht nach oben und rutscht aus der Rolleinrichtung heraus, das ist aber gar nicht gut. Denn so können wir unsere Genua nicht mehr einrollen. Wolfgang geht der Sache auf den Grund. Mit Brille und Taschenlampe versucht er in dem kleinen Loch unten am Gestänge etwas zu erkennen. Die kleinen Schrauben die die Rollanlage halten haben sich gelockert. Er schiebt das Aluprofil wieder in die richtige Position und dreht die Schrauben wieder fest. Zum Glück haben wir das rechtzeitig gemerkt, damit das nicht unterwegs passiert. Jetzt die Genua einrollen und die Persenning drüber ziehen, so ist sie gegen UV Strahlen geschützt.

Da es so richtig schön warm ist, schrubben wir doch gleich mal im hochsommerlichen Outfit unser Schiff. Mit Schrubber und Schlauch geht es dem Winterdreck an den Kragen. Da erwischt auch leicht mal ein Wasserstrahl den Käpten, wenn Frau in der Gegend herumschaut. Der ist über die kurzen aber kalten Duschen nicht so recht erfreut.

Herrlich, wie unser Schiff wieder strahlt.

Da die Sonne noch immer so schön scheint, genießen wir in unserem Cockpit noch einen Cappuccino und einen selbstgebackenen Eierlikörkuchen aus dem Glas.

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Auch in der Marina ist heute allerhand viel los und im Volaria sitzen heute fast alle Gäste auf der Terrasse und genießen die Sonne.

Am Abend wird es wieder frisch, aber das macht nichts, denn wir verziehen uns hungrig und müde unter Deck und heizen unseren kleinen Ofen an.

Das war ein sehr anstrengender Tag, aber wir sind glücklich endlich unsere Segel wieder dort zu haben wo sie hingehören.

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