Werfttag

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Montag 01.07.2019
44° 49,15 N 013° 52,14 E Log 3125,8 0 sm Ankern
W 24,9° L 31° Betr. Std. 506,8
Festland Banjole Bucht Paltana

Beizeiten stehen wir heute schon in den Startlöchern und beobachten die Werft. Andraŝ und Simon lassen den Slipwagen ins Wasser. Sie winken uns gleich heran, wie schon vermutet bleibt das Fischerboot noch oben, mindestens noch eine Woche wie Andraŝ uns erzählt. Ansonsten geht in der Werft alles seinen gewohnten Gang wie jedes Jahr. Wir sitzen auch wieder wie jedes Jahr unter Bäumen auf einer Bank am Kiesstrand und Frühstücken erst mal. Das anschließende spazieren gehen, fällt bei dieser Hitze aus, denn meine beiden Füße sind so geschwollen als würden sie gleich platzen.

Einen gemütlichen Schattenplatz neben Palmen haben wir dann, auf einer gepolsterten Bank im Lokal von Andraŝ und bilden uns, indem wir Apothekenhefte studieren. Abends essen wir hier auch.
Andraŝ ist sehr fleißig, tagsüber arbeitet er in seiner Werft, dann geht er nach hause, duscht, zieht sich um und arbeitet in seinem Lokal weiter und nachts um 4:00 Uhr fährt er mit seinem kleinen Fischerboot raus zum Fischen. Diese werden dann fangfrisch in seinem Lokal serviert.

Heute hat er mal einen Moment Zeit und setzt sich zu uns an den Tisch. . Eine interessante Geschichte erzählt er auch noch, die er in dieser Bucht einmal erlebt hatte. Wir wissen jetzt nicht wann es war, jedenfalls arbeiteten er und Simon wie gewohnt in der Werft an einem Schiff, als Simon zu ihm sagt: “Schau mal das Wasser kocht!“. Eine Herde kleiner Delfine hatten einen Schwarm Fische beim Jagen in die Bucht getrieben. Andraŝ erkannte die Gelegenheit, ließ sofort die Arbeit ruhen und machte sich mit Simon auf den Weg zu seinem Fischerboot, das nur wenige Meter vor der Werft im Wasser liegt. Blitzschnell fuhren sie in die Bucht und legten so schnell sie konnten sein Netz aus. Die meisten Fische entkamen bevor das Netz den Boden erreichte, aber trotzdem hatten sie noch über 250 Kilo Fisch gefangen. Dafür muss er sonst eine Woche lang jeden Tag auf´s Meer hinaus fahren. Das ist wirklich eine aufregende Geschichte, die sich wohl nicht so schnell wiederholen wird.

Jetzt muss Andraŝ wieder weiterarbeiten und wir bringen noch die Ansichtskarte für meine Mama zum Briefkasten, bevor wir wieder auf´s Boot klettern. Hoch oben auf dem Schiff, jedenfalls´s für mich hoch oben, beobachten wir noch das bunte Treiben von Urlaubsgästen, Bootsfahrern und Fischern, bevor die Sonne im Meer versinkt.

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