Ohne Wind mit viel Sonne über den Kvarner

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Dienstag 02.07.2019
44° 39,77 N 014° 15,89 E  Log 3153,1  27,3 sm Ankern 9,5 m  Sand
W 25,7° L 31° Betr. Std. 511,4
Insel Unije Bucht Vognišća

Pünktlich um 8:00 Uhr geht es wieder mit dem Slipwagen zurück ins Wasser und wir machen uns gleich weiter auf den Weg über den Kvarner. Leider müssen wir die gesamte Strecke motoren, denn es weht nur ein winziges Lüftchen, das zum Segeln leider nicht ausreicht. Dazu brennt die Sonne vom Himmel. Den vielen Bootsfahrern die unseren Weg kreuzen, wird es sicherlich genauso ergehen.

Nach viereinhalb Stunden ankern wir in Unije, in der Bucht Vognišća. Sie ist die einzige der drei Buchten, wo noch keine gebührenpflichtigen Bojen verankert sind.
Unser Anker hat sich auf einem guten Platz in 9,5 Metern schön im Sand eingegraben.

Jetzt freue ich mich auf eine schöne Schnorcheltour. In der NO Seite der Bucht ist eine sandige Ausbuchtung, dort ist es besonders schön. Umgeben von Fischen, finde ich im glasklaren Wasser eine besonders schöne lila bis rosa farbene Muschel, die noch lebte. Ich sah sie an und erfreute mich an ihr und legte sie vorsichtig zurück an ihren Platz.
Wolfgang hat inzwischen seine Ersatzteile aufgeräumt und ein bisschen am Boot geputzt. Bei einem Badeaufenthalt mussten wir feststellen, dass in der Werft, unser Boot auf der Backbordseite wahrscheinlich mit der Poliermaschine beschädigt worden ist.
Nahe unseres Ankerplatzes hat inzwischen ein österreichischer Segler seinen Anker platziert und ihn mit einem blinkenden Ankerball markiert. Etwas zu nahe an unserem Boot, wie wir meinen.
Noch ist alles spiegelglatt und windstill, es soll aber heute Nacht Bora geben. Einige Segler gesellen sich noch in guten Abstand zu anderen Booten in die Bucht.

Die Ziegenherde die immer abends am Ufer ihren Rundgang macht, ist heute ganz schön klein.

Gegen Abend kommen die Schiffe so langsam in Bewegung und um 22:00 Uhr macht sich die Bora bemerkbar. Nun fängt auch Blinki, der Ankerball an, ständig am Heck unseres Bootes herumzutanzen. In der Dunkelheit jetzt gut zu erkennen, ist Blinki mal auf der Backbordseite und gleich danach wieder auf der Steuerbordseite, mal hinten am Heck oder vorne am Bug zu finden.
Sorge um Blinki machen sich jetzt die Eigentümer. Sie suchen ihn ständig mit ihrer Taschenlampe, denn er könnte unter unser Schiff kommen und sich verhaken, dabei könnte ihr Anker herausgezogen werden. Wir sehen die Sache mit Blinki eher gelassen.

Nach zwei Stunden lässt die Bora, die zum Glück nicht sehr stark war, wieder etwas nach. Wir gehen jetzt in unsere Koje und überlassen Blinki seinem Schicksal. Mittlerweile ist es bereits Mitternacht durch und wir sind müde.

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