Die Internetverbindung

Obwohl jetzt nicht die typische Urlaubszeit ist, sind wir gestern mal wieder nach Kroatien gefahren um auf dem Boot noch ein paar Arbeiten zu erledigen.

Am ersten Tag unserer „Wartungswoche“ steht der Umbau unseres Bordeigenen WLAN-Netzes an.
Bisher hatte ich hauptsächlich auf eine Verbindung über die kostenlosen WLAN-Zugänge an der Küste gesetzt.
Damit das auch über größere Entfernungen funktioniert war am Geräteträger eine Rundstrahlantenne mit LTE-Modem Tube-U4G und innen ein kleiner Router R36 von Alfa Network montiert. Damit wurde die Verbindung zu den entfernten Hotspots hergestellt und die Daten über das lokale WLAN bereitgestellt.

 

Grundsätzlich funktioniert sowas, aber irgendwie war ich nie so richtig zufrieden mit dem System.
Zunächst mal muss dafür natürlich ein passender Hotspot erreichbar sein.
An einem neuen Ankerplatz muss also erstmal ein frei zugängliches Netz mit ausreichender Signalstärke gesucht werden.
Dann gab es Probleme, wenn die Antenne oder das LTE-Modem voll Wasser gelaufen und damit defekt waren. Nach dem Austausch von Teilen musste der Router per Update angepasst werden und hat auch oft gestreikt.

Insgesamt war die Übertragungsgeschwindigkeit meistens zu gering für viele Anwendungen.
Nach einigen Experimenten habe ich festgestellt, dass die WLAN-Netze in den Marinas und Gaststätten meistens überlastet sind und eine Verbindung über das Mobilfunknetz eigentlich immer schneller, zuverlässiger und wartungsärmer ist.

Ein mobiler 5G-Router an Bord leistet dazu schon gute Dienste.
Ich wollte aber einen Router mit Außenantenne am Geräteträger um auch in schlechter versorgten Gebieten noch Empfang zu haben,
außerdem soll das Gerät ohne Akkus direkt vom Bordnetz versorgt werden.

Eine Externe Antenne für den 5G-Router im Boot habe ich nicht in Erwägung gezogen, da durch die Dämpfung in dem lange Kabel der Antennengewinn wieder zunichte gemacht würde.

Also habe ich mich für den Router RUTM30 von Teltonika in einem Wetterfesten Gehäuse QuCube von QuWireless entschieden.

Es hätte noch Alternativen zu dem Gehäuse gegeben, die angeblich eine bessere Antenneleistung haben und mit Edelstahlhalter noch robuster sein sollen. Da diese Gehäuse aber höher sind und mehr Schatten auf die Solarmodule werfen, habe ich den Würfel genommen.
Die verzinkte Masthalterung verwende ich sowieso nicht, weil ich einen Adapter für die vorhandene Antennenhalterung aus Edelstahl selbst angefertigt haben.

Das so vorbereitete Gerät war dann auch schnell am Geräteträger Montiert.

Die Verlegung des Kabels bis zum Naviplatz dauerte da schon etwas länger.
Eigentlich hätte es ausgereicht, ein zweipoliges Kabel zu Stromversorgung einzuziehen,
da die Datenanbindung über WLAN erfolgt.
Ich habe aber trotzdem ein Netzwerkkabel verlegt, das neben der Stromversorgung auch eine Datenverbindung ermöglicht.
So hat man auch eine Zugriffsmöglichkeit auf den Router, falls es mit dem WLAN mal Probleme gibt.
Die Einspeisung der 12 V Bordspannung geht unkompliziert über einen POE-Injektor APOE03G von Alfa.

POE-Injektor

Da wir neben diesen Arbeiten im Boot kein Mittagessen machen wollten, haben wir mal nachgesehen, was sonst noch so in den Schränken ist.
Da haben wir tatsächlich noch einen Kuchen im Glas gefunden, den Elke vor vier Jahren mal gebacken hat. Es ist echt erstaunlich, wie lange diese Kuchen frisch bleiben. Und besonders beim Whiskey-Kuchen wird das Aroma mit jedem Jahr Lagerzeit immer besser, wirklich sehr lecker.

Nachdem alles angeschlossen ist und wir gestärkt sind, folgt der erste Test der Internetverbindung.
Die angezeigten Werte im Speedtest können durchaus überzeugen,
das ist ja schneller als unser DSL zuhause.

Da der frische Wind inzwischen nachgelassen hat, nutzen wir die Gelegenheit noch für einen Spaziergang bevor die Sonne auch Feierabend macht.