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Donnerstag 21.01.2016

44°50,61N   013°50,78 E     Log 2374,4  0sm    Steg

Marina Veruda    Wasser 10°   Luft 9°


Wir machen schon mal die drei Seitenteile vom Verdeck weg und räumen die Gästekabine leer. Alles muss nach hinten in unsere Koje. Wenn Kristina Bescheid gibt, wann Stefano kommt, haben wir nicht mehr viel Zeit den Außenborder abzumontieren und die beiden Backskisten auszuräumen, damit er gleich loslegen kann mit dem Anbau unseres Geräteträgers.
Ab 9,00 Uhr wollte er kommen. Wir warten und warten, gegen Mittag kommt endlich Kristina, aber nur um uns zu sagen dass Stefano heute nicht mehr kommen wird, weil er mit unserem Träger noch nicht fertig ist. Er kommt Morgen um 9.00 Uhr. Na super. Jetzt schleppen wir wieder alles von unserer Koje zurück in die Gästekabine, denn wir wollen ja heute Abend gerne in unserem Bett Platz haben.

Zur Abwechslung fahren wir mal rüber zur Westseite nach Verudela an den Strand.
Keine Menschenseele hier. Das Wasser ist wieder glasklar. Auf den großen Kieselsteinen aber wurde so allerhand organisches aus dem Meer angeschwemmt, von dem wir nicht wissen was es ist. So weiche grünliche Substanzen und längliche wabbelige  Überreste die unseren dunklen Nacktschnecken ähneln, könnten auch Seegurken sein. Und noch jede Menge mehr, wie Seeigel, die schon ausgefressen sind aber ihre Stacheln

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noch haben. Oder dieser kleine Seestern, der schon recht fest ist aber noch nicht richtig ausgetrocknet. Dann finde ich noch einen Schatz, eine Münze in der Größe eines 50 Cent Stückes überzogen mit Grünspan. Ein paar Schulps, den kleinsten Seeigel den ich je fand, der höchstens 1cm Durchmesser hat, einige gedrehte kleine Schneckenhäuser die vielleicht endlich mal ohne Bewohner sind und einige kleine Muscheln.

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Inmitten von kahlen Felsen entdecke ich noch dieses lilafarbene kleine Pflänzchen.

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Wolfgang treibt mich ein bisschen an, er möchte nach hause weil er friert.

In der Marina werden wir kurz vor unserem Parkplatz ausgebremst, denn hier wird am Steg 11 gearbeitet. Ein kleiner Bagger schaufelt vom Hafenbecken den Untergrund mit Steinen und Dreck dicht ans Ufer.
Was soll das bloß werden?

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Wolfgang wärmt sich auf und ich geh einstweilen Duschen, jetzt ist die wärmste Zeit vom Tag. Von außen dringt ständig Lärm in den Duschraum.

Auf das Ausgebaggerte kippt jetzt ein Lkw mehrere Fuhren große Steine ins Wasser, diese werden dann festgedrückt. Sieht aus als wollte man den Steg verbreitern. Das ganze spielt sich vor dem Bug der großen Motorjacht ab, die uns gegenüber liegt.

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Jetzt fährt der kleine Bagger mit einer großen Stütze an den beiden vorderen Rädern auf den aufgeschütteten Haufen und reicht so weiter ins Hafenbecken um es weiter ausschaufeln zu können. Aha, das Schiff braucht am Bug mehr Tiefgang.

Zu fortgeschrittener Stunde als sie mit ihrer Arbeit fertig sind, wird alles wieder weggeräumt. Das heißt ausbaggern, alles auf den Lkw laden und wieder abtransportieren. Das Ganze dauert bis spät in den Abend, danach ist von dieser Aktion nichts mehr zu sehen.  

Kein Lärm mehr, dafür bläst jetzt der Wind.

Uns ist das egal, wir trinken gemütlich einen oder zwei Brandy und bekommen schöne rote Backen und schwitzen.

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